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Thema: Fenbendazol: Wirkungsweise gegen E. Cuniculi (Überblick)

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit: 09.04.2012
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    Standard

    Zitat Zitat von Getorix Beitrag anzeigen
    Denn wie jedes andere medikament auch, hat auch Panacur Nebenwirkungen und belastet die Leber und Nieren.
    hast Du einen Beleg dafür?
    Zwei Franzosen, zwei Schweizer, zwei Holländer, ein Japaner, zwei Loh, zwei Fürsorgefelle und ein "Weideunfall"

  2. #2
    Kaninchenraum- Liebe kennt kein Handicap ♥ Avatar von Tanja F.
    Registriert seit: 25.01.2012
    Ort: Baden-Württemberg
    Beiträge: 1.070

    Standard

    Jaja, die Belege und Beweise

    Aber ich glaube auch, das es kein Medikament gibt, das tatsächlich auf Dauer keine Nebenwirkungen hat.
    Klar, jedes Tier verpackt diese auch anders, aber im Endeffekt würde ich niemals Medikamente, egal welcher Art verabreichen, wenn es nicht unbedingt notwendig ist.

    Ich persönlich komm auch nicht auf die Idee weil ich das Gefühl habe das ich irgendetwas ausbrüte, irgendwelche Medikamente zu nehmen.
    Und dieses ganze zum Tierarzt schleppen und vollpumpen mit irgendwelchem Zeugs und steril halten, wirkt sich meiner Meinung nach auch nicht gerade positiv auf das Tier aus.

    Was behandelt werden muss, das muss behandelt werde, das steht außer Frage, aber ich glaube das man ein Tier auch schwächen kann durch den ständigen Druck dem das Tier ausgesetzt ist durch obige Aussage.
    Mümmelkasse

    "Wir sollten Tiere mit Liebe behandeln und ihr Leid lindern, wo immer wir können." Dalai Lama

  3. #3
    Erfahrener Benutzer
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    Also, wenn man behauptet, es habe Nebenwirkungen und sei belastend für Leber und Niere, und gleichzeitig auf eine Untersuchung verweist, in der ausdrücklich und unter Verweis auf eine weitere Untersuchung festgehalten wird, dass Fenbendazol beim Kaninchen keine Nebenwirkungen hat, dann sollte man schon einen Beleg haben.
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  4. #4
    PS-Versager
    Registriert seit: 10.08.2009
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    Standard

    Wenn Panacur so wirksam und nebenwirkungsfrei ist, wie sieht es denn mit der Behandlung der Partnertiere aus ?
    Gebt ihr denen auch Panacur?

    Wenn nicht, warum nicht?

  5. #5
    Kaninchenraum- Liebe kennt kein Handicap ♥ Avatar von Tanja F.
    Registriert seit: 25.01.2012
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    Beiträge: 1.070

    Standard

    Also ich würde dies nicht tun.

    Aber ich hab schon mit bekommen das wenn auch nur der kleinste Verdacht auf E.C. besteht, geraten wird Panacur zu geben
    Mümmelkasse

    "Wir sollten Tiere mit Liebe behandeln und ihr Leid lindern, wo immer wir können." Dalai Lama

  6. #6
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit: 09.04.2012
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    Beiträge: 3.984

    Standard

    Ich würde das Partnertier nicht mitbehandeln, wenn es keine Symptome hat. Denn ein augenscheinlich gesundes Tier ohne klinische Symptome braucht auch keine Behandlung.
    Zwei Franzosen, zwei Schweizer, zwei Holländer, ein Japaner, zwei Loh, zwei Fürsorgefelle und ein "Weideunfall"

  7. #7
    ally
    Gast

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    Ich oute mich dann mal als präventiv Verabreicher von Panacur an immungeschwächte oder ältere Tiere vor potenziellen Auslösern (=Stress), also im Besonderen vor Narkosen oder auch bei Vergesellschaftungen erwachsener Tiere mit hohem Stresspotenzial. Defacto habe ich es jetzt in den letzten 10 Jahren dreimal präventiv gegeben. Im normalen Kanichenalltag sehe ich allerdings keine Veranlassung für eine präventive Gabe, es sei denn, ein Tier hatte bereits einen EC-Ausbruch mit starker Ausprägung und erscheint in der Folge als instabil.

    Partnertiere würde ich bei einem akuten EC-Fall in der Gruppe entsprechend einer Empfehlung (sorry, Quelle hab ich grade nicht, kann ich aber recherchieren) für 10 Tage ebenfalls behandeln, weil es den Erreger eben eindämmt und einen Ausbruch dort dann verhindert.
    Geändert von ally (26.03.2013 um 12:47 Uhr)

  8. #8
    Robert rules! Avatar von SimoneK
    Registriert seit: 12.03.2009
    Ort: Rhein-Hunsrück-Kreis
    Beiträge: 5.153

    Standard

    bisher habe ich die Partnertiere nie mitbehandelt und es kam auch nie zu einem Ausbruch
    nach diesen neuesten Erkenntnissen allerdings, werde ich darüber nachdenken, ob ich das künftig ggf. tun werde
    "Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was Du Dir vertraut gemacht hast."


    "live to the point of tears"

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Avatar von bunny-in
    Registriert seit: 05.03.2009
    Ort: Haan (Gruiten)
    Beiträge: 656

    Standard

    Zitat Zitat von april Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Getorix Beitrag anzeigen
    Denn wie jedes andere medikament auch, hat auch Panacur Nebenwirkungen und belastet die Leber und Nieren.
    hast Du einen Beleg dafür?
    Ich erlaube mir mal hierzu etwas zu schreiben:

    Jedes chemische Präparat muss vorm Körper "verdaut" werden. Diese Aufgabe übernehmen zum Großteil Leber und Niere.

    Es ist daher für diese beiden Organe - wie auch Geotrix notierte - eine gewisse Belastung.
    Wenn wir nun mal prüfen, wie viele Kaninchen mit den Nieren Probleme haben (Beispiel Grieserkrankungen, Steine usw.), dann haben wir hier schon mal eine in gewissem Rahmen eingeschränkte Nierenfunktion. Dann noch prophylaktisch Präparate geben, um EC möglichst zu verhindern? ...

    Und die Leber hat bei jeder Erkrankung, bei jeder Medigabe eine Menge zu schlucken, zu verarbeiten und sich dann zu regenerieren. Das kann sie gottseidank - aber ich persönlich würde sie auch nicht unnötig belasten.


    Ich bin ein Freund geworden, dass man mit möglichst wenig Stress, gesunder Ernährung und ggf. gezielten Immunsystempushs und zwar in gesundem Sinne, wesentlich effektiver seine Tiere gesund halten und vor EC schützen kann, als man das über Panacur-Kuren "gesund" schafft.
    Ich hatte immer mal EC Fälle hier - allerdings ohne Wiederkehr, seit ich vorstehendes nutze.

    Allerdings muss jeder für sich hier eine Entscheidung treffen, was er tut. Ich habe toi toi toi auch keine EC-Fälle, die ständig Ausbrüche haben.

    Dass es kein Präparat gibt, dass EC gänzlich killt, ist ja uns allen bekannt. Dass Panacur daher von Dr. Ewringmann kritisch betrachtet bzw. nicht mehr genutzt wird, nun gut, das ist ihre Sache und die der dies anwendenden Therapeuten.
    Ich hatte jedoch Tierärzte, die EC ohne, als auch mit behandelt hatten. Und sie haben sich dann auf das von Dr. Drescher eingelassen, weil sie damit bessere Ergebnisse erzielt haben. Aber ich denke das kommt auch immer auf die Schwere der Fälle, auf den Tag, wann die Tiere endlich mal in die Praxis kommen usw. an!
    Pauschal aussagen, dass man Panacur nicht braucht, würde ich nicht.

    Es wäre schön, wenn man bei dieser Erkrankung ein Präparat weniger geben müsste. Ich selbst werde aber weiter auf Panacur bauen, wenn EC ausbricht. Dafür lasse ich eher AB weg. Aber Panacur zählt neben Infusion, Vitamin B und Cortison für mich zur Erstversorgung dazu.
    Liebe Grüße von Sonja und den Langohren

  10. #10
    Zeppelinchen im Farbenrausch Avatar von Walburga
    Registriert seit: 01.05.2012
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    Beiträge: 3.192

    Standard

    Zitat Zitat von bunny-in Beitrag anzeigen
    Es wäre schön, wenn man bei dieser Erkrankung ein Präparat weniger geben müsste. Ich selbst werde aber weiter auf Panacur bauen, wenn EC ausbricht. Dafür lasse ich eher AB weg. Aber Panacur zählt neben Infusion, Vitamin B und Cortison für mich zur Erstversorgung dazu.
    Wieso befürwortest du, aus deiner beruflichen Perspektive heraus, Cortison? Das ist doch gerade unter Homöopathen als schwierigster aller Wege bekannt? Jedenfalls sehen das viele beim Menschen so. Beim Kaninchen ist es ein anderer Stiefel, die tragen nicht nur Langzeitschäden davon, sondern können in einem kleinen Prozentsatz sehr zügig ableben.
    Geändert von Walburga (26.03.2013 um 18:01 Uhr)

  11. #11
    Erfahrener Benutzer Avatar von bunny-in
    Registriert seit: 05.03.2009
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    Beiträge: 656

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    Ich habe selber erlebt, dass bei einem schweren akuten Schiefhals eine Gabe Cortison schneller Besserung brachte, als wenn man es wegließ. Deshalb befürworte ich es.

    Ich bin zwar Heilpraktiker, aber schätze viel Schulmedizinisches sehr.
    Liebe Grüße von Sonja und den Langohren

  12. #12
    Zeppelinchen im Farbenrausch Avatar von Walburga
    Registriert seit: 01.05.2012
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    Beiträge: 3.192

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    Zitat Zitat von bunny-in Beitrag anzeigen
    Ich habe selber erlebt, dass bei einem schweren akuten Schiefhals eine Gabe Cortison schneller Besserung brachte, als wenn man es wegließ. Deshalb befürworte ich es.

    Ich bin zwar Heilpraktiker, aber schätze viel Schulmedizinisches sehr.
    Ich hatte zwei Häsinnen, die ein paar Jahre versetzt, jeweils nach einer Spritze Cortison ins Koma vielen. Die hielten sich einfach nicht an den Daumenwert, einer von 1000 stirbt daran.
    Zwei der Geschwisterchen, einer dieser Häsinnen hatten zeitlebens mit ihrem Leberschaden durch cortisonhaltige Ohrentropfen zu kämpfen.

    Nachdem in der Studie von Sieg keine Verbesserung oder Verschlechterung durch Cortisongabe auftrat, die Antibiotikagabe die Überlebenschance jedoch um 1/3 erhöhte, sagt mein subjektives Bauchgefühl der Verzicht ist richtiger. Wie eben dein Bauchgefühl sagt, dass mit Cortison behandelte akute EC - Fälle schneller genesen.

  13. #13
    Erfahrener Benutzer Avatar von Getorix
    Registriert seit: 14.08.2009
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    Zitat Zitat von april Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Getorix Beitrag anzeigen
    Denn wie jedes andere medikament auch, hat auch Panacur Nebenwirkungen und belastet die Leber und Nieren.
    hast Du einen Beleg dafür?
    Ich glaube, ich hatte vor Jahren mal was dazu gelesen, ich konnte das Papier aber nicht mehr wiederfinden und halte es für möglich, dass ich evt. Fenbentazol mit Mebendazol verwechsle.


    Bei Ratten ist mir ein Versuch bekannt, bei der sich nach Panacurgaben mehr Leberveränderungen finden liesse als bei niedrigen Dosen/ohne Panacur. Das belegt zwar nicht, dass es bei Kaninchen auch so ist, aber es ist wenigstens ein Indiz.


    Zitat Zitat von Inchem.org
    Subsequent to the above report the liver histopathology slides
    from the study were evaluated by an independent pathologist. Slides
    from all study animals were evaluated. The following
    fenbendazole-related changes were reported for the treatment groups:
    hepatocellular hypertrophy, vacuolation and bile duct proliferation
    in the 15, 45, and 135 mg/kg b.w./day groups, hepatocellular
    hyperplasia and biliary cysts in the 45 and 135 mg/kg b.w./day
    groups, and hepatocellular adenomas and carcinomas in the 135 mg/kg
    b.w./day group. A low incidence of hepatic tumours was noted in this
    study including in controls. No treatment-related changes were
    reported for the 5 mg/kg b.w./day group (Brown, 1982).
    Quelle: http://www.inchem.org/documents/jecf...no/v29je04.htm (vor und mit Tabelle 2)


    Zum Thema Kaninchen findet man in dem Text nur einen Versuch zur Emroyonentoxität. Bei den üblicherweise vom Tierarzt verordneten Dosen von 10 - 20 mg/kg wurde an den trächtigen Versuchstiere nichts aussergewöhnliches beobachtet.
    One doe in the 63 mg/kg b.w./day group aborted on gestation day
    27, while 2 does in this group and one in the 25 mg/kg b.w./day
    group were found to have resorbed their litters. An increase in
    skeletal anomalies (13th rib) and delayed ossification of cranial
    bones occurred in the 63 mg/kg b.w./day group. Based on these
    findings the investigators concluded the NOEL for this study was
    25 mg/kg b.w./day (Scholz & Baeder, 1973).
    Fenvbentazol ist weder besonders giftig, noch scheint es sonst ein sehr belastendes Medikament. Zu Behaupten, das Medikament habe "keien Nebenwirkungen" wär aber unseriös, zumal Übelkeit bei Hund und Katze durchaus anerkannte Nebenwirkungen sind.
    Ob leichte Nebenwirkungen wie z.B. Schwindel oder Übelkeit auftreten, untersucht man bei Laborversuchen normalerweise gar nicht.

  14. #14
    Hoppywood und Fonds für alle Felle Avatar von Katharina
    Registriert seit: 15.08.2006
    Ort: Kölsche Toskana
    Beiträge: 19.152

    Standard

    Hallo april,

    ich habe den Bericht heute bei meinem TA abgegeben und wir werden nach Ostern darüber uns austauschen. Er hatte mir immer von den gegensätzlichen Meinungen der Kollegen auf Kongressen berichtet.

    Er hat schon einen kurzen Blick drauf geworfen und wollte wissen ob du Biologin bist, was darf ich ihm dazu antworten?

    Dann hatten wir heute eine kleine Diskussion über Sinn oder Unsinn einer Antibiotikagabe. Hast du dazu auch Erkenntnisse? Auf den Parasiten wirken die AB ja nicht, sind denn Bakterien "im Schlepptau" oder vermehren sich da vorhandene aufgrund des geschwächten Immunsystems oder wie muss ich mir das vorstellen?
    Liebe Grüße von Kathi und ihren Kaninchenfellen, erreichbar unter kathis-kaninchenfelle@posteo.de


    Hoppywood Teil 1: https://www.kaninchenschutzforum.de/...ad.php?t=48411

  15. #15
    Kaninchenraum- Liebe kennt kein Handicap ♥ Avatar von Tanja F.
    Registriert seit: 25.01.2012
    Ort: Baden-Württemberg
    Beiträge: 1.070

    Standard

    Zitat Zitat von bunny-in Beitrag anzeigen
    Ich bin ein Freund geworden, dass man mit möglichst wenig Stress, gesunder Ernährung und ggf. gezielten Immunsystempushs und zwar in gesundem Sinne, wesentlich effektiver seine Tiere gesund halten und vor EC schützen kann, als man das über Panacur-Kuren "gesund" schafft.
    so sehe ich das bei allen Krankheiten.
    Klar, was muss das muss, aber nicht unter allen Umständen.
    Mümmelkasse

    "Wir sollten Tiere mit Liebe behandeln und ihr Leid lindern, wo immer wir können." Dalai Lama

  16. #16
    notmeerschweinchen.de Avatar von Tipa
    Registriert seit: 20.07.2012
    Ort: Berlin
    Beiträge: 293

    Standard

    [QUOTE=april;2825144]
    Zitat Zitat von Katharina Beitrag anzeigen
    Auf der Basis dieser in vitro Wirkung haben Ewrigmann und Göbel 1999 dieses Antibiotikum verwendet. Sie haben dazu unterstützend Dexamethason eingesetzt und mit dieser Kombination 50% ihrer 20 therapierten Kaninchen "geheilt". Alle 20 Kaninchen hatten neurologische Symptome.
    Hmmm, scheint nicht mehr en vogue zu sein - ich war nämlich mit der EC-Häsin hier erst in der Praxis Göbel (wenn auch nicht bei ihm selbst) und dann bei Ewringmann, bei beiden gab's nur das Standard-Programm VitB/Panacur + bei Ew. noch Cortison+AB + immununterstütztenden Kleinkram.

    Zitat Zitat von bunny-in Beitrag anzeigen
    Dass Panacur daher von Dr. Ewringmann kritisch betrachtet bzw. nicht mehr genutzt wird, nun gut, das ist ihre Sache und die der dies anwendenden Therapeuten.
    Nee, stimmt nicht, vor 2 Monaten hat sie's der EC-Häsin hier verschrieben, wenn auch mit dem Kommentar dass noch nicht endgültig geklärt ist wieviel es in diesem Stadium wirklich bringt weil es die Erreger im Rückenmark nicht erreicht.

    Zitat Zitat von Katharina Beitrag anzeigen
    Dann hatten wir heute eine kleine Diskussion über Sinn oder Unsinn einer Antibiotikagabe. Hast du dazu auch Erkenntnisse? Auf den Parasiten wirken die AB ja nicht, sind denn Bakterien "im Schlepptau" oder vermehren sich da vorhandene aufgrund des geschwächten Immunsystems oder wie muss ich mir das vorstellen?
    Meine TA meinte damals dass AB auf jeden Fall sinnvoll ist wenn man gleichzeitig Cortison gibt (war bei dem EC-Fall hier so).

    Zitat Zitat von Zeppelinchen Beitrag anzeigen
    Nachdem in der Studie von Sieg keine Verbesserung oder Verschlechterung durch Cortisongabe auftrat, die Antibiotikagabe die Überlebenschance jedoch um 1/3 erhöhte, sagt mein subjektives Bauchgefühl der Verzicht ist richtiger. Wie eben dein Bauchgefühl sagt, dass mit Cortison behandelte akute EC - Fälle schneller genesen.
    Cortison war bei dem EC-Fall hier (auch) dazu da, eine evtl. nicht auf dem Röntgenbild zu sehenden Schaden der Wirbelsäule auszuschließen (aus demselben Grund gab's auch erst ein Schmerzmittel) bzw. auf Verdacht zu behandeln. Bei einem akuten EC-Fall heist's wohl viel hilft viel, denn die Erkrankung ist ja sehr ernst.

  17. #17
    Hoppywood und Fonds für alle Felle Avatar von Katharina
    Registriert seit: 15.08.2006
    Ort: Kölsche Toskana
    Beiträge: 19.152

    Standard

    Das erste Zitat ist nicht von mir.

    Meine TA meinte damals dass AB auf jeden Fall sinnvoll ist wenn man gleichzeitig Cortison gibt (war bei dem EC-Fall hier so).
    Warum genau?
    Liebe Grüße von Kathi und ihren Kaninchenfellen, erreichbar unter kathis-kaninchenfelle@posteo.de


    Hoppywood Teil 1: https://www.kaninchenschutzforum.de/...ad.php?t=48411

  18. #18
    notmeerschweinchen.de Avatar von Tipa
    Registriert seit: 20.07.2012
    Ort: Berlin
    Beiträge: 293

    Standard

    Zitat Zitat von Katharina Beitrag anzeigen
    Das erste Zitat ist nicht von mir.
    Wupps, sorry, mein Fehler beim Zusammenbasteln.

    Zitat Zitat von Katharina Beitrag anzeigen
    Meine TA meinte damals dass AB auf jeden Fall sinnvoll ist wenn man gleichzeitig Cortison gibt (war bei dem EC-Fall hier so).
    Warum genau?
    Weil Cortison immunsuppresiv ist und so die Wahrscheinlichkeit von Infektionen zunimmt (und das kann man bei EC ja nun überhaupt nicht brauchen).

    Das ist natürlich alles nur meine Erinnerung an das Gespräch, ich habe es aber versucht gleich danach hier im Forum wiederzugeben - s. mein Original-Post: http://www.kaninchenschutzforum.de/s...=1#post2645919

  19. #19
    Gast
    Gast

    Standard

    *Hab erstmal nix beizutragen, möchten den Thread aber abonnieren.*


  20. #20
    notmeerschweinchen.de Avatar von Tipa
    Registriert seit: 20.07.2012
    Ort: Berlin
    Beiträge: 293

    Standard

    Zitat Zitat von Amber Beitrag anzeigen
    *Hab erstmal nix beizutragen, möchten den Thread aber abonnieren.*
    Tipp: Themen-Optionen -> Thema abbonieren :->

    Zitat Zitat von Zeppelinchen Beitrag anzeigen
    Wenn der Tierarzt, die Differenzialdiagnose außen vor lässt und nach dem Leitsatz "Viel hilft viel" vorgeht, kann er das eine oder andere Tier umbringen.
    Damit's nochmal klar ist: Ich habe Frau Ew. nicht unterstellt nach dem Motto "viel hilft viel" vorzugehen. Bei akuten/starken Symptomen mit daher nicht unbedingt guter Prognose kann es aber sinnvoll sein, nicht zu lange auf die 100%ige Differentialdiagnose "Ja, es kann nur EC sein" zu warten sondern ggf. andere mögl. Auslöser (z.B. verdeckter Wirbelsäulenschaden) mitzubehandeln und nach ein paar Tagen zu sehen, ob's hilft. Das gilt umso mehr, als Cortison anscheinend für beide Diagnosen helfen kann - das sind Abwägungen für die ich mich freue diese super TA zu haben, die mir netter Weise aber immer genau erklärt was sie wieso macht, denn die Verantwortung habe ja letztlich immer ich.

    Da die EC-Häsin hier widererwartend wieder zu 100% fit ist und meterweite Sprünge macht kann ich als nicht-TA und Medizin-Dilletant nur sagen: War richtig so.

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