@April,
bei mir wurde vor ca. 15 Jahren aufgrund von massiven Schmerzen eine Knochendichte von 77,irgendwas festgestellt. Optimal wären 100. Es wurde abgeklärt, ob über den Urin Calcium ausgeschieden wurde, was nicht der Fall war. Daher wurde davon ausgegangen, daß zu wenig Calcium verwertet wurde. Ich hatte lange Jahre eine unentdeckte Allergie gegen Milch mit entsprechenden Verdauungsproblemen. Ich nehme seither ein Calciumpräparat mit Vit. D3. Aufnahmen nach 1, 2 und 3 Jahren ergaben, daß sich die Knochendichte auf 80,irgendwas erhöht hat und damit aus dem Beginn des kritischen Bereichs, unter 78, heraus ist. Weiter habe ich nicht testen lassen, da kaum mehr zu erreichen ist. Aber die beginnende Osteoporose ist erstmal vom Tisch. Die dadurch entstandenen Schmerzen auch. Trotzdem hatte ich zweimal Knochenbrüche seitdem.
Es ist nicht die Frage, ob Tiere intelligent sind, sondern was sie anstellen müssen,
damit wir es ihnen glauben
"Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was Du Dir vertraut gemacht hast."
"live to the point of tears"
Vergessen, wollte noch erwähnen, daß bei mir durch den Calciummangel kein Weichwerden und Verbiegen der Knochen aufgetreten ist. Dafür brechen sie leichter. Kann aber sein, daß daß beim Tier anders ist.
Sehr hochdosiert Calcium wird auch beim Menschen nicht als völlig harmlos angesehen.
Vielleicht reicht es beim Kaninchen ja, nur Calcium zu geben, ohne D3? Vielleicht erstmal nicht so hoch dosiert und dazu Schüsslersalze 1 und 11, um die Verwertung des Calcium zu verbessern.
Vielleicht auch vorher noch im Urin abklären, ob doch Calcium ausgeschieden wird? Könnte doch durch eine Störung sein. Hast Du den Blutcalciumwert?
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die Blutwerte muß ich erst beschaffen von der TA
Urin konnte keiner untersucht werden, weil bei den TA Besuchen die Blase leer war und kein Urin zu bekommen
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Teddy, was willst Du mir damit sagen?
Zwei Franzosen, zwei Schweizer, zwei Holländer, ein Japaner, zwei Loh, zwei Fürsorgefelle und ein "Weideunfall"
Simone, habe dir eine PN geschrieben![]()
"Wir leben und wir lernen, aber wen(n) wir lieben, verlieren wir am Ende immer.“
Auch bei Menschen kann man nicht wahllos Calzium reinpumpen und der Rest geht sich schon irgendwo aus. Bei einer Hypocalzämie z.b. bedingt durch eine Störung der Nebenschilddrüse, muss man immer bei der Behandlung den Mittelweg finden zwischen "zu wenig Calzium" zuführen (Krampfanfälle) und dem "zu viel" was zu Organverkalkungen, Herzproblemen und sogar Koma führen kann. Eine Hypercalzämie kann auch für Menschen lebensbedrohlich sein. Hypocalzämie aber genauso, wenn alles lange genug und dauerhaft besteht.
Ich drück die Daumen, dass ihr was findet. Die Symptome klingen sehr ähnlich wie bei meinem Sam, aber wir haben keine Ursache gefunden.
Geändert von Rabea G. (14.08.2014 um 16:19 Uhr)
@Teddy
Die Kalziumverwertung und -versorgung des Kaninchens kann man nur leider gar nicht mit der des Menschen vergleichen. Mir fehlt leider grad die Zeit, das genauer auszuführen, aber april hatte es meine ich mal irgendwo umfangreich erklärt, wenn ich mich nicht irre
Zudem gebe ich Rabea Recht. Man kann ich einfach möglichst viel in ein Tier oder einen Menschen reingeben, wenn man nicht weiß, ob es sich um einen Mangel handelt oder um eine Verwertungsstörung. Im ungünstigsten Fall landet das überschüssige Kalzium dann in den Nieren oder den Arterien.
Geändert von miri (14.08.2014 um 16:24 Uhr)
Also, falls es darum geht, wie es beim Kaninchen abgeht und wie beim Menschen, dann muss man folgendes bedenken:
- Die Calciumaufnahme beim Menschen ist weitgehend abhängig von Vitamin D, beim Kaninchen nicht. Liegt daran, dass im Wesentlichen der Calciumtransport durch die Darmwand hindurch beim Menschen mehrheitlich anders abläuft als beim Kaninchen.
- Ein Übermass von Calcium beim Menschen wird mit dem Kot ausgeschieden und gar nicht erst aufgenommen. Das gesunde Kaninchen nimmt einfach alles Calcium auf, dazu kommt der Abrieb von den Zähnen, das ganze wird in der Niere recyclet und der Überschuss geht raus. Ein Kaninchen, dass zu viel Phosphor in der Nahrung hat, wird in der Calciumaufnahme eingeschränkt und scheidet Calcium mit dem Kot auf.
- Ein Mangel an Östrogenen fördert Osteoporose, beim Kaninchenweibchen und beim Menschenweibchen.
- Ein Mangel an Vitamin D führt allenfalls (aber auch nur in 50% der Fälle) zu einem Phosphormangel mit nachfolgend schlechter Mineralisierung des Knochens und Verlust von Knochenstruktur - aber eben abhängig vom Phosphormangel, nicht (!) vom Vitamin D Mangel. Ein Mangel an Vitamin D beim Menschen führt zu mangelnder Mineralisierung der Knochen.
- Bei Rachitis, einer Unterversorgung der Knochen mit Calcium, verbiegen sich die Knochen. Sie brechen nicht unbedingt.
- Calcium ist für den Menschen im Übermass giftig, deshalb wird's gar nicht erst aufgenommen, für das Kaninchen aber nicht, wär bei seinem Mechanismus ja auch fatal.
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und was mach ich nu? kein Kalzium mehr zuführen? weniger? und wenn ja wieviel? Hilfe!
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