Samantha starb gestern, am 06.08.2011 (SA), ganz plötzlich in der TA-Klinik am Dorney in Dortmund zwischen 17:30 Uhr und 18:30 Uhr!

Zuletzt habe ich Samantha gesund und munter gegen 0 Uhr freitagfrühs gesehen, da hat sie, wie alle anderen, gefressen.

Es fing damit an, dass wir freitagsnachts (frühs) gegen 2:00 Uhr bemerkt hatten, dass Sammy nirgends im Ninchenzimmer zu sehen war. Da wir sehr müde waren, haben wir uns nichts dabei gedacht und gingen schlafen.

Am selben Tag gegen 10:30 Uhr stand ich auf und ging zur Morgentoilette, warf dabei einen Blick ins Ninchenzimmer und konnte Samantha noch immer nicht sehen.
Skeptisch geworden kletterte ich ins Zimmer (über die Gitter hinüber) und schaute in unserer "Rückzugshütte" nach. Tatsächlich saß sie da, Kreislaufprobleme.
Schnell maßen wir Fieber: 37,5°C.
Wir haben sofort meine Mutter angerufen und die kam, obwohl sie auf der Arbeit war, mit dem Auto angebraust.
Schnell sprangen wir rein und fuhren mit Samantha zum TA.

Über den Tag und die Nacht blieb sie auf Anraten und in Absprache mit dem TA dort.
Alle vermuteten erst eine Magenüberladung, doch nachdem es ihr samstagfrühs noch immer nicht wesentlich besser ging (Temperatur auf 38,8°C angestiegen) begannen wir, zu ahnen, dass es vielleicht doch keine Magenüberladung sein könnte.
Sie kotete wieder, nur kleiner und verkümmerter Kot, aber immerhin, doch der Kreislauf blieb schlecht. Es konnte sich demnach nicht mehr um eine allgemeine Entkräftung handeln.

Ich erinnerte mich an die Threads hier im Kaninchenschutzforum, dass die Augenkrankheit, die ich hier vermutet, aber nie wirklich fest diagnostiziert bekommen hatte, ein Anzeichen für E.C. gewesen sein könnte und Tiere nach einer Augenveränderung, wie Samantha sie hatte, oftmals am nächsten E.C. Schub versterben.
Ich erinnerte mich daran, dass E.C. sehr untypisch verlaufen kann und auch bei negativen E.C.-Titter möglich ist.


Es war gegen Mittag, da rief ich in der Praxis an, setzte mich durch, Samantha auf meinen Verdacht hin mit Panacur zu behandeln! Die Schwester am Telefon war wenig begeistert, aber Frau Dr. S. tat mir den Gefallen.

Um 17:30 Uhr desselben Tages war Frau S. noch bei Samantha gewesen. Sie rief uns gegen 18:30 Uhr an, das Samantha tot sei und das dies auch für sie überraschend gekommen wäre.
Sie hatte es nicht kommen sehen, Samantha ging es nicht schlechter. Frau S. vermutete, dass Samantha einfach umgekippt war.


Weder meine Frau noch ich haben das alles wirklich mitgeschnitten. Wir haben den toten Körper gesehen und sie sah aus, als ob sie schliefe. Sonst keinerlei Auffälligkeiten, äußerlich alles vollkommen in Ordnung.

Die TÄ hat keine Ahnung, was das gewesen sein könnte, sie glaubte mir nicht, als ich sagte, dass ich E.C. vermutet habe und noch immer vermute, hatte Samantha aber netter Weise dennoch mit Panacur behandelt.

Ich bin wirklich fertig, zwei Wochen vorher hatten wir noch über eine profilaktische Panacur-Gruppenkur nachgedacht gehabt. Hätten wir das durchziehen können, vielleicht wäre Sam dann jetzt noch am Leben?
Mit am Schlimmsten finde ich, dass wir in ihrer schweren Stunde des Todes nicht bei ihr sein konnten. Sie war ganz allein, als sie starb.

Ninchen-Mamis (K)