Ich würde da Simone zustimmen, was ernährungsbedingte Abszesse betrifft. Gerade Kaninchen brauchen für das Zahnwachstum mehr Kalzium. Wenn das Kalzium für die Zähne fehlt, bekommen die Knochen weniger Kalzium ab, damit die Zähne wachsen können. Dadurch entsteht Kalziummangel im Knochen und dieser wird brüchig.
Bei Abszessen habe ich auch gute Erfahrungen mit klassischer Homöopathie.
Wenn der Abszess noch nicht lebensbedrohlich fortgeschritten ist, kann man da sehr gut homöopathisch dran gehen, oder eben im umgekehrten Fall, wenn die Abszess-OP lebensbedrohlich wäre, weil das Tier schon geschwächt ist, würde ich es auch homöopathisch machen/bzw. wenigstens unterstützen.
Allerdings - muss man dafür zu einem erfahrenen THP gehen und nicht zum TA, denn Tierärzte haben von klassischer Homöopathie keine Ahnung (sofern sie sich in diesem Gebiet nicht weitergebildet haben).
Wenn der Abszess schon sehr weit fortgeschritten ist, das Tier aber noch gut drauf ist (und an der Stelle gut geschnitten werden kann), ist eine OP besser, um den Eiterherd schnell zu entfernen, die Medikation danach würde ich dann wieder homöopathisch machen.
Homöopathische Mittel werden gezielter herausgesucht und wirken direkter auf den "Übeltäter". Die Abszesse schrumpfen einfach weg und die Verletzung verheilt.
Ich habe so schon mehrere Abszesse -ohne OP- erfolgreich behandelt, allerdings war da (zum Glück) noch kein Kieferabszess dabei, aber ein Abszess auf dem Kopf und einer in der Backe.



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