Umfrageergebnis anzeigen: Weiberkastra prophylaktisch ?

Teilnehmer
170. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ja

    103 60,59%
  • Nein

    67 39,41%
Ergebnis 1 bis 20 von 312

Thema: Weiberkastra-Modeerscheinung oder wirklich notwendig?

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Meli888
    Registriert seit: 10.03.2013
    Ort: Augsburg
    Beiträge: 310

    Standard

    also für mich gibt es da auch keine "klare" Regelung.

    Meine Häsinnen sind die letzten Jahre alle kastriert worden. Aber das liegt daran das ich immer schon ältere Tiere genommen hab oder z.B. meine Gini sehr Agressiv war.

    Meine ersten Tiere hatten im Alter "alle" Veränderungen an der Gebärmutter und mussten dann noch kastriert werden, eine hat es nichtmehr geschaft nach der OP da schon zu geschwächt und die OP zu heftig für sie war.

    Ich hab jetzt z.B. zwei noch ganz junge Häsinnen da, bei denen ich wohl diesmal kein Kastration vornehmen werden. Zumindest noch nicht... ich denke das könnte dann ( wenn sie Verhaltenstechnisch nicht fürher kastriert werden müssten..) aber in ein paar Jahren trotzdem noch kommen....

    Wie immer bin ich sehr unschlüssig, da mal abgesehen von den sehr hohen kosten ( letzte 260 € ) es keine leichte Sache ist und ich jedesmal bis zu 3 Tagen gebangt habe, weil die Tiere nicht gefressen haben.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Kassandra
    Registriert seit: 17.04.2012
    Ort: Münster
    Beiträge: 995

    Standard

    Unsere neue Bunny wurde ja noch kastriert, bevor sie zu uns kam. Sie ist vier Jahre alt und Uterus und Ovarien waren vergrößert/verändert. (Eigeschickt wurde nix...) Ansich hat sie es gut verpackt, nur die Narbe war riesig, mein TA war negativ erstaunt... und entweder ist sie dann in der TK krank geworden oder sie wurde krank operiert Folge ist nun eine Lungenentzündung...
    Dennoch bin ich froh, dass sie nun von einer Gefahr befreit wurde, Bunny soll wohl vorher auch "Hormongesteuert "gewesen sein...

  3. #3

    Standard

    Meine ersten beiden Damen wurden nicht kastriert. Waren nie scheinträchtig.

    Blacky hatte mit etwas über 5 Jahren einen Knoten im Bauch. Nach der OP ist sie leider verstorben, vermutlich hatte sie noch ein anderes Problem wovon wir nicht wußten.

    Lissy war ca. 6 hatte bereits stark abgenommen und bei ihr wurde auch ein Knoten im Bauch entdeckt. Die OP hat sie gut weggesteckt, allerdings haben wir sie ca. 4 Wochen einschläfern lassen, da sie einfach immer mehr abgebaut hat. Sie hatte wohl Krebs entwickelt.

    Meine jetzigen 3 Damen habe ich mit ca. 1 Jahr kastrieren lassen. Es gab bei keiner Probleme und sie sind inzwischen nun 7 Jahre alt und gesund.

    Neuzugang Sunny ist ca. 5 und wird am 03.09. kastriert. Wir wollen mal hoffen das noch alles ok ist.

    Es grüßen
    Dani sowie die 6 Wackelnasen Piper, Phoebe und Theo sowie Leo und Britney und Billy sowie die zwei Chins Tommy und Charly
    Immer im Herzen - Kaninchen: Teddy, Blacky, Jim, Jack, Lissy, Tony, Alvin 1, Alvin 2, Simon, Filou, Lucy und Sunny; Chinchilla: Gizmo

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von Sandrina
    Registriert seit: 18.04.2008
    Ort: Berlin
    Beiträge: 147

    Standard

    Ich habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen und hoffe, nicht zu viel zu wiederholen.

    Es gibt Studien, die eine Häufigkeit Uteriner Adendokarzinome bei unkastrierten weiblichen Kaninchen mit einer Wahrscheinlichkeit des Auftretens im Laufe des Lebens von 50 - 80 % belegen.

    Grundsätzlich ist daher in meinen Augen bei einer positiven Risikoabwägung zugunsten einer Kastration zu entscheiden. Soll heißen: bei einem gesunden jungen weiblichen Kaninchen (ab 6 Monate) überwiegt der Nutzen gegenüber dem mit der Operation verbundenen Risiko.

    Bei älteren oder kranken Tieren kann die Abwägung anders ausfallen. Fakt ist wohl, dass eine Veränderung vom Besitzer und auch vom Tierarzt nicht immer verlässlich festgestellt, bzw. ertastet werden kann.

    E gibt im Übrigen keine Studie, die einen Zusammenhang zwischen über die Scheinträchtigkeit hinausgehende Verhaltensauffälligkeiten (insbesondere gesteigerte Aggressivität) und der Entfernung der Eierstöcke /und Gebärmutter belegen. Eine Verhaltensauffälligkeit stellt daher keine Indikation zur Ovariohyterektomie dar.

    Interessant ist dieser Artikel

    http://www.tierklinik-frankfurt.de/m...mkaninchen.pdf
    Lieben Gruß von Sandrina mit Flauschi, Jackie und Fine und Alfy, Rinchen und Leon im Herzen


  5. #5
    Zeppelinchen im Farbenrausch Avatar von Walburga
    Registriert seit: 01.05.2012
    Ort: Aichach
    Beiträge: 3.192

    Standard

    Bei mir wurde erst ein neunjähriger Neuzugang kastriert. Ja die GB war eine Katastrophe. Nach 2 Tagen futterte sie wieder.
    Ich denke es ist ein gutes Beispiel das das Alter nicht alleinig ausschlaggeben ist.

    Für Grace, ca. 1 Jahre war Menschenkontakt eine Tortur. Sie wurde kastriert damit sie weniger hormonellen Stress hat, sie wirkte danach noch viel unsicherer. Das unsägliche Gerammel wurde nur noch viel schlimmer. 1/2 Jahr später starb sie an ihrem Herzfehler.


    Der Sinn einer Kastra ist unbestritten. Ja das Risiko ist da. Ja ab 5 Jahren sind die Veränderungen meist bösartig usw. Nicht jeder TA kann einen offensichtlichen Tumor ertasten. Manche Tumore wachsen so, das Niemand sie ertasten kann usw.

    Ich finde ungeachtet aller Statistik es wichtig das Tier als Individuum zu sehen.

    Schwarz und weiß und die 100% tiergerechte Musterlösung gibt es aus meiner Sicht nicht.

    Als kleines Beispiel mein Fiona.
    Alle meine Mädels sind chem. oder richtig kastriert. Also muss ich zugeben, das ich seit Jahren so etwas wie Hitze nicht mehr kenne. Fionas Chip kam bei einer Abszess OP abhanden.
    Seit dem macht Fiona Party.
    Sie läuft mit hochgehobener Blume durch die Gegend. Darf neben den ranghohen Kastraten schlafen. Die Kastraten streiten sich darum wer sie putzen darf. usw. Sie hat nun viel mehr Rechte, als noch vor 3 Wochen. Ihre Rangordnungsposition hat sich nicht geändert, wohl aber der Umgang der Kastraten mit ihr. Sie wirkt sofern man das bei Kaninchen so bezeichnen darf "glücklich".

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