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Thema: Trauerbewältigung...?

Baum-Darstellung

  1. #16
    Es ist immer zu früh, um aufzugeben. Avatar von Teddy
    Registriert seit: 06.05.2012
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    Zitat Zitat von Kaga Beitrag anzeigen
    sie hat dir erspart, sie im Arm zu halten oder bei ihr zu sitzen und mitzuerleben, wie langsam
    ihr Leben aus dem Körperchen geht.
    Und so unterschiedlich wird das empfunden. Ich finde es gerade so tröstlich, wenn die Tiere sich in meinem Arm entspannen und sich auf dem Weg hinüber begleiten lassen. Ich empfand es immer als besonderen Vertrauensbeweis, daß sie dies zuließen, weil sie genau wußten, ich würde sie auf ihrem Weg unterstützen und begleiten und sie nicht zu halten versuchen. Obwohl der Anlaß traurig war, gab es mir ein Gefühl von ganz besonderem Vertrauen und besonders inniger Nähe.
    Wenn Tiere plötzlich und während meiner Abwesenheit starben hatte ich immer ein starkes Gefühl, daß mir etwas ganz Wichtiges zwischen uns fehlte, daß das Band einfach zerrissen war, daß mir der gemeinsame Übergang fehlte und der Verlust umso schwerer erschien.
    Und ich erinnere mich, daß dies immer zu der Zeit noch passierte, in der ich alles versuchte, um die Tiere zu halten, auch wenn es schon keine Chance mehr gab. Ich glaube, die Tiere waren damit völlig überfordert, ihren Weg gehen zu müssen und zu wissen, daß sie mir damit so viel Leid hinterlassen. Zu der Zeit dachte ich immer, es wäre am einfachsten, wenn das Tier einfach morgens nicht mehr aufwacht und man es dann findet. Das sehe ich heute anders. Es ist mir sehr wichtig, dabei zu sein und sie zu begleiten auf ihrem letzten Weg, damit sie sich auch dann noch behütet und nicht allein gelassen fühlen. Ich habe einfach das Gefühl, daß ihnen das hilft und es macht mich zufrieden. Allein gehen zu müssen, damit die Zurückgebliebenen nicht verzweifelt sind, läßt sie einsam die Welt verlassen. Aber auch wenn sie in Gesellschaft ihrer liebsten Freunde gehen können oder sich ganz bewußt einen stillen Platz suchen, gehört das natürlich auch zu ihrem Wunsch, den ich annehmen kann. Seitdem ich dazu gefunden habe, es einfach zu akzeptieren, wenn sie gehen müssen und immer in ihrem Sinne und nicht in meinem entscheide und alles versuche, um es ihnen so angenehm wie möglich zu machen, wollen sie mich gern dabei haben und zeigen das auch. Mag sein, daß ich spinne, aber ich empfinde es so und seitdem verlief es hier auch so.
    Unabhängig davon mache ich mir um alle Probleme große Sorgen und gebe wirklich absolut alles, um ihnen ein möglichst gesundes und langes schönes Leben zu ermöglichen. Aber es steht eben nicht immer in meiner Macht...
    Geändert von Teddy (18.07.2017 um 15:46 Uhr)
    Es ist nicht die Frage, ob Tiere intelligent sind, sondern was sie anstellen müssen,
    damit wir es ihnen glauben

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