Bloß nicht gleich einschläfern!
Wir haben hier auch seit drei Monaten ein querschnittsgelähmtes Kaninchen, den Puck, ein Fundkaninchen. Diagnose ähnlich wie bei Euch.
Es kann sich viel verbessern, man muss es m. E. erstmal ein paar Wochen aushalten, bis man wirklich sagen kann, wie gut die Bewegungen wieder werden und ob das Tierchen stabil ist etc.
Puck hat auch: Röntgen, Cortison, Fußballenmassage, Dehnübungen usw. usw. Wir waren jetzt auch schon zweimal bei einer Physiotherapeutin zur Magnetfeldtherapie, Akupunktur, Lasertherapie (ist alles nicht ganz so teuer, wie es sich anhört). Man muss es mehrmals machen, um beurteilen zu können, ob es hilft. Die Übungen machen wir zuhause selbst mit ihm.
Sein Gehege ist weich gepolstert mit Vetbeds, Handtüchern etc.
Am Anfang war nicht klar, ob wir ihn einschläfern lassen müssen, und da haben wir folgende Kriterien "festgelegt", um weitermachen zu können:
1. Keine Schmerzen
2. Kein Wundliegen über einen längeren Zeitraum mit offenen Stellen
3. Gewicht halten
4. sicher individuell erweiterbar
Heute ist Puck ein verschmustes Kerlchen, der gerne und viel isst und neugierig beobachtet, was man so machtWir sind so froh, ihn nicht nach ein, zwei Wochen eingeschläfert zu haben. Gut, er kann nicht hoppeln, nur vorne laufen und flitzt so durchs Gehege. Nun bekommt er auch bald Gesellschaft (auch ein "behindertes" Kaninchen, zu normal hoppelnden würde ich ihn nicht setzen).
Also was ich sagen will: Man kann viel machen, und so richtig zeigt sich erst eine Tendenz, wenn das Cortison (ein paar Wochen?) gewirkt hat. Und auch dann kann man per Physio den Nervenenden zeigen, wohin sie wachsen sollen. Puck hat am Anfang seine Füße nur mitgeschleift, inzwischen kann er sie bewegen, hat Reflexe etc. Es ist toll zu sehen, wenn ein gelähmtes Füßchen plötzlich zuckt...
Man muss sich selbst auch dran gewöhnen, das stimmt. Aber man sieht auch, ob das Tier, gerade wenn man es kennt, sich quält oder einfach am Leben teilnimmt. Insofern kann man wirklich nicht pauschal sagen, Kaninchenleben mit Querschnittslähmung sei nicht verantwortbar, jedenfalls sehe ich es so, seit ich Puck kenne. Klar ist er eingeschränkt, aber quälen tut er sich definitiv nicht.
Ich drück Euch die Daumen, dass es bei Euch auch Genesung und Erfolge gibt!!![]()
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Wir sind so froh, ihn nicht nach ein, zwei Wochen eingeschläfert zu haben. Gut, er kann nicht hoppeln, nur vorne laufen und flitzt so durchs Gehege. Nun bekommt er auch bald Gesellschaft (auch ein "behindertes" Kaninchen, zu normal hoppelnden würde ich ihn nicht setzen).
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