Also mit den Zähnen bin ich echt bei einer richtig tollen Zahntierärztin.
Sie legt sich sowas von ins Zeug, geht auf Fortbildungen und macht NUR Zahnsachen.
Sie ist gewissenhaft. Seine Zähne wuchsen wie verrückt, er hatte bestimmt zehn blutige Wackelzähne und schon leichten Eiter.Alles war entzündet und er hat damit vorbildlich gefressen.
Es gab zwei Möglichkeiten: Entweder alles ziehen, was unmöglich war, weil die Zähne wie Korkenzieher im Kiefer liegen und schon an der Augenhöhle kratzen. Er hätte dann Wurzelreste drin und man hätte den Kiefer wahrscheinlich gebrochen.
Außerdem verträgt er keine Narkosen und das wäre sowieso sein Todesurteil gewesen.
Wenn wir die Zähne dezent gekürzt hätten, wären wir alle drei Wochen dort gewesen und das ist mit dem Schnupfen sowas von nach hinten losgegangen. Außerdem kann man das Wurzelwachstum Richtung BEIDE Augen nur durch die radikalere Kürzung hemmen. Er hatte immer Augentränen und einen immensen Druck im Kiefer, man spürt das so deutlich, dass sich das gebessert hat, er ist viel gelöster und glücklicher.
Keiner hat gewusst, dass die Zähne nicht mehr wachsen, aber das Zahnsäckchen muss einfach geschädigt sein. Es ist auf der einen Seite super für ihn, er muss nicht mehr geschliffen werden, die Gefahr vom Durchbruch ist auch eher gebannt, der Druck bleibt weg. Auf der anderen Seite frisst er schlechter und hat beim Essen Schmerzen, die er vorher nicht hatte. Die TÄ meint aber, dass das kleinere Übel ist, denn die entzündeten Wackelzähne hätten multiple Abszesse verursacht und diese Schmerzen will niemand haben.
So machen wir ihm alles klein und er kann es sehr gut fressen. Blättriges und härteres Futter tut einfach weh und er schiebt es hin und her, bleibt aber dran. Schmerzmittel bekommt er bei Bedarf.
Seine Lunge ist ganz in Ordnung, nicht perfekt wie es sein soll, aber für drei Jahre Schnupfen ist sie ok.
@ Birgit: Meinst du wirklich, dass man einen Schnupfer, der schon drei Jahre Symptome hat wieder symptomlos bekommt?
Unter dem Baytril ging es ihm ein dreiviertel Jahr sehr gut. Das würde bedeuten, dass wir wieder ein Langzeitantibiotika suchen müssen und es auch geben müssen.Ich kann schin spritzen und das wäre auch kein Problem, aber die TÄ schlug eben das Gentamicin vor, weil es toll geholfen hat und es wäre ja auch genial gewesen.
Sie hat noch ne Idee bzgl. eines ABs, das dem Baytril sehr ähnlich ist, wogegen aber noch keine Resistenzen vorliegen sollen. Es nennt sich Veraflox und man kann es auch dauerhaft geben.
Wir haben schon mit ACC inhaliert, es oral gegeben, Bisolvon inhaliert und es ebenfalls so gegeben. Es verschlechtert wirklich alles, weil er total mit dem abfließenden Schleim überfordert ist. Bei ihm kommt ja gar nix aus der Nase, sondern es läuft den Rachen runter und dann schluckt er wie verrückt und bekommt Panik.
Ne Idee wäre vielleicht noch das Mucosolvan, das beruhigt ja auch eher.


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