Als Außenhalter hat man da vielleicht nochmal eine andere Einstellung zu. Wenn ich zu Hause bin, heißt es da ja auch nicht unbedingt, dass ich dann die Kaninchen im Blick habe - im Gegenteil. Nebenbei bemerken, dass etwas nicht stimmt, kann ich eigentlich kaum, weil ich die Kaninchen ja nur sehe, wenn ich gezielt nach ihnen schauen gehe (besonders bei der Gruppe, die nicht mal auf demselben Grundstück wohnt). Theoretisch könnte in der Zwischenzeit ständig irgendwas passieren, denn die meiste Zeit bin ich nicht bei den Kaninchen, egal ob ich arbeite oder nicht.
Es gibt Tage, da lasse ich sie nur morgens raus und sperre sie spät abends wieder rein. Sei es, weil ich es zeitlich nicht anders schaffe, oder auch nur, weil es in Strömen regnet und ich deshalb keine Lust habe, zwischendurch nochmal nach ihnen rauszugehen... Klar, die Regel ist das nicht, weil ich ja schon auch was von den Tieren haben will, aber es kommt schon immer mal wieder vor. Je nachdem, wann es abends dunkel wird und wann ich sie morgens rauslasse, sehe ich sie dann längstenfalls von halb sieben morgens bis halb elf abends nicht.
Wenn ich mir bei gesunden Kaninchen ständig Sorgen machen würde, dass ihnen irgendwas passiert, wenn ich nicht da bin, würde ich die Haltung wohl aufgeben, das würde mich definitiv totunglücklich machen. Ich kümmere mich gerne, wenn sie krank sind, und lasse alles stehen und liegen, aber solange sie gesund sind, mache ich mir solche Gedanken nicht. Da würde ich verrückt.
Ich habe übrigens während des Fellwechsels von Winter- auf Sommerfell Bauchkandidaten (eigentlich haben es alle schonmal irgendwie gehabt, eine aber dann regelmäßig, einen Darmverschluss gab es zudem auch schon) und ich würde während der Zeit halt nicht unbedingt in den Urlaub fahren, aber das Gefühl, dass ich ständig nach ihnen schauen müsste, habe ich auch dann nicht wirklich. Ich bin lediglich noch aufmerksamer, wenn ich da bin.
Zu meiner Anfangszeit vor 6 Jahren hab ich die beiden auch mal von Freitagabend bis Sonntagmittag alleine gelassen. Das überlebten sie mit massig Futter auch. Heute würde ich sie nicht mehr so lange ohne Aufsicht lassen.
Als Cuddles später zur Bauchpatientin wurde, war ich regelrecht paranoid und hab einmal die Stunde ins Zimmer geschaut und mich kaum noch zur Arbeit getraut.
Das selbe mit meiner letzten - Maggie - auch da hab ich mich furchtbar gestresst, weil sie alle paar Tage Bauch hatte...
Dazwischen gab es noch zu meinem Böckchen, der seit 6 Jahren bei mir lebt, Max und jetzt Sara... Gott ist das entspannend, wenn man sich nicht solche Sorgen machen muss
Ich habe teilweise 12 Stunden Schicht und kann zwischendurch nicht mal nach Hause. Aber bislang ist es daran nie gescheitert. Obwohl sie Bauchnins waren, haben sie immer auch meinen kompletten Dienst überstanden (und sind dann letztendlich an was anderem gestorben).
Das machte ich in Innenhaltung auch öfter. Auch jetzt in Außenhaltung lasse ich meine 3 mal übers Wochenende alleine. Vorausgesetzt, es sind keine 30 oder -30 grad draußen. Heu gibt es in Massen und Frischfutter auch so, dass es 2 Tage reicht. Da gehen dann halt mal 2 kg Möhren drauf.
Wenn ich hier was von wenigen Stunden oder gar einer Kamera lese.. Sry, aber da kann ich nur mit dem Kopf schütteln, da ich persönlich es mehr als übertrieben finde.
Sofern sie in Gesellschaft leben, ist das doch alles kein Drama.
Edit: Natürlich nur, wenn die Tiere gesund sind.
Geändert von Anika B. (03.09.2015 um 21:44 Uhr)
Sehe ich ebenso und für den normalen Arbeitnehmer lässt sich zwar eine Kamera realisieren, aber nicht das zuhausesein alle 3 Stunden.
Ich fühl mich auch schon wie eine Rabenkaninchenmama, da ich normal 9 Stunden aus dem Haus bin, mein Freund häufig noch länger und ich mir auch die Freiheit nehme, hin und wieder nach Arbeit etwas zu nehmen, denn ich lebe nicht nur für die Kaninchen, sondern habe auch noch ein eigenes Leben.
Sollte sich eine Bauchgeschichte anbahnen, gehe ich natürlich nach Arbeit nicht mehr auf die Pirsch oder lasse gegebenenfalls den geplanten Zoobesuch, wie die Tage geschehen, ausfallen, drehe nur eine kürzere Runde, um häufiger schauen zu können und es für den Tierarzt notfalls auch nicht zu spät ist, aber nur weil vielleicht mal ein Pups querhängt renne ich auch nicht gleich mit dem Kaninchen los und setze es vielleicht noch zusätzlichem Stress aus, wenn sich das "Problem" zuhause vielleicht auch lösen lässt. Da bin ich mittlerweile schon um einiges ruhiger geworden und man kennt ja seine Tiere mit der Zeit auch.
Und, ach oh graus, wir waren auch schon mal übwer Nacht weg und hatten mit genügend Futter und einem allgemeinen Wohlbefinden der Kaninchen nicth mal ein schlechtes Gewissen.![]()
Geändert von Danie38 (09.09.2015 um 15:21 Uhr)
Jupp, das handhabe ich auch so.Und, ach oh graus, wir waren auch schon mal übwer Nacht weg und hatten mit genügend Futter und einem allgemeinen Wohlbefinden der Kaninchen nicth mal ein schlechtes Gewissen.
Tatsächlich fühle ich mich dann sogar wohler wenn ich weiß niemand "lungert" da rum, dann muß ich mich nämlich nicht fragen ob die Gehegetür auch zu ist, ob meine Mutter den Tieren ausversehen auf die Füße getreten ist oder oder ...
Sind alle gesund habe ich da kein Problem mit .
Ich gehe meistens zwischen 7 - 7.30 Uhr aus dem Haus und bin abends zwischen 18.30 - 19.30 zu Hause. Fahre halt auch fast 1 Stunde einfache Fahrt. Dafür bin ich Freitags "schon" um 17 Uhr zu Hause. Meine Mama das selbe.
Meine Schwester geht um 6.30 aus dem Haus und ist selten vor 18 - 18.30 Uhr zu Hause, hier auch mein Papa das selbe. Meine Schwester ist früher zu Hause, wenn sie Schule hat.
Ein schlechtes Gewissen hab ich nur, wenn mein Zahnschwein mal wieder schlecht frisst. Sie trenne ich mit einem Gitter ab, damit sie in Ruhe fressen kann.
Das einzigste, was ich nicht machen würde, länger als 1 Tag wegbleiben, wenn von meiner Family sonst keiner da ist.
Grüße von Jenny mit Bella, 4 Meerschweinchen & 1 Hund
Patin von Nora
Immer im Herzen: Finie 2002 - 21.10.2008 ~~ Amy 2005 - 06.05.2015 ~~ Sunny 02.02.2005 - 16.05.2015 ~~ Emma 08.2012 - 08.11.2018 ~~ Tommy 2012 - 22.04.2023
Ich bin froh, auch von solchen Einstellungen (auch von Anika) zu lesen. Danke!
Ich stelle nämlich an mir fest, dass ich mir zu viel Stress mache und das kann ich eigentlich nicht auch noch gebrauchen. Ich sorge gewissenhaft für meine beiden, will aber auch nicht zulassen, dass sich mein ganzes Leben um sie dreht und ich zu viel an Freiheit einbüße. An einem ausgewogenen Gleichgewicht muss ich noch arbeiten.
LG
PS: Dass Außenhalter da vielleicht einen anderen Umgang haben (jemand hatte das geschrieben) kann ich mir auch vorstellen. Das ist irgendwie naturnäher und man hat vielleicht auch eine andere Einstellung zu natürlich abläufen. Wenn die Pelzis bei einem in der Wohnung wohnen, sieht man sie eher als Mitbewohner an. Ist jedenfalls bei mir so. Der Kontakt ist auch näher und man sieht sie halt ständig, wenn man zu Hause ist. Da fühlt es sich dann komisch an, sie zu lange alleine zu lassen.
Ich hatte so was geschrieben, aber es irgendwie anders gemeintWenn du mit natürlichen Abläufen meinst, dass Außenhalter im Krankheitsfall gelassener sind, weil es der Natur entspricht, stimmt das für mich jedenfalls nicht. Ich bin sicherlich nicht unbedingt weniger besorgt, wenn mal was nicht stimmt, aber für mich ist es einfach durchaus normal, die Kaninchen mal für diverse Stunden nicht zu sehen, egal ob ich arbeite oder nicht. Ich bin schon auch viel und gerne draußen, wetterunabhängig (wozu hat man überdachte Gehege), aber so oft wie jemand, bei dem sie im Wohnzimmer rumrennen, sehe ich sie definitiv nicht.
Grundsätzlich hätte ich auch kein Problem damit, sie für einen Tag oder zwei alleine zu lassen, aber da sie dann nicht raus könnten, hätte ich ein schlechtes Gewissen. Deshalb übernimmt immer jemand das Füttern und Wegsperren, wenn ich nicht da bin, auch, wenn es nur kurz ist. Krankheiten würde derjenige aber sicherlich nicht erkennen, das beschränkt sich wirklich auf die rudimentäre Versorgung und das Rauslassen und Einknasten...
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