Ich habe noch nicht sehr viele VGs gemacht, aber da war jede anders. Einmal den Rammler zur Häsin auf "neutralem" Raum von höchstens 2 qm - nämlich einen Meter entfernt vom Zimmer, in dem der Rammler sonst lebte: tiptop.

Einmal zog ein Weibchen freiwillig aus der grossen Gruppe mit grossem Gehege zu einem anderen Weibchen in's kleine Gehege.

Rammler zu zwei Häsinnen - nach ausgiebigem Gerammel alles in Butter.

Gerade dieses Wochenende Rammler zu Rammler+Häsin gesetzt und nach einem Tag das Gehege verkleinert (!) damit sie sich einigen müssen. Bis heute abend sieht es gut aus.

Einmal ausgewachsene Häsin zu 11-Wochen alter Häsin gesetzt und nach einer halben Minute wieder getrennt, weil sie nicht länger brauchten um zu zeigen, dass diese spezielle Kombi grad nicht geht.

Einmal drei Gruppen zusammen gewürfelt und die besorgniserregenden Kämpfe abgewartet.

Einmal drei Gruppen zusammen gewürfelt, wobei ich zunächst die 4 Weibchen miteinander VG hatten, parallel die drei Männchen VG und nach 4 Wochen dann Weibchen und Männchen zusammen gelassen habe.

Ich hab den Eindruck gewonnen, dass
- 2er VG prinzipiell leichter fallen
- das Geschlecht wirklich keine Rolle spielt
- Essigessenz und neutraler Raum vielleicht für unsere Nasen relevant ist, aber nicht für die Hasennasen. Die brauchen das nicht.
- Der Platzbedarf je nach VG-Verlauf geregelt werden muss.
- Versteck- und Ausweichmöglichkeiten sollten gegeben sein.

Ich neutralisiere jedenfalls nichts mehr, fange, wenn es geht, mit viel Platz an, setze sie zusammen und schau mir an, wie es läuft. Es gibt nicht "die VG-Regeln" und dann geht alles piccobello ab. Es gibt nur beliebig viele Kaninchen und ergo beliebig viele VG-Abläufe. Da geht es dann eben so, wie die Kaninchen es gerade hinkriegen. Ein bisschen Glück gehört auch dazu.