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Thema: Welche Pflanzen (im großen Gemisch)wirklich giftig?

  1. #1
    Chefin (??) über 16 Pfoten
    Registriert seit: 12.08.2014
    Ort: Stutensee
    Beiträge: 66

    Standard Welche Pflanzen (im großen Gemisch)wirklich giftig?

    Meine Frage:ich pflücke nun in der 2. Saison Wiese. Da ich in diesem Jahr aufgrund der.Blütenstände schon einiges mehr bestimmen konnte/kann,wächst mein Angebot. Aber leider damit auch die Unsicherheit,ob etwas wirklich Gefährliches darunter sein könnte. Habt ihr spontan Wildpflanzen,Gräser,Kräuter für mich,die auch bei guter Mischung(also eben nicht einzeln in großen Mengen) zum Problem werden könnten?
    Mein 'Was blüht denn da'gibt ja nur Auskunft über die Giftigkeit für Menschen. Alles,was ich dann zusätzlich hier im Forum nachrecherchiert habe,wurde verfüttert.
    Ich hoffe,ihr könnt mir weiterhelfen.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit: 10.03.2016
    Ort: Hannover
    Beiträge: 159

    Standard

    Mir würden da spontan nur die Hardcoresachen einfallen wie Aronstab, Fingerhut, Schierling, Herbstzeitlose, Rittersporn etc. Und selbst da würde ich davon ausgehen, dass wenn da ausversehen ein kleines Stück drin ist und die Tiere ab libitum ernährt werden, sie das liegen lassen. Trotzdem sollte man natürlich aufpassen, dass man sowas nicht rein bekommt.

  3. #3
    Nie wieder Kaninchen ;) Avatar von Heike O.
    Registriert seit: 03.09.2012
    Ort: Land der Hasennasen
    Beiträge: 6.649

    Standard

    Mir fällt nur ein Baum ein: Eibe. Steht manchmal in Parkanlagen, da könnten Nadeln oder dünne Zweige auf dem Gras landen. Aber ich vermute mal, das ist nicht der Ort, an dem Du sammelst.

    Hat's Kaninchen keinen Spaß, schenk' ihm grünes Gras.
    Auch Grünkohl und Radiccio machen das Kaninchen froh.

  4. #4
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit: 09.04.2012
    Ort: Zürich
    Beiträge: 4.166

    Standard

    Ich schneide die Wiese mit der Sense und habe deshalb keine Möglichkeit, aufzupassen was in das Gemisch kommt. Selbst die "Hardcoresachen" sind meistens für das Kaninchen weitgehend harmlos, weil sie es entweder gar nicht essen oder nach einem Biss stehen lassen, oder so geringe Mengen nehmen, dass es ihnen nichts ausmacht. Vom Schierling zum Beispiel können sie sogar relativ viel fressen, ohne dass sie irgendwelche Symptome zeigen.

    Man muss auch berücksichtigen, dass Kaninchen viele Schutzmechanismen haben, um mit dem Problem "Ist die fremde Pflanze verträglich oder nicht" umzugehen: sie hauen normalerweise nicht blindlings einfach tonnenweise irgendeine neue Pflanze weg wie Kartoffelchips, sondern machen alle paar Stunden mal einen halben Biss, sie haben ein überragendes Riechvermögen, sie verwerten eine ganze Reihe von echten Giftstoffen anders als wir Menschen, weshalb diese Giftstoffe ihre Wirkung nicht ausüben (man denke etwa an die Alkaloide von Nachtschatten oder JKK) usw. Aus dieser Perspektive heraus bin ich immer geneigt zu sagen: Für ein Kaninchen gibt es eigentlich keine gefährlichen Pflanzen. Es ist eher so, dass das Kaninchen nachweislich für die Pflanzen sehr gefährlich ist.

    Meiner Erfahrung nach ist es viel wichtiger, dass man die Wiese kennt, auf der gepflückt wird: Wann wird gedüngt, wann werden eventuell Pflanzen vergiftet (manche Bauern in der Schweiz vergiften gerne den Sauerampfer, weil der bei Milchvieh nicht so gut ankommt, aber man sieht die Giftwirkung an der Pflanze erst nach 2-4 Tagen. Deshalb muss man das wissen, damit man nicht eine vergiftete Pflanze in's Gehege wirft), wann wird Dünger ausgebracht, schmeisst da jemand seinen Müll hin usw. In einer bewirtschafteten Wiese sind das die wichtigen Punkte, da gibt es dann keine unverträglichen Pflanzen und man kann unbesorgt pflücken.
    Zwei Franzosen, zwei Schweizer, zwei Holländer, ein Japaner, zwei Loh, zwei Fürsorgefelle und ein "Weideunfall"

  5. #5
    Chefin (??) über 16 Pfoten
    Registriert seit: 12.08.2014
    Ort: Stutensee
    Beiträge: 66

    Standard

    Danke für eure Antworten. Ich habe in diesem Fall das Glück ländlich zu wohnen,wo wir viele Flächen haben,die oftmals sich selbst überlassen sind bzw.nur ein-/zweimal im Jahr zur Heuernte herangezogen oder gemulcht werden. Dort gibt es oft auch alte Obstbaumbestände um die sich keiner kümmert. Zu bestellten Flächen halte ich Abstand.Und auf Parks muß ich aufgrund der Gegebenheiten glücklicherweise nicht ausweichen..

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von Ralf
    Registriert seit: 22.03.2011
    Ort: Helmstedt
    Beiträge: 6.809

    Standard

    Meiner einer ist auch ein Pflücker, der alles, was er so zu fassen kriegt, für die Nuffels erntet. Anfangs hatte ich da auch große Bedenken, aber wer die kleinen Wackelnasen mal beim futtern beobachtet, wird feststellen, das es nur so aussieht, als schaufeln sie alles blind in sich rein. Aber bei genauerer Betrachtung (zumindest hier ist das so) wird erstmal die gesamte gepflückte Wiese mit der Nase inspiziert. Aus dieser Inspektion wird erstmal das raus gefuttert, was bekannt ist und als harmlos und vor allem auch lecker eingestuft wird. Nicht, dass der andere einem das wegfuttert. Hier ist das in der ersten Stufe meistens Gras, Löwenzahn oder Wegeriche. Erst später wird versucht das Gesammelte auseinander zu ziehen und dann wird gezielt das herausgepickt, was man kennt. In meinen Augen ist ein Tier, was an die Wiese gewöhnt ist, vor Vergiftungen so lange sicher, wie auseichend Futter im Gehege liegt. Bei Kaninchen gilt: Je mehr, desto besser. Gefährlich wird es erst dann, wenn nicht mehr genug Futter im Gehege liegt, denn dann geht ein Kaninchen evtl. auch an die Dinge, die nicht bekömmlich sind.


    LG
    Ralf
    Vergiß niemals, dass auf der anderen Seite ein Mensch sitzt.

    „Tiere sind meine Freunde und ich esse meine Freunde nicht.“ George Bernard Shaw

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mikado
    Registriert seit: 24.04.2012
    Ort: Kleines Kaff
    Beiträge: 2.290

    Standard

    Zitat Zitat von april Beitrag anzeigen
    Ich schneide die Wiese mit der Sense und habe deshalb keine Möglichkeit, aufzupassen was in das Gemisch kommt. Selbst die "Hardcoresachen" sind meistens für das Kaninchen weitgehend harmlos, weil sie es entweder gar nicht essen oder nach einem Biss stehen lassen, oder so geringe Mengen nehmen, dass es ihnen nichts ausmacht. Vom Schierling zum Beispiel können sie sogar relativ viel fressen, ohne dass sie irgendwelche Symptome zeigen.

    Man muss auch berücksichtigen, dass Kaninchen viele Schutzmechanismen haben, um mit dem Problem "Ist die fremde Pflanze verträglich oder nicht" umzugehen: sie hauen normalerweise nicht blindlings einfach tonnenweise irgendeine neue Pflanze weg wie Kartoffelchips, sondern machen alle paar Stunden mal einen halben Biss, sie haben ein überragendes Riechvermögen, sie verwerten eine ganze Reihe von echten Giftstoffen anders als wir Menschen, weshalb diese Giftstoffe ihre Wirkung nicht ausüben (man denke etwa an die Alkaloide von Nachtschatten oder JKK) usw. Aus dieser Perspektive heraus bin ich immer geneigt zu sagen: Für ein Kaninchen gibt es eigentlich keine gefährlichen Pflanzen. Es ist eher so, dass das Kaninchen nachweislich für die Pflanzen sehr gefährlich ist.

    Meiner Erfahrung nach ist es viel wichtiger, dass man die Wiese kennt, auf der gepflückt wird: Wann wird gedüngt, wann werden eventuell Pflanzen vergiftet (manche Bauern in der Schweiz vergiften gerne den Sauerampfer, weil der bei Milchvieh nicht so gut ankommt, aber man sieht die Giftwirkung an der Pflanze erst nach 2-4 Tagen. Deshalb muss man das wissen, damit man nicht eine vergiftete Pflanze in's Gehege wirft), wann wird Dünger ausgebracht, schmeisst da jemand seinen Müll hin usw. In einer bewirtschafteten Wiese sind das die wichtigen Punkte, da gibt es dann keine unverträglichen Pflanzen und man kann unbesorgt pflücken.
    Ich halte es wie april und Ralf, und kann darüber hinaus dem o.g. Satz nur zustimmen

  8. #8
    Chefin (??) über 16 Pfoten
    Registriert seit: 12.08.2014
    Ort: Stutensee
    Beiträge: 66

    Standard

    Danke für eure Kommentare. Das macht es einfacher. Ich versuche natürlich weiterhin die Pflanzen zu bestimmen.
    Aber gerade jetzt,wo der Bewuchs teilweise auch sehr hoch ist,nimmt mir das die Angst,daß durch die Unübersichtlichkeit vlt auch mal etwas 'gefährlicheres' imPflückbeutel landet.

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Avatar von Tanja B.
    Registriert seit: 21.12.2010
    Ort: 26954 Nordenham
    Beiträge: 5.756

    Standard

    Ich mache es ebenso wie april und Ralf... Ich wage zwar zu behaupten, dass ich 95% der Pflanzen, die hier wachsen namentlich bestimmen kann, aber es ist mir noch nie was untergekommen, was ich als wirklich bedenklich eingestuft hätte

  10. #10
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit: 09.04.2012
    Ort: Zürich
    Beiträge: 4.166

    Standard

    Zitat Zitat von Pyrinasen Beitrag anzeigen
    wo wir viele Flächen haben,die oftmals sich selbst überlassen sind bzw.nur ein-/zweimal im Jahr zur Heuernte herangezogen oder gemulcht werden
    Das ist bereits "Bewirtschaftung". Echt sich selbst überlassen Flächen, die nie geschnitten werden, verholzen und verbuschen, und da kann man nicht sehr viel pflücken. Ist dann eher ein Paradies für Insekten.
    Zwei Franzosen, zwei Schweizer, zwei Holländer, ein Japaner, zwei Loh, zwei Fürsorgefelle und ein "Weideunfall"

  11. #11
    Erfahrener Benutzer Avatar von Jenny H.
    Registriert seit: 17.05.2014
    Ort: Grafing b. München
    Beiträge: 842

    Standard

    Zitat Zitat von Gertrud Beitrag anzeigen
    Mir fällt nur ein Baum ein: Eibe. Steht manchmal in Parkanlagen, da könnten Nadeln oder dünne Zweige auf dem Gras landen. Aber ich vermute mal, das ist nicht der Ort, an dem Du sammelst.
    apropos ist auch alles giftig,was unter einer Eibe wächst. Daher soll man auch keine Pilze unter Eiben pflücken.

    Ansonsten mache ich das wie Ralf..immer rein ins Tier

  12. #12

    Standard

    Zitat Zitat von Jenny H. Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Gertrud Beitrag anzeigen
    Mir fällt nur ein Baum ein: Eibe. Steht manchmal in Parkanlagen, da könnten Nadeln oder dünne Zweige auf dem Gras landen. Aber ich vermute mal, das ist nicht der Ort, an dem Du sammelst.
    apropos ist auch alles giftig,was unter einer Eibe wächst. Daher soll man auch keine Pilze unter Eiben pflücken.

    Ansonsten mache ich das wie Ralf..immer rein ins Tier
    Wieso sollte alles giftig sein was unter einer Eibe wächst? Hab schon darunter gesammelt und bei mir lebt alles noch

    Ich handhabe es auch wie meine Vorredner, bei mir kommt so ziemlich alles rein, muss schließlich ne größere Menge besorgen, wenn ich da jedes Blättchen zweimal umdrehe werde ich niemals fertig. Meinen Mümmels geht es super damit und sie selektieren brav.

  13. #13
    Erfahrener Benutzer Avatar von Melle
    Registriert seit: 25.11.2009
    Ort: Heiligenhaus
    Beiträge: 364

    Standard

    Sehr beruhigend das hier zu lesen
    Liebe Grüße, Melle

  14. #14
    Chefin (??) über 16 Pfoten
    Registriert seit: 12.08.2014
    Ort: Stutensee
    Beiträge: 66

    Standard

    Ich möchte mich auch noch einmal bedanken,daß sich jetzt doch einige zu meiner Frage geäußert haben.

  15. #15
    Möhrenbande
    Gast

    Standard

    Die wirklich giftigen Pflanzen sollte man kennen, also Maiglöckchen, Eibe, Rizinus etc... Ich sammel anders als andere auch kein JKK (Jakobskreuzkraut), da das erst viel später zu Vergiftungen führt. Sonst halte ich mich aber auch an die Regel, je mehr, desto besser.
    Bisher hatte ich nur positive Folgen: Ich hatte kein Kaninchen mit Blasengries mehr, Zahnprobleme wurden besser und sogar Schnupfenkaninchen ging es merklich besser.
    Ich war früher absoluter Gegner der Wiesenfütterung, wurde aber durch ein chronisch krankes Kaninchen dazu gezwungen, da Wiese das Einzige war, was seine Erkrankung besser werden lies (bis heute mirakulöser chronischer Durchfall). Ich habe bei allen Kaninchen eine Besserung ihrer Erkrankungen bemerkt. Seitdem gibt es im Sommer nur noch Wiese .

  16. #16
    Erfahrener Benutzer Avatar von Simone De.
    Registriert seit: 28.10.2014
    Ort: Kaiserslautern
    Beiträge: 554

    Standard

    Wir haben ein Kaninchen, das verdammt vorsichtig ist, wenn es um neues Futter geht. Da muss jeder Grashalm getestet werden. Er würde eher nicht so schnell in was "böses" reinbeißen.

    Aber auch bei den anderen merkt man, dass bestimmtes immer länger liegen bleibt. So als würden sie es tatsächlich aussortieren. Obwohl sie sehr verfressen wirken. Deshalb würde ich mir da auch nicht so viel Kummer machen. Ich weiß, dass ich bspw. jetzt keine große Mengen von bestimmten Dingen (bspw. Butterblumen) sammeln werde, aber ein Blatt mit Sicherheit niemanden umbringt. Vieles erkenne ich, auch wenn ich die Namen nicht kenne...aber dank der Bilderanleitungen überall...man lernt immer dazu
    Wenn du in der Nacht den Himmel betrachtest, weil ich auf einem von ihnen wohne, dann wird es für dich so sein, als ob alle Sterne lachten, weil ich auf einem von ihnen lache. - Antoine de Saint-Exupéry

  17. #17
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit: 09.04.2012
    Ort: Zürich
    Beiträge: 4.166

    Standard

    Ich hab ja noch nie eine Eibe auf einer Wiese gesehen, auch keine Maiglöckchen auf bewirtschafteten Wiesen. JKK führt bei Kaninchen auch nicht später zu Vergiftungen, sondern überhaupt nicht zu Vergiftungen: JKK.
    Zwei Franzosen, zwei Schweizer, zwei Holländer, ein Japaner, zwei Loh, zwei Fürsorgefelle und ein "Weideunfall"

  18. #18
    Es ist immer zu früh, um aufzugeben. Avatar von Teddy
    Registriert seit: 06.05.2012
    Ort: Wolfsburg
    Beiträge: 3.166

    Standard

    Ich hatte mal einen, der hat im Garten stark gebuddelt und sämtliche Maiglöckchenwurzeln dabei mit zerstört. Das Grünzeug hatten wir schon vorher entsorgt. Dem ging es 14 Tage ziemlich schlecht. Er bekam Vitamin B gespritzt und nach 14 Tagen ging es ihm langsam wieder besser.
    Es ist nicht die Frage, ob Tiere intelligent sind, sondern was sie anstellen müssen,
    damit wir es ihnen glauben

  19. #19
    Banausenbändigerin Avatar von inwi
    Registriert seit: 20.07.2015
    Ort: NRW zwischen Aachen + Heinsberg
    Beiträge: 3.049

    Standard

    Das klingt ja wirklich übel!

    Teddy, hat er die Maiglöckchenwurzeln denn etwa auch gefressen oder nur weggeräumt und sich nachher die Pfötchen geputzt?
    Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut,
    sondern auch für das, was man nicht tut.

    -Laotse-

  20. #20
    Erfahrener Benutzer Avatar von Simmi14
    Registriert seit: 23.02.2010
    Ort: Frankfurt a. M.
    Beiträge: 7.892

    Standard

    Evtl. reicht dann schon das Durchnagen mehrere Wurzeln, weil im Weg?

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