Liebe Hasenmami, grundsätzlich gebe ich hier Alexandra Recht, weiß aber auch aus eigener Erfahrung, wie schwer so eine Entscheidung zur Euthanasie ist und vor allem, wie lange einem das nachhängt, wenn man nicht selber genau überzeugt ist, dass es das Richtige war.

Was in meinen Augen gar nicht geht, einfach so auf gut Glück ins Blaue hinein zu behandeln, ohne eine wirkliche Diagnose. Die Probleme der Hinterläufe können ja von allem Möglichen kommen - natürlich auch von einem Bandscheibenvorfall. Es kann aber auch "nur" etwas eingeklämmt sein, was sich evtl. durch eine Cortisontherapie noch mal deutlich verbessern lässt. Und ja, Cortison ist das letzte Mittel der Wahl, wenn eh nix anderes mehr geht. Aber - manchmal tatsächlich ein Wundermittel. Aber so Stand jetzt - das ist hier alles einmal in die Glaskugel schauen.

Wenn ich an deiner Stelle wäre, ich würde mir einen kompetenten Heimtierspezialisten suchen (schau mal auf Kaninchenwiese, da gibt es eine Tierarztliste, wo auch welche in Wien aufgelistet sind), und eine ordentliche Bildgebung (Röntgen oder sogar CT) machen lassen. Und selbst wenn dies nur unter Narkose ginge, was zumindest beim Röntgen nicht der Fall sein sollte, wären 8 Jahre da kein Hindernis, wenn das Kaninchen sonst gesund ist. Nur mit so einer ausführlichen Diagnostik weißt du, was Sache ist, ob man noch etwas machen kann, das zu einer wesentlichen Verbesserung der Lebensqualität führt oder ob eine Euthanasie das Beste für das Tier ist. Mir zumindest hilft es unheimlich, wenn ich das vorher habe untersuchen lassen.