Bei ihm war es die einzige Möglichkeit. Es war sowohl das Innen- als auch das Aussenohr dicht.
Auf dem CT konnte man keinerlei Hohlräume mehr erkennen, alles war komplett vereitert.
Zum Zeitpunkt der OP war fast 7 Jahre alt.
Er hat es gut überstanden und keine Folgeschäden zurück behalten, abgesehen von der Schiefschnute, die er aber schon vorher hatte (verursacht durch die Entzündung)
Bis heute hat er keine Probleme.
Bei ihm war ein normaler Schnupfen der Auslöser. Der Erreger hat sich von der Nase über das Auge (hier war die Nickhaut extrem geschwollen und entzündet; man konnte das halbe Auge nicht mehr sehen) in das Ohr verbreitet.
Während der Zeit wurde er aber auf Grund einer anderen Erkrankung mit Penecilin behandelt, gegen das die Erreger leider restistent waren.
Erst als wir umstellen konnten, bekamen wir den Schnupfen innerhalb von 2-3 Tagen mit Baytril in den Griff, allerdings zu spät für die Ohrenentzündung.
Und ja, diese Art von OP birgt ein großes Risiko und sollte bzw. kann auch nicht von jedem TA durchgeführt werden.
Ach ja. Nebenbei hatte er vor über 2 Jahren, nachdem ihm 2 Backenzähne entfernt wurden, an der Stelle einen Kieferbruch erlitten (er ist genau mit der Seite mit voller Wucht gegen eine Türkante gerutscht), welcher wieder verheilt ist, nur leider etwas schief (er hatte auch mit Bruch gefressen, so das es am Anfang gar nicht aufgefallen war).
Jetzt muss ich alle 3 Wochen zum Schneidezähne kürzen und alle 9-11 Wochen zur Zahnsanierung.
Der Kerl ist einfach ein Kämpfer, und auch deswegen wollte ich ihm die Chance geben, weiter zu Leben und hatte mich zu der OP entschlossen.



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