Heute war der Herz-Us und entgegen der üblichen Praxis hat die untersuchende TÄ mir direkt ihre Diagnose gesagt, die ich aber leider auch so erwartete. Ich war 2h vorher bei einer anderen TÄ mit Herz-Us und hab ein vergrößertes Herz beim US gesehen (im September war da noch ein Herzbeutelerguss beim Patienten, der ist jetzt weg) und so auch deutliche Unterschiede erkennen können bei den beiden Untersuchungen.

Ich muss das erstmal sacken lassen. Wie geschrieben, ich befürchte diese Diagnose seit 2 Wochen, aber es dann zu hören, ist was anderes.

Ossi hat ein riesiges Lymphom/ Tumor vor dem Herzen. 3cm im Umfang. Das Herz verteilt schon Flüssigkeit, verliert also Blut, was wir auch seit längerem in den Blutbildern sehen.
Mir ist seit einem Jahr klar, das ich bei Ossi Palliativpflege betreibe. Aber er ist so ein unglaublicher Kämpfer, das ich ihn bisher nicht aufgeben wollte. Jetzt weiß ich um meinen Endgegner, der uns seit Monaten in den Klauen hat und auch das Gewicht von ihm frisst. Ossi neigt seit längerem zur Tumorbildung, das hatte ich damals beim Antrag auf Unterstützung auch den VS gemailt. Bei den letzten Blutbildern hab ich Fr. Dr immer wieder gefragt, ob ein Tumor in Verdacht dafür steht, aber es hieß, es gibt keine erkennbaren Tumormarker dafür. Als es hieß, die Wirbel lösen sich auf, auch da vermutete ich Krebs als Ursache....

Ich hätte noch zur Nachbesprechung in der Praxis bleiben sollen, beim Gatten von meiner TÄ. Aber ich bin Donnerstag eh regulär mit Ossi da und ich bin mit 3 Kaninchen heute 4,5h unterwegs gewesen und wollte die Mäuse (darunter unspezifische Bauchprobleme) nur wieder heimbringen.

Ich schreib hier erstmal nix, mein Kopf platzt, ich weine und mein Herz schmerzt... Ich weiß, der Abschied rückt näher. Er ist so ein wundervoller Charakter. Schwierig, aber wundervoll und so ein Kämpfer. Es ist einfach ungerecht.