Das, was auf unseren Wiesen so knallrot vor sich hinblüht, ist hauptsächlich Klatschmohn, auch wenn wir wildwachsenden Schlafmohn in unseren Breiten durchaus vorfinden können. Allerdings ist der Gehalt an Morphin minimal und unbedenklich. Dazu müsstest Du den weißen Milchsaft gewinnen, dann ewig eintrocknen oder sonstwie weiterverarbeiten. Heroin usw. kann erst im Labor aus den Samen gewonnen werden, und solange Deinen Kaninchen nicht im Kinderzimmer wohnen und dort freien Zugang zum Chemiekasten der Kinder haben, würde ich mir da keine Gedanken machen.
Derselbe Mohn steckt massenweise in Mohnkuchen und darf im Bäckereigroßhandel eimerweise gekauft werden, das ist wirklich unschädlich, obwohl auch nach dem Verzehr von ein paar Stück Mohnschnittchen ein Drogentest einen erhöhten Wert anzeigen kann.
In diesen Mengen würde sich eher das Kalzium schlecht auf die Kaninchen auswirken, denn Mohn ist eines der kalziumreichsten nahrungsmittel, das man so finden kann. Die "Droge" im Mohn ist übrigens beruhigend und schmerzstillend, die Kaninchen würden also auch dann nicht lustigen bunten Zwergen hinterherjagen, sondern bei Schmerzen gezielt darauf zugreifen.
Und was das Schlafmittel betrifft, da wirkt Hopfen schon um einiges stärker, der gilt als gesunde Futterpflanze und kann sogar im Zoohandel in getrockneter Form gekauft werden. Um ein paar Mohnblüten in der Wiese würde ich mir nun wirklich keinen Kopf machen.


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– in freier Natur kommen sie ja auch damit klar. Meine zupfen sich entweder äußerst geschickt die Blättchen von den Zweigen um die Dornen herum ab, oder knabbern auch Mal vorsichtig die Dornen weg. Sie ziehen sich z.B. auch zwischendurch Bromberblätter am Stück rein oder knabbern auch bevorzugt an frischen, jungen Disteln.
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