Hallo liebe Einhorn,
sobald mir auffällt, dass ein Kaninchen inappetent ist muss ich davon ausgehen, dass es dies ggf. schon seit mehreren Stunden ist (z. B. wenn ich - wie heute - den ganzen Tag im Büro war). Fühlen sich die Öhrchen warm an und ist das Hasi nur etwas ruhiger aber nicht apathisch geb ich erstmal nur Colosan und warte ab.
Sind die Öhrchen kalt und das Hasi sehr ruhig (und lässt sich womöglich freiwillig hochnehmen) haben wir Alarmstufe rot und dann messe ich sofort die Temperatur.
Nein, das Thermometer ist nicht defekt (ich teste es vorher und messe meine Temperatur im Mund, natürlich wird vorher und nachher gründlich desinfiziert
) und ich messe auch richtig, stecke die Spitze auch ein, zwei cm ins Hasi rein (mit Vaseline und gaaanz vorsichtig, man merkt, wo es lang geht und ob man es richtig macht) - darin habe ich leider inzwischen sehr viel Übung
Dass das Thermometer dann meistens auf unter 37,5 Grad fällt ist hier schon fast der Regelfall aber wir hatten noch nie ein Kaninchen in Seitenlage. Selbst bei 36 Grad (alles schon gehabt) nicht, aber dann ist es extremst kritisch, dann muss man sofort zum Tierarzt fahren - egal zu welcher Tages oder Nachtzeit. Das erste was der Tierarzt macht ist Rotlicht und Infusionen und nach 2 Stunden hat das Hasi normalerweise wieder annähernd seine Normaltemperatur. Man sollte das Hasi aber nicht 2 Stunden lang "grillen" - man muss dabei bleiben und es genau beobachten (Atmung, Körpersprache, Position, Augen, Reaktionen) und man sollte ggf. auch mal das Rotlicht wegnehmen.
Gestern gab ich - wie schon so oft - sofort Rotlicht als "Erste-Hilfe-Maßnahme" während ich Päppelbrei anrührte und Medis (Sab Simplex und Lactulose und Novalminsulfon) aufzog. Bellas Bauch war ganz weich also gab ich als erstes Sab Simplex und 3 x 3 ml Päppelbrei, später Lactulose und etwas Schmerzmittel, wieder später gab es nochmal etwas Päppelbrei und nicht mal zwei Stunden später hat Bella wieder Dill und Heu gemümmelt und sich geputzt, irgendwann hüpfte sie aus dem Käfig und im Wohn- und Esszimmer umher. OK sie war nicht wirklich schlimm krank.
Für die Rotlichtbestrahlung mache ich den großen Käfig fertig. Das Rotlicht stelle ich auf ein Holzhäuschen welches auf dem Dach des Käfigs steht. Schwer zu beschreiben - die Rotlichtlampe "steht" nicht mit ihrem Fuß auf dem Häuschen sondern liegt nach vorne gekippt auf dem Rand des Strahlers auf, das Kabel welches hinten aus der Rotlichtlampe rauskommt wird unter dem Häuschen fixiert, damit alles stabil ist. Das Holzhäuschen ist wichtig damit das Rotlicht nicht zu nah am Hasi dran ist und es nicht überhitzt. Der Strahlers leuchtet also von Oben ins Gehege in einem Abstand von ca. 60 cm aufs Hasi drauf.
Wird es dem Hasi zu warm, kann es weggehen. Der Käfig ist groß genug.
Ich simulier´ das gleich mal und mach´ euch ein Foto ... bis gleich
Liebe Amber, hast ja Recht, GB´s sind die Besten ..... kann jetzt nicht antworten, muss mal schnell ´rüber zu den Schwiegereltern![]()


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