Quarantäne ist das nächste strittige Thema. Die Schnupfenerreger wie Pasteurellen kann sich an den Kleidern anheften, an den Schuhen. Wenn man also nicht mit Schutzkleidung zwischen den Gehegen läuft ist eine Ansteckung unumgänglich. Wer glaubt in einem Haus zwei Gruppen halten zu können eine Schnupfer eine Nichtschnupfer, der macht sich was vor. Es ist im Fall der Pasteurellen sogar möglich, dass der Mensch selbst Träger der Bakterien wird. Ich war vor meiner Tätigkeit bei der Kaninchenberatung bei der Kaninchenhilfe und mir ist keine einzige Pflegestelle bekannt, wo die eigenen Tiere nicht irgendwann auch infiziert waren. Denn bei besten Absichten niemand schafft es eine Quarantäne mit Kleiderwechsel mehrmals am Tag zu machen und das über Jahre, man vergesse auch nicht den Mundschutz. Ich persönlich würde daher nie ein Tier von jemandem nehmen, der Schnupfer- und "Nichtschnupfergehege" hat.Und was die Unterschiede der Erkrankung bei den Bakterien betrifft. Pasteurellen wüten mehr oder weniger im Körper. Die Tiere sterben irgendwann und bei der Obduktion sieht man dann, was die Erreger mit den Organen angestellt haben. Wieder andere Schnupfen und zwar dermaßen dass sie regelrecht am Eiter ersticken. Wieder andere neigen zu extremer Abszessneigung, eine kleine Bißwunde wird da gerne zum Abszess. Im Vergleich hierzu bei Pseumonaden ein gelegentliches Hatschi und chronischer seröser Ausfluß.Natürlich gibt's auch hier schwere Verläufe aber meistens sind dann parallel auch schon Bordetellen oder Pasteurellen mit im Rennen. Eine richtige Party also fürs Immunsystem wenn beide Erreger aufeinandertreffen.