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Thema: Welche Tannen darf man verfüttern?

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    ich heiße nicht Else! Avatar von Else65
    Registriert seit: 18.10.2009
    Ort: Hasenhausen
    Beiträge: 2.030

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    Zitat Zitat von Getorix Beitrag anzeigen
    Hallo
    Ja, Tannine sind Gerbstoffe und verändern Eiweisse. Nur verabreichen wir unseren Kaninchen ja nicht Tannin, sondern Tannennadeln (die Rinde wird bei Tanne fast nie gefressen), was eine völlig andere Situation ist.


    gut, da hast du recht, aber ganz ausschließen, dass sie die rinde fressen können wir auch nicht.... es sei denn wir schütten nur die nadeln hin

    weiterhin bleibt ja die beobachtung von schlis TA bestehen... ob das jetzt durch tannin oder chemikalien verursacht wurde... man weiß es ja letztenendes nicht

    und was ist denn eigentlich in tanne so an wertvollen inhaltsstoffen drin, dass man die jetzt unbedingt füttern muss?
    Geändert von Else65 (27.12.2010 um 16:07 Uhr)
    LG
    Claudia


    Das Licht am Ende des Tunnels - kann auch irgendein Idiot mit `ner Taschenlampe sein.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Getorix
    Registriert seit: 14.08.2009
    Ort: Schweiz
    Beiträge: 677

    Standard

    Hallo

    unbedingt Füttern muss man Tannen nicht.

    aber sie gehören halt zu den wenigen Pflanzen, die im Winter noch grün sind und die den Kaninchen im Winter direkt aus der Natur sammeln kann. Und die Jungbäume werden auch nachweislich von den wild lebenden Verwandten unserer Süssen gefressen, sie sind daher ein ganz naheliegendes und natürliches Winterbeifutter.

    Ein paar wertvolle und sogar einige medizinisch bedeutende Inhaltsstoffe sind da übrigens auch drin. Ich hab leider all meine Pflanzenbücher am Studienort und kann jetzt nichts nachlesen, aber gerade das ätherische Öl, das den typisch tannenartigen Geruch verusacht, wirkt entzündungshemmend und antimikrobiell und findet auch in der Naturheilkunde breiten Einsatz zur Vorbeugung von Krankheiten, stärken der Abwehrkräfte und zum Lindern von Beschwerden.

    Vor einigen Jahren hatte ich eine Kaninchendame mit chronischem Schnupfen. Es könnte Zufall gewesen sein, aber mir schien es, dass es ihr besser ging, wenn ich Nadelbaumzweige anbot. Sie frass auch immer dann plötzlich mehr Tanne, wenn es ihr wieder schlechter ging.


    aber ganz ausschließen, dass sie die rinde fressen können wir auch nicht
    Auschliessen kann man es nicht. Aber wenn sie es machen, dann bewusst. Wesentliche Gerbstoffe bemerkt man beim Essen nämlich deutlich. Wir Menschen kennen das ja z.B. bei einer Tasse Schwarztee, die lange zog, wie sich im Mund alles zusammenzieht und hinterlässt ein komisches Gefühl hinterlässt. So ähnlich dürfte es den Kaninchen auch gehen. Das ist vermtulich auch der Grund, weshalb sie jeweils nur wenig Nussbaumblätter fressen und die meisten von ihnen auch kaum an Tannenrinde knabbern.

    Liebe Grüsse
    Lina

  3. #3
    Rentier Avatar von Bunny
    Registriert seit: 12.11.2006
    Ort: Berlin-Spandau
    Beiträge: 3.774

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    mir fällt da grad was anderes ein, leider weiss ich die Quelle nicht mehr da Jahre her:

    Diese Studie hat ergeben, das selbst die Haltung auf Sägespänen die aus Nadelhölzern gewonnen wurden schädlich für die Tiere sein soll, da diese für die Tiere schädliche Stoffe "ausdünsten/freilegen.

    Und daher kann ich mir auch gut vorstellen, dass verfüttern von Nadelhölzern nicht so bekömmlich für die Nins sein soll.
    Charly*1997+25.1.06, Nomi*2004+3.11.08, Hoppel*2003+3.8.12, Wanja*2004+2.9.13 Lea *2008 +15.10.2018 Felix * 2008 +12.04.2019

    Ihr habt mir soviel gegeben, dafür danke ich euch

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von Getorix
    Registriert seit: 14.08.2009
    Ort: Schweiz
    Beiträge: 677

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    Hallo,

    das ist interessant, ich hab dazu (von einem Streuhersteller) diesen Artikel gefunden:
    http://www.hugro.de/de/startseite-ar...-schaedlich.pl


    aber eben, wie schon oben erwähnt. Von meinen Kaninchen wird sowohl die Rinde, als auch das Holz gar nicht erst angerührt, einzig die Tannenadeln werden in kleinen Mengen und sehr dosiert, gerne angenommen.
    Aber selbst da dauert es Tage, bis so ein Tannenzweigchen kahlgeknabbert ist.

    Ich seh das Anbieten von Nadelbaumzweigen im Winter halt als Service am Kaninchen, wenn sie mögen, dürfen sie daran knabbern und wenn sie nicht wollen, dann lassen sie es. Den Beobachtungen nach scheinen die Kaninchen zu wissen, wie viel ihnen etwa gut tut und wann es zu viel ist.

    Anders würde es aussehen, wenn ich das Gefühl hätte, dass die Kaninchen sich von Tannenzweigen ernähren sollen und ich sie, z.B. mit Einschränung des übrigen Futters, halb dazu nötige, übermässig Tanne zu fressen. Aber ich glaube nicht, dass hier im Forum irgendjemand auf die Idee kommt, seine Kaninchen mit Tannen und Fichten ernähren zu wollen. Bei Halter, die das tun, kann ich mir schon irgendwie vorstellen, dass das Tier dann beim Tierarzt landet. Nur ist das kein Tannenproblem, das schafft man bestimmt auch mit Chicorée.


    Liebe Grüsse
    Lina

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