Ich denke, es kommt auf das Medikament an, ob bei gleichzeitiger Nahrungsaufnahme die Wirkung unverändert bleibt oder sich abschwächt oder erhöht, wie in dem Artikel von lilia gut beschrieben. Daher ist es hilfreich, sich den Beipackzettel durchzulesen (wenn man ihn denn hat). Aber wie auch schon erwähnt, geht ohne Nahrung ja bei Kaninchen sowieso nicht, da immer Futterbrei vorhanden ist. Wir würden ja dann hier von einer "Neutralisation im Sekundenbereich" sprechen. Halte ich für übertrieben. Ganz davon abgesehen, wird es zumindest bei Bisolvon sogar vom Hersteller empfohlen, es mit Futter zugeben:
http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader....1?inhalt_c.htm
Aber das kann ja bei ACC wieder völlig anders sein. Bisolvon und ACC haben unterschiedliche Wirkstoffe. Deshalb würde ich wie gesagt von Medikament zu Medikament entscheiden. Aber auch das alles nützt nichts, wenn Du immer einen Kampf hast, was Stress bedeutet und für das Kaninchen dann erst recht kontraproduktiv ist.
Ich gebe in der Regel alle Medikamente ohne Leckerli, aber ich habe auch kooperative Kaninchen. Und ich mache es nur deswegen, weil ich dann sicher bin, das es drin ist und ich keine Angst haben muß, dass das Kaninchen vielleicht nach der Hälfte das Leckerlli nicht mehr mag und ich dann nicht weiß, wieviel braucht es noch, gerade z.B. bei Antibiose. Ist mir persönlich mit Leckerli zu stressig. So wie es bei Dir ist, würde ich Leckerli geben.
LG
Carmen


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