Zitat Zitat von Claudia Mü. Beitrag anzeigen
Ich bin wirklich überrascht, bei manchen liest es sich, als wäre die Kaninchenhaltung eine Art Bürde, wie ein Schicksalschlag bei dem man froh ist, wenn er irgendwann vorbei ist.
Eine Bürde - das ist es auch, zumindest bei mir.
Es hat sich langsam in diese Richtung entwickelt.
Die Tiere machen auch viel Freude, aber irgendwann wurde das von den Sorgen überlagert.
Irgendwie habe ich aber voll in die Sch..... gefasst, so in der Art drückt sich sogar meine TÄ aus.
JEDE Woche mind 1x in der TiHo wegen irgendwelchen Krankheiten, ein 5-stelliger Betrag JEDES Jahr, die ich da lasse.
Jeder Besuch kostet mich inkl. Fahrt ca. 2 Stunden, die ich wieder nacharbeiten darf.
Ich habe Treffen mit Bekannten abgesagt, bin auf Gebutstagsfeiern mittendrin nach Hause gefahren, habe Karten zu Veranstaltungen verfallen lassen, weil mal wieder einer von jetzt auf gleich krank geworden ist und ich es nicht verantworten konnte, es allein zu lassen.
Vor jedem Urlaub hoffe ich, dass nicht kurzfristig noch irgendwas passiert.
Es gab eine Zeit, da war ich zusätzlich wöchentlich beim Notdienst wg. ständiger Aufgasungen - ging immer Reihe rund, jeder war mal dran.
Ich habe da einfach keinen Bock mehr drauf.
Da meine Tiere mitten unter mir leben, ich also 24 Stunden am Tag Kontakt mit ihnen habe, hat sich ein ganz anderes Verhältnis aufgebaut, als wenn ich sie irgendwo draussen in einem Aussengehege untergebracht hätte. Jedes Mal, wenn eines von ihnen stirbt, geht mir das mächtig an die Nieren.
Wenn ich das am Anfang gewußt hätte, was da auf mich zukommt, nie und nimmer hätte ich mit der Kaninchenhaltung angefangen.
Nur leider war ich damals - wie viele andere auch - vollkommen unwissend, was Kaninchen betrifft.