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Thema: Fenbendazol: Wirkungsweise gegen E. Cuniculi (Überblick)

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  1. #11
    Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Zitat Zitat von mausefusses Beitrag anzeigen
    Man erkennt aber EC ja in der Regel erst wenn es im Gehirn angekommen ist und genau da kommt Panacur ja nicht hin.
    Damit begründet Ewringmann, zumindest in ihrem Buch, auch den Verzicht von Panacur bei EC-Therapie.
    Das ist aber nicht korrekt. E. Cuniculi äussert sich schon lange vorher, und die klinischen Symptome sind sehr vielfältig: Verdauungsprobleme, Nierenschäden, lokale Entzündungen, Gewichtsverlust, Teillähmungen usw.

    Zitat Zitat von Tanja F. Beitrag anzeigen
    Aber man setzt es ein bei Zoonosen, soweit ich informiert bin (berichtigt mich, wenn ich falsch liege) und damit fängt der ganze Mist doch an.
    Es macht ja nich *zack* und es ist nur das Gehirn betroffen.

    Panacur scheint ja auch dafür gegeben zu werden, damit der schlimmste Fall der Fälle eben nicht eintritt.
    Das ist teilweise korrekt. Man setzt es in diesem Fall gegen Microsporidien ein.

    Zitat Zitat von mausefusses Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Tanja F. Beitrag anzeigen
    Aber dann sind die Zoonosen ja trotzdem noch im Organismus, oder seh ich das falsch?
    Das sind sie aber ja eh bei 80% aller Tiere, angeblich?

    Hinzu kommt das Panacur ja über die Nieren abgebaut wird und diese ja durch EC eh geschädigt werden.....
    Die Anzahl betroffener Tiere beträgt bei Heimbeständen in Deutschland etwa 30% und bei Zuchtbeständen etwa 45%.
    Panacur wird nicht über die Niere, sondern über die Leber abgebaut.

    Zitat Zitat von Tanja F. Beitrag anzeigen
    Wenn man ja weiß das Panacur hilft gegen den Erreger (auch wenn dieser dann bereits im Gehirn sitzten mag), dann ist doch die logische Schlußfolgerung, das man auf jeden Fall mit Panacur behandelt.

    Gehirnschäden werden ja dann zusätzlich behandelt.

    Oder bin ich da falsch informiert?
    Gehirnschäden lassen sich nicht mehr behandeln. Durch das Platzen der Zelle kommt es zu finalen Schäden, und nur regenerierbare Zelltypen können vom Kaninchen ersetzt werden.

    Die Schlussfolgerung ist allerdings richtig. Denn: Das Kaninchen kann prinzipiell auch ohne Medikamente die Infektion kontrollieren.

    Zitat Zitat von mausefusses Beitrag anzeigen
    Ich will doch auch nur wissen warum , wenn Panacur so super ist, EC ohne Panacur therapiert wird.
    Ich finde das zumindest interessant und scheue mich etwas jeden TA, der ohne Panacur arbeitet, als ungebildet abzustempeln.

    Ich weiß es doch auch nicht und hab das auch nie behauptet. Ich kenne nur den Klassiker das Panacur eben nicht liquorgängig ist und das es die Nieren schädigt. Studien dazu gibt es, meines Wissens, nicht. Wer soll die auch bezahlen ?
    An diesen Studien hatte die Weltgesundheitsorganisation ein grosses Interesse, weil
    - Panacur für Nutztiere erst zugelassen werden kann, wenn nachgewiesen ist, dass keine Schäden für den Menschen auf dem Teller liegen
    - Benzimidazole tumorblockierende Wirkung haben, was für die Krebsforschung interessant ist
    - HIV-positive Menschen und an AIDS schliesslich erkrankte Menschen von E. Cuniculi bedroht werden und das ein lukratives Gebiet ist

    E.Cuniculi kann zudem ein sehr grosses Problem in Zuchtkaninchenbeständen darstellen, also steht auch dort ein grosses wirtschaftliches Interesse dahinter.

    Es ist also keinesfalls so, als würde das niemanden interessieren. Ganz im Gegenteil interessiert es in sehr vielen Fachgebieten, und die wenigsten Tierärzte haben die Zeit, in all diesen Fachartikeln zu lesen.

    Es hat mit "ungebildet" nichts zu tun. Forschungsergebnisse brauchen meistens so 20-30 Jahre, bis sie allgemein anerkannt sind.

    Zitat Zitat von roterlockenengel Beitrag anzeigen
    sollte aber herausgefunden werden, das ferbendazol keine wirkkung zeigt und man nur mit ab behandeln kann, würde ich das nciht mehr geben. aber solange möchte ich eben meinem tier die besten chancen geben.
    Es wird eigentlich vielfach das Gegenteil herausgefunden: Dass Fenbendazol wirksam ist.

    Zitat Zitat von roterlockenengel Beitrag anzeigen
    ich glaube auch das fr.dr.hein aus augsburg hierzu einige studien veröffnelticht hat, und hatte sie damals als ich mcih über sie informiert habe auch gelesen. und da deckten sich ihre studien mit dem von april schon.
    Wundert mich nicht, sie war an der Studie beteiligt

    Zitat Zitat von roterlockenengel Beitrag anzeigen
    meine ärztin hatte mir das einmal so hausfrauentechnisch erklärt, der erreger entsteht im darm und da können wir ihn mit panacur eindämmen und daran hindern das er noch mehr sich vermehrt. das ab wirkt im gehirn/körper und dient dazu die entzündungen, schwellungen organschäden zu behandeln.
    vitamin b als unterstü+tzung für die nerven. und den rest muss das tier und sein immunsystem mit dieser unterstützung bewältigen.
    Quasi vollständig korrekt, mit der Erweiterung, dass Fenbendazol auch im Körper wirkt.
    Geändert von april (25.03.2013 um 14:14 Uhr)
    Zwei Franzosen, zwei Schweizer, zwei Holländer, ein Japaner, zwei Loh, zwei Fürsorgefelle und ein "Weideunfall"

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