Der finanzielle Aspekt ist mir persönlich völlig egal. Was mir nicht egal ist, ist, dass ich 8 Jahre lang ständige Krankheiten, Ängste, Sorgen und Trauer hatte.. und ja, man kann sich darauf einstellen, dass ein Tier MAL krank wird oder verstirbt, aber nicht jährlicher Tod und monatliche Erkrankungen.. das geht mir und meinen Nerven einfach zu weit, sorry.

Für seine Entscheidungen muss man sich auch nicht rechtfertigen und ich werde mich sicherlich auch nicht dafür rechtfertigen, dass ich seit mein Hund 2010 gestorben ist, wieder irgendwann gerne einen hätte, wenn es denn mein Leben zulässt. In Lehre/Studium und Vollzeit haben wir uns damals gegen einen Hund und für Kaninchen und Wellensittiche entschieden. Seit 2010 führe ich fast wöchentlich ehrenamtlich Hunde aus. Das ist keine Blitzidee oder sonst was, sondern so bin ich einfach groß geworden, mit einem Hund.

Natürlich kann man auch bei einem Hund Pech haben. Aber in den meisten Fällen sterben sie daran nicht gleich. Dann wird es zwar deutlich teurer, aber man kann was tun ohne dass es gleich lebensgefährlich ist. Und wenn sie dann doch versterben brauche ich nach dem Tod nicht gleich wieder ein neues Tier anschaffen. Und den Zwang hat man eben bei Tieren, die in der Gruppe leben müssen.

Es gibt zahlreiche Gründe, eine Tierhaltung aufzugeben. Und ich sehe es auch wie Keks.. es ist unfair darüber zu urteilen. Nicht jede Tierart ist für jeden gleich gut geeignet. Und ich glaube persönlich nicht, dass wir uns wieder Kaninchen anschaffen werden. Die letzten 8 Jahre haben mich so geprägt, so traurig es auch ist. Aber ich werde davon ebenfalls krank! 8x habe ich es versucht und schon 6x verloren...
Dennoch finde ich die Tiere nach wie vor toll und könnte mir z.B. Urlaubsbetreuung gut vorstellen und erst recht hier weiter aktiv mitzuarbeiten.