Da komme ich mal vorsichtig aus meiner stillen Mitleserecke gekrochen ^^

Ich hatte selber einmal einen Dauerblasengrieskanidaten, aber da lag es an einer Querschnittslähmung. Dass man in dem speziellen Fall die fehlende mechanische Arbeit der Beine nur begrenzt durch eine umgestellte Fütterung kompensieren kann, sollte klar sein.
Jedenfalls ergab es sich, dass wir ihn alle 2 Wochen (neben der Physiotherapie) zum Blase ausmassieren/manuell entleeren gebracht haben. Das ist jetzt auch nicht viel anders, als ein Zahnkaninchen ständig hinzubringen, natürlich nicht ideal, aber immerhin haben wir so die Symptome wenige Jahre später bis zu seinem Tod (unabhängig von der Griesgeschichte) mit zusätzlichen anderen Maßnahmen im Griff gehabt. Wenn also die Ursachenbekämpfung scheitert, weil man einfach schlicht Pech (z.B. bei genetischer Veranlagung) hatte, kann man froh sein, dass die Symptombekämpfung relativ "schadensfrei" ist. Glück im Unglück habt ihr auch, dass es sich um ein Männchen handelt, da sind Blasenspülungen einfacher und Nicht-Notfallige ohne Narkose prinzipiell möglich, wenn er denn mitmacht.

Die vorher angesprochenen weiteren Maßnahmen, damit er überhaupt über die 2 Wochen kam, waren übrigens:
Über den Tag verteilt die maximale Dosis Uti-Kn, welches den Urin auch ansäuert. Ich weiß nicht welche Art von Gries wir hatten, aber der Gedanke hier war, je weniger basisch (in gewissen Grenzen) der Urin, umso weniger kommt es zu Kristallkeimbildungen bzw. Ausfällungen. Bis eine erste Wirkung erkennbar war, glaube ich mich zu erinnern, dauerte es ca. mindestens 6 Wochen. Tatsächlich konnte ich über Teststreifen die Senkung um einen halben ph-Wert sehen. Heutzutage würde ich auch bzw. zuerst rodicare uro geben (hilft bei mir in leichten Fällen).
Ernährungsumstellung auf kalziumarm und hohen Wassergehalt... würde ich heute so nicht mehr machen, außer man kriegt es hin es trotzdem noch ordentlich abwechlungsreich zu gestalten, wobei ich trotzdem nicht übertreiben wollen würde mit dem kalziumarm (bei uns waren Langzeitfolgen dessen damals eher aus dem Raum...).
Interessanterweise gab es aber selten eine Leckerei, die immer zu vermehrten Blasengries zu führen schien, und das war Apfel.
Es kann natürlich Zufall oder Einbildung gewesen sein, aber vielleicht hilft das beim Beobachten. Wenn ich mich nicht falsch erinnere, wurde mir damals von einem Mediziner sogar gesagt, dass es da gerade eine Studie gab, die sich mit der Apfelbeobachtung deckte. (Irgendwas mit "puffern"?? zu lange her, sorry) Das aber bitte sehr, sehr kritisch ansehen, alleine schon ob das überhaupt noch akutell wäre. (Überhaupt alles kritisch lesen :P)
Ich bin leider nicht mehr so in der Materie drin wie früher, und kein Chemiker/Biologe/irgendwas dazwischen, aber wie sieht es eigentlich mit dem Oxalat-Anteil aus? Kann man daran ohne Folgen zu verursachen beim Kaninchen arbeiten? Also auch ernährungstechnisch, aber womöglich weniger eingrenzend.

Alles Gute, auch für deine Nerven.