Hi Lilli,
ich denke, diese drei Threads zum Thema Hefen, Harnwegserkrankungen und arttypische Ernährung könnten für dich sehr interessant sein.
Deine Beschreibung klingt für mich so, als ob er insgesamt eher wenig Frischfutter aufnimmt und davon wiederum einiges "schlecht strukturiert" ist. Falls ich das Gelesene jetzt nicht falsch interpretiere, könnte das bei den Verdauungsgeschichten eine Rolle spielen.
Du schreibst auch, dass du frische Kräuter aus Angst vor zuviel Kalzium weglässt, und er stattdessen viel Heu futtert. Die Rechnung geht so leider nicht auf. Denn während frischer Basilikum z.B. zu 92% aus Wasser besteht (und die Harnwege dadurch durchgespült werden und das Kalzium verdünnt aufgenommen), ist Heu mit seinem geringen Wassergehalt eine der Kalziumbomben schlechthin. Mit entscheidend, ob sich Ablagerungen bilden, ist auch in welcher Kombination Nährstoffe aufgenommen werden (Kalzium, Magnesium, Ammonium, Kalium, Phoshor, Oxalsäure, Vitamine usw.). Die natürliche Nahrung liefert den Kaninchen hier alle benötigten Nährstoffe in der richtigen Zusammensetzung – und darüber hinaus besteht sie zu ca. 80-90% aus Wasser.
Wie Katharina schon schreibt, sind Medikamente wie Allrodin mit Vorsicht zu genießen, da sie im einen Fall helfen und im anderen Fall (wenn vorwiegend Kalziumoxalat auftritt) die Problematik unter Umständen verschlimmern können.
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Der Frühling naht – ich würde die Ernährung dann nach und nach auf "Wiese zur freien Verfügung" umstellen. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass sich die genannten Probleme dadurch mit der Zeit veringern oder sogar früher oder später ganz in den Griff bekommen lassen.
Gute Besserung!![]()


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