Dieses Thema ist das einzige, bei dem ich nicht gleicher Meinung wie Andreas bin, denn m.E. trinken die Kaninchen während einer kurzen trockenen Ernährungsphase wesentlich mehr als sonst und somit wird Flüssigkeit zugeführt. Außerdem ist das nur für ein paar Tage der Fall und nicht über Wochen oder Monate, da würde ich eine reine Heudiät auch kritisch sehen, aber nicht für 2-3 Tage.
Das Problem ist denke ich, dass bei Durchfall viele nicht in der Lage sind, das "richtige" Frischfutter anzubieten, denn wo soll jemand, der eh schon keine Wiese verfüttern kann, dann Äste oder Brombeerblätter herbekommen. Wenn man demjenigen sagt, er soll das Frischfutter nicht reduzieren, dann versschwindet der Durchfall auch nicht.
Ich hatte genau dieses Problem vor einigen Monaten hier im Forum bei einer Userin. Sie hat sehr lange gebraucht, bis sie sich darauf einließ, das Frischfutter "sehr drastisch" zu reduzieren, trotz meiner zahlreichen Überredungsversuche. Das Ende vom Lied war, es hat Wochen gedauert, bis das Frischfutter endlich bei "fast Null" war. In diesen Wochen gab es trotzdem laufend Matschkot und erst dann, als der Matschkot aufgrund der Frifu-Reduktion weg war, konnten wir langsam beginnen, "das richtige/besseres" Frischfutter neu anzufüttern.
Das hätten wir alles viel eher haben können, wenn die Reduktion gleich stattgefunden hätte. Zusätzlich empfehle ich persönlich ein strukturiertes Alleinfuttermittel, damit dem Kaninchen in dieser Zeit, bis es wieder Frischfutter, am besten Wiese in großer Menge verträgt, keine Vitamine, Minerstoffe usw. fehlen.
So hat jeder seine "Philosophie" und seine Erfahrungen.
Ich denke, solange die "Methode" hilft, kann sie nicht so falsch sein, daher bin ich nicht vehement gegen eine "anständige Heudiät" über wenige Tage.



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