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Thema: Kann man Kaninchen sterben lassen - oder immer lieber einschläfern?

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    PS-Versager
    Registriert seit: 10.08.2009
    Ort: nördlich Hamburg
    Beiträge: 17.125

    Standard

    Weißt Du denn ob er nur Leckerlie nicht wollte und sonst noch gut gefressen hat?

    Ich finde es bei Kaninchen ganz schwer weil die eben so gut täuschen aber ich hatte bisher immer Anzeichen vorher, ich konnte noch keines "sterben lassen", wobei ich grundsätzlich absolut dafür wäre.

  2. #2
    Pflückliesel Avatar von Keks3006
    Registriert seit: 25.01.2012
    Ort: Sauerland
    Beiträge: 5.527

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    Gefressen ja, aber nicht gut. Geköttelt hat er. Bauch war wie gesagt auch weich und nicht druckempfindlich.

    Ich finde es auch ganz schwierig. Ich bin mir aber absolut sicher, gestern und heute hätte ich nichts mehr tun können, um ihn zu retten - dass ich im Vorfeld etwas hätte bemerken können, was ich leider übersehen habe, kann aber wie gesagt natürlich sein.


  3. #3
    PS-Versager
    Registriert seit: 10.08.2009
    Ort: nördlich Hamburg
    Beiträge: 17.125

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    Man kann Aufgasungen leider wirklich nur röntgenologisch feststellen, kann man sie tasten ist bereits 5 vor 12.

    Wenn jemand bei mir seine Leckerlis nicht nimmt messe ich direkt Temperatur, für mich eine gute Variante festzustellen ob es evtl. ein Problem gibt.
    Das kannst Du doch sicher auch selber, Du bist doch fit in sowas.

  4. #4
    Pflückliesel Avatar von Keks3006
    Registriert seit: 25.01.2012
    Ort: Sauerland
    Beiträge: 5.527

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    Ja, das stimmt, das kann ich.

    Es war halt so untypisch... Bauchwehkaninchen benehmen sich anders. Auch von ihm kenne ich das anders, wobei er dafür kein typischer Kandidat war und das eine Weile her ist. Klar, ich sollte mir aber auch nicht anmaßen, so was erkennen zu können, und werde nächstes Mal sicherlich wieder anders reagieren.

    Also ist es an sich wünschenswert, wenn Tiere natürlich ohne Einschläferung sterben... Aber die Situation dafür zu erkennen, und dass sie dabei auch wirklich ohne Schmerzen sind usw., das ist eigentlich nicht sicher möglich, je nach Vorabdiagnose.


  5. #5
    Gast
    Gast

    Standard

    Ich täte mich auch sehr schwer zu erkennen, ob es in Ordnung ist, das Tier im Sterbeprozess zu belassen oder ihm zu helfen, in dem ich es einschläfern lasse.

    Lediglich 1x war ich in dieser Situation, vor Jahren. Eine Häsin hatte eine Aufgasung, es war mitten in der Nacht als die Situation kippte. Damals hatte ich keinen vernünftigen Notdienst, ich wusste nicht, wohin. Also habe ich die Häsin mit ins Bett genommen, sie hatte die Augen geschlossen und ich habe sie warm gehalten und war fest der Überzeugung, dass sie stirbt. Sie hat durchgehalten und ist am nächsten Tag beim Tierarzt verstorben.

    Alle anderen Kaninchen mussten nach langer/längerer Krankheit erlöst werden in einem Zustand, in dem man sie definitiv nicht alleine hätte sterben lassen können.

    Ich kann mir aber durchaus vorstellen, mal eine solche Situation zu erleben, wenn ein Tier natürlich wegdämmert. Aber bislang war keine Situation dabei, wo ich das guten Gewissens hätte passieren lassen können.

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von Fellfie
    Registriert seit: 22.04.2011
    Ort: Stralsund
    Beiträge: 3.319

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    Zitat Zitat von Tanja B. Beitrag anzeigen
    Nur kurz allgemein: Wenn es zumutbar ist, das Tier sich also nicht quält (und das muss man immer individuell bewerten), würde ich dem natürlichen Sterbeprozess immer den Vorzug geben.
    [...]
    In der Regel merkt man, ob Abwarten oder Euthanasie die richtige Art ist sein Tier in den Tod zu begleiten.
    Das würde ich auch so unterschreiben. Ich habe 2 Tiere bereits in der gewohnten Umgebung zu Hause versterben lassen und hatte dabei immer ein "gutes" Gefühl (im Sinne von: Sie haben sich nicht gequält und konnten in vertrauter Umgebung ganz friedlich einschlafen), es gab aber auch Tiere, denen habe ich hinüber helfen lassen, weil diese wirklich gelitten haben (z.B: ein Tier mit fortgeschrittenem Lungentumor und akuter Luftnot oder ein Tier mit Megakolonsyndrom, das schlicht am Ende seiner Kärfte war) und alles andere nicht zu vertreten gewesen wäre. Wer nicht ganz neu ist in der Kaninchenhaltung und seine Tiere wird, wird meiner Meinung nach merken, ob sie sich quälen. In Zweifel natürlich eher zu Tierarzt, aber bei den besagten 2 Tieren oben hatte ich keinerlei Zweifel.

  7. #7
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit: 11.03.2010
    Ort: Frankfurt
    Beiträge: 9.029

    Standard

    Ich finde es auch sehr schwierig in manchen Fällen.

    Die meisten meiner Tiere haben sich ja von selbst verabschiedet, hier zuhause, eine Häsin lag auch wie bei Dir ganz ruhig auf der Seite, ich wollte zum TA, aber sie war völlig kraftlos, aber total ruhig und entspannt. Und all das sehr plötzlich, am Vortag war noch alles normal. Als ich sie hochnahm, fiel ihr Kopf zur Seite, ich konnte das überhaupt nicht einordnen. Sie wäre -da bin ich ziemlich sicher- auf der Fahrt gestorben. Ich habe diese Häsin aber dann obduzieren lassen.
    In diesem Fall war ich zumindest froh, dass ich (noch, denn ich wollte weg) zuhause war und sie bis zum Schluss bei ihr sein konnte.
    Bei einem 12-Jährigen, er konnte nicht mehr aufstehen und wollte absolut nichts mehr fressen, hat auch Medis rauslaufen lassen, habe ich mich auch für das Erlösen entschieden, nachdem wir am Vortag noch im Notdienst waren und die Behandlung aber nichts verändert hat. Bei ihm weiß ich nicht, ob ich hätte warten sollen, vlt. wäre alles wieder in Gang gekommen, laut TÄ war er organisch gesund . Aber ich hatte das Gefühl, er wollte nicht mehr. Trotzdem geht mir das immer noch im Kopf herum.

    Die anderen, die ich erlösen ließ, waren sehr krank und konnten einfach nicht mehr. Es wäre Quälerei gewesen, zu warten.


    Ich finde es in manchen Fällen nicht so leicht, den richtigen Zeitpunkt zu bestimmen. Vor allem wenn es ein Auf und Ab ist - solch einen Fall habe ich jetzt. Manchmal möchte ich gleich losfahren, dann setzt er sich wieder auf, frisst und wenn er seine Medis bekommt, geht es wieder. Aber eben auch nicht immer. Das finde ich sehr, sehr schwierig zu entscheiden.



    Ich denke, es ist auch sehr schwer einem anderen etwas zu raten.
    Geändert von hasili (18.01.2020 um 23:58 Uhr)

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