Ich bin ja auch kein Experte, ich wollte nur mal darauf hinweisen, dass man nicht per se sagen kann, eine Behandlung nach untypischem Schema oder eine Behandlung ohne großen Hygieneaufwand wäre im Allgemeinen nicht erfolgreich. Dass die Kokis in diesem Fall hartnäckiger sind, wird in erster Linie daran liegen, dass es sich bei dem Patienten um ein angeschlagenes Kaninchen handelt.
Es kann in diesem Fall natürlich trotzdem sinnvoll sein, nach einem der bekannten Schemata nochmal zu behandeln, weil vielleicht kränkelnde Kaninchen größere medikamentöse Unterstützung brauchen, um der Kokis Herr zu werden, als gesunde Kaninchen das tun - aber das kann ich nicht wirklich beurteilen, habe damit keine Erfahrung, hier waren die Kokis immer mit der ersten Behandlung weg. Ich selber gebe Baycox an zwei aufeinanderfolgenden Tagen in doppelt so hoher Dosierung und ohne jede Wiederholung, laut meinem TA hat es eine Depotwirkung, die insgesamt die 9 Tage des Vermehrungszykluses abdeckt.
Für den Darm soll der Blinddarmkot eines gesunden Kaninchens ideal sein, aber da muss man erstmal rankommen. Schwarzkümmel ist auch gut für die Darmgesundheit. Nach seiner Darmverschluss-OP hat Diego hier Fibreplex bekommen, ich meine, da wären gesunde Darmbakterien drin? Ob es geholfen hat, keine Ahnung, er kam jedenfalls wieder auf den Damm. Von BeneBac halte ich auch nicht so viel. Ich glaube, PropreBac wäre da noch sinnvoller, weil es halt nicht für Vögel ist? Bin aber nicht sicher.
Nochmal ein Gedanke... Rein theoretisch ist es doch so, dass man bei einer Parasitenbehandlung eigentlich nie zu 100% alle Parasiten abtöten kann? Es überleben für gewöhnlich immer ein paar (so hab ich es damals jedenfalls in Bio gelernt...) und bei Problemen können die sich eben wieder stärker vermehren. Das soll jetzt nicht heißen, dass es absolut normal ist, wenn man Kokis nachweisen kann. Aber es muss nicht an einer fehlenden Hygiene bei der letzten Behandlung liegen, wenn die Kokis nach einiger Zeit wiederkommen, sondern es kann ebenso gut eine Neuansteckung sein oder eben eine starke Vermehrung der noch vorhandenen Kokis, die beim letzten Mal nicht erwischt worden sind.





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