Rocky hatte letzte Nacht wieder eine heftige Kolik. Es war so beängstigend, dass wir zur nächsten Tierklinik gefahren sind (nachdem eine diensthabende Tierärztin im Ort, die ich zunächst anrief, verweigert hatte zu behandeln) !
Er hatte am Abend bereits scheinbar extreme Darmgeräusche, die sich immens steigerten. Ich konnte nicht wirklich differenzieren, ob das nun der gepeinigte Darm war oder eher steigendes Wasser im Gewebe, aufgrund der verkalkten Nieren. Er hat ganze 8 Stunden nicht uriniert bzw. kaum getrunken und es kamen steinharte winzige Köttel (vorher war noch alles ok). In der Klinik bekam er eine MCP Injektion, danach ging es ihm kontinuierlich besser.
Noch immer ist es ein Rätsel, ob die Nieren nun maßgeblich sind, aber wie es scheint, ist der Verdauungstrakt mit betroffen.
Ich habe nun die Ernährung radikal abgeändert. Er bekommt nun mehr Frisches, weniger Heu. Natürlich bin ich nicht sicher, ob die Zusammensetzung nierentechnisch ok ist. Er bekommt : Dill, Basilikum, Möhre, Pastinake, etwas Feldsalat, Fenchel (auch das Grün), Gurke und geriebenen Apfel.
Das Ergebnis der Kotprobe bekomme ich erst am Do bzw. Freitag. Bis dahin päppel ich weiterhin mit SAB (mit einer Prise Kümmel), Fenchel/Anis/Kümmel- Tee und bei Bedarf Schmerzmittel.
Hat hier jemand Erfahrung mit Kaninchen, die auf Schmerzmittel angewiesen sind ? Ich habe dabei kein gutes Gefühl, aber er soll doch nicht leiden.
Jetzt geht es ihm ganz ok, er futtert, ist recht lebhaft, als wäre nichts gewesen. Mir graut es vor heute Abend und ich bin recht angeschlagen, weil ich jedes Mal denke, ich verliere ihn.
LG Lilli


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