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Thema: Kieferabszess OP

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    2. Vorsitzender Avatar von Burkhard
    Registriert seit: 22.05.2014
    Ort: Hannover
    Beiträge: 3.153

    Standard

    Zitat Zitat von Luisa K. Beitrag anzeigen
    Ein schon durch eine Entzündung angegriffener Knochen im Unterkiefer (!) bricht bei Operationen viel schneller, was es dem Tier nahezu unmöglich macht, schmerzfrei -oder überhaupt- zu fressen. Auch sonst muss ein Kieferknochen ganz anderen Belastungen
    standhalten.
    Ich hatte ein Tier, dass mit gebrochenem Kiefer normal gefressen hat und der Bruch erst bei der Zahnkontrolle festgestellt wurde.
    Er ist nicht während der OP gebrochen, sondern später, als er wohl mit dem Kiefer gegen eine Türkante geknallt ist.
    Der Kiefer wuchs zwar etwas schief zusammen, aber er kam damit klar.

    Ein zweites Tier hätte den Kieferbruch auch überstanden, wenn nicht ein Stück Knochen abgesplitter wäre, sich entzündet hätte und sich dadurch ein weitere Abzess gebildet hatte.
    Das war letztendlich ihr Todesurteil, weil wir den nur schwer in den Griff bekamen und sie plötzlich 3 Tage nach einer 2. OP verstarb, obwohl sie schon auf dem Weg der Besserung war.

    Was ich damit sagen will: ein Kieferbruch kann ein Todesurteil sein, muss es aber nicht zwangsläufig.
    Konservative sind Menschen, die mit 2 Beinen geboren wurde, aber nie gelernt haben, vorwärts zu gehen.
    Und sie versuchen, die Probleme von morgen mit den Lösungen von vorgestern in den Griff zu bekommen.

    "Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie." - Aldous Huxley




  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Vivian L.
    Registriert seit: 26.10.2014
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    Beiträge: 1.596

    Standard

    Hallo, die Frage ob und wie - lässt sich extern nur wirklich schwer empfehlen.
    Es kommt unteranderem drauf an in welchen allgemeinzustand das Tier sonst ist. Und wie Stressanfällig und auch auf das eigene können.

    Ich persönlich, unabhängig deines falls, bevorzuge die 2 Methode. Aber ich bin auch in der Lage die Wunde täglich selbst zu spülen. Müsste ich dafür täglich zum Tierarzt, empfinde ich es als unzumutbar, besonders für stressanfällige Tiere. Methode 1 empfinde ich ebenfalls gruselig und unangenehm fürs Tier. Zumal ich mich frage wie man das mit einer reinen lokalanästhesie hin bekommen möchte. Dann würde ich das Tier liebe kurz mit einer Inhalationsnarkose abfixen als am wachen Tier im Maul zu nähen. Habe aber zugegeben mit der Methode 1 auch keine Erfahrung

    Unterkiefer ist immer eine furchtbaaaaar heikle Sache. Es stellt sich auch die Frage, wie groß Sind die Abszesse? Wie viele Zähne müssen raus? Bei einem nicht intakten Unterkiefer beidseits Zähne zu ziehen ist sehr heikel. Ist der Unterkiefer nur leicht angegriffen, mag das noch gehen. Hat man schon größere Abszesse muss man es auf 2 OPs verteilen.

    Du hättest natürlich noch die Möglichkeit einfach palliativ ordentlich mit Schmerzmittel zu arbeiten.

    Die Futteraufnahme alleine bei einem Kaninchen sollte schon längst kein Indikator mehr für das Wohlbefinden sein und der Bewertung des Allgemeinzustand eines Tieres dienen. Ich hatte zu oft Tiere die trotz unfassbarer Schmerzen gefressen haben. Kaninchen sind Meister im verstecken.

    Solltest du dich für eine OP entscheiden und der schnupfen aktuell nicht ganz so schlimm, würde ich erst die OP machen und danach den schnupfen angehen.
    Durchaus möglich das durch die Keime des Abszesses das ganze immunsystem überstrabaziert ist. Und auch regelmäßig Keime "aufsteigen".
    Geändert von Vivian L. (11.04.2022 um 23:08 Uhr)

  3. #3
    Amber.
    Gast

    Standard

    Besitzen die Heimtierärzte die Zusatzqualifikation für Zahnheilkunde?
    Falls nicht, würde ich mir eine dritte Meinung einholen, denn die kennen oft noch andere Wege.

    Damals bei meiner musste ich gar nichts machen, ich kann aber auch nicht mehr sagen, was da der Tierarzt genau gemacht hatte.

    Ansonsten würde ich aufs Tier schauen.
    Meine war damals auch über 8 und wurde in relativ kurzen Abständen operiert. Einmal Zähne ziehen und Abszess Behandlung und wenig später Kastration wegen Krebs.
    Beides nicht leichte OPs, aber sie hat es wirklich gut geschafft.

    LG

  4. #4
    PS-Versager
    Registriert seit: 10.08.2009
    Ort: nördlich Hamburg
    Beiträge: 17.125

    Standard

    Die Futteraufnahme alleine bei einem Kaninchen sollte schon längst kein Indikator mehr für das Wohlbefinden sein und der Bewertung des Allgemeinzustand eines Tieres dienen. Ich hatte zu oft Tiere die trotz unfassbarer Schmerzen gefressen haben. Kaninchen sind Meister im verstecken.
    Das kann ich nur unterschreiben! Ein fressendes Tier ist nicht zwangsläufig schmerzfrei.

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