Hallo
wenn gar nichts auf Zahnprobleme hindeutet, liess ich bisher noch nicht röntgen. (aber ich überlege trotzdem mal, ob ich nicht doch mal von jedem Kaninchen mal 1 Röntgenbild machen lasse - Frühstadien erkennt man ohne RöBi nämlich wirklich kaum und da alle meine Tiere beim Vorbesitzer gruslig ernährt wurden und drei von vier in den ersten Wochen bei mir knischend/klackend klangen beim Kauen wär das vielleicht wirklich mal eine Idee.
Wenn eins der Tiere der anscheinend zahngesunden Tiere beim Tierarzt ist, wird der Kiefer abgetastet und kurz mit dem Otoskop (ohne Spreizer) in den Mund geschaut. Aber eine seriöse Zahnkontrolle ist das natürlich nicht. Wirklich viel erkennen lässt sich so ebenfalls nicht.
Mit Spreizer könnte man mehr sehen, aber beim Wachen Tier, das keinen Spreizer kennt, ist das Traumatisierungs- und Verletzungsrisiko zu gross. Meine TA setzt wenn irgendwie möglich keine Spreizer ohne Narkose und ich finde es gut so.
Sobald irgendwas auf mögliche Zahnprobleme hindeutet, bestehe ich aber ohnehin auf Röntgenbilder. Die muss man nicht zwingend in Narkose machen, aber da es meiner Praxis lieber ist mit Narkose, werden meine (fitten) Kaninchen dafür narkotisiert und da dann das Tier schon in (sehr leichter) Narkose liegt, können die Backenzähne dann auch gründlich begutachtet werden. Die Röntgen und Zahnkontrollnarkosen sind von der Belastung her nicht mit einer OP-Narkose vergelichbar, da sie viel leichter und kürzer sind. Ich konnte noch nie was von negativen Nachwirkungen spüren beim Abholen des Patienten.
Röntgenbilder sind für mich bei Zahnproblemen ein Muss. Ohne Röntgenbild kann man viele Zahnprobleme nicht erkennen. Der verdeckte Teil der Zähne ist viel grösser als der sichtbare Zahnteil, grad Infektionen im Wurzelbereich sieht man sehr lange nicht. Bis man ohne Röntgenbild davon merkt, ist es meist schon sehr spät und der Schaden und Schmerzen schon gross. Ich zahle lieber ab und zu ein Röntgenbild und hoffe dann drauf, dass mir dafür grosse Zahnabzesse erspart bleiben.
Hat bisher nicht so geklappt. Das Problem ist nämlich, dass man auch mit Röntgenbilder einiges übersehen kann, wenn der Tierarzt nicht super erfahren im Lesen von Kaninchengebiss-Bildern ist. Kaninchengebiss ist ein anspruchsvolles Thema und eines, in dem die meisten Tierärzte nicht so Übung haben. Manchmal kommt es auf feine Details an, die kaum auffallen und sehr viele Erfahrung brauchen.
Und vorallem drauf, dass man nicht von "ist halt so" ausgeht, sondern dass man nach Ursachen für Spitzen, Assymetrien, zu lange Schneidezähne, zu lange Backenzähne, u.a. ... sucht. Denn die gibt es laut einer Zahnexpertin auch meistens. Bei meinem Zahni wurde geröntgt, aber da die Tierärztin und ich von einer angeborenen Oberkieferverkürzung ausgingen und dass es halt so sei, dass die Schneidezähne nicht richtig abnutzen, wurde seine Schneidezahninfektion zwei Jahre lang übersehen und mein arme Kaninchen lief nun schon über zwei Jahre mit Zahnschmerzen herum (), bis mir dann doch endlich auffiel, dass die Kieferproportionen eigentlich top sind und der Kleine keine Oberkieferverkürzung hat und das Problem daher woanders liegt
. Jetzt da wir es wissen, sehen wir das Problem auch auf den alten Röntgenbildern, aber vorher waren wir durch die Idee "angeboren" mental blockiert, da fiel uns die infizierte Schneidezahnwurzel echt nicht auf, obwohl der ganze Schneidezahn strukturell verändert ist
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. Das Problem ist nämlich, dass man auch mit Röntgenbilder einiges übersehen kann, wenn der Tierarzt nicht super erfahren im Lesen von Kaninchengebiss-Bildern ist. Kaninchengebiss ist ein anspruchsvolles Thema und eines, in dem die meisten Tierärzte nicht so Übung haben. Manchmal kommt es auf feine Details an, die kaum auffallen und sehr viele Erfahrung brauchen.
), bis mir dann doch endlich auffiel, dass die Kieferproportionen eigentlich top sind und der Kleine keine Oberkieferverkürzung hat und das Problem daher woanders liegt
. Jetzt da wir es wissen, sehen wir das Problem auch auf den alten Röntgenbildern, aber vorher waren wir durch die Idee "angeboren" mental blockiert, da fiel uns die infizierte Schneidezahnwurzel echt nicht auf, obwohl der ganze Schneidezahn strukturell verändert ist 
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