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Thema: Plauderthread neu - für alle User

  1. #2181
    Erfahrener Benutzer Avatar von Simmi14
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    Ort: Frankfurt a. M.
    Beiträge: 8.129

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    Windkraft ist ein echt schwieriges Thema. Aber ich denke mittlerweile auch, dass der Strom irgendwoher kommen muss. Meine Lieblingswanderstrecke über den Taunuskamm war 2018 noch grün - und jetzt ist es kahl, weil sämtliche Fichten gestorben sind. Dann kam noch ein Sturm und hat viele Laubbäume gefetzt. Da mitten in der Sonne muss man erst mal einen Baum finden, der neu nachwächst. Dasselbe gilt für den umstrittenen Reinhardswald, wo jetzt Windkraft hin soll.
    Wenn ich mit der S-Bahn Richtung Darmstadt fahre, sieht man man im Stadtwald und dahinter (auch nach den Stürmen vor einem Monat) nur umgefallene und geschwächte Bäume. Letzte Woche hat es an drei Tagen geregnet, der einzige Regen im ganzen März, im Stadtwald von Frankfurt jetzt schon Waldbrandgefahr. Der altgewohnte Wald mit Fichten, Buchen und co. wird teilweise verschwinden durch die Trockenheit. Mir blutet da auch das Herz, wenn ich aktuell da laufe.
    Geändert von Simmi14 (21.03.2022 um 19:24 Uhr)

  2. #2182
    Franny Avatar von Franziska T.
    Registriert seit: 15.05.2009
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    Zitat Zitat von Mona K. Beitrag anzeigen
    Naja, aber der Anspruch, total perfekt zu leben, ist ja auch krass. Das geht doch gar nicht. Und überhaupt denke ich, dass es mehr bringen würde, wenn alle sich ein wenig zusammenreißen und ein bisschen im Rahmen ihrer Möglichkeiten ändern (z.B. nur noch 1x die Woche Fleisch, öfter mal mit dem Rad etc.), als wenn 5% sich "perfekt" verhalten und die anderen so weitermachen wie bisher.
    Absolut richtig
    Und am Ende hängt es zentral ohnehin nicht am individuellen Konsum, sondern daran, dass wir in der Industrie - getrieben von der Politik - eine Veränderung brauchen. Wenn bestimmte Produkte einfach weniger Angeboten werden, das Angebot an Produkten ohne Müll steigt, es guten ÖPNV gibt als Alternative zum Auto, macht es das eben auch für die Leute, die sich vielleicht bisher nicht so viele Gedanken darüber machen (können), einfacher.

    Zitat Zitat von Simmi14 Beitrag anzeigen
    Der altgewohnte Wald mit Fichten, Buchen und co. wird teilweise verschwinden durch die Trockenheit. Mir blutet da auch das Herz, wenn ich aktuell da laufe.
    Das Gefühl kann ich verdammt gut Nachvollziehen. Ich war im September 2021 und im Januar 2021 im Harz, der sieht ja inzwischen auch an velen stellen echt schlimm aus
    Wobei es da ja auch ein Selbstgemachtes Problem ist, weil die Monokulturen das ganze natürlich auch viel anfälliger machen..

  3. #2183
    Erfahrener Benutzer Avatar von Mööp85
    Registriert seit: 27.11.2016
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    Ja einige Gegenden sehen da schon übel aus, besonders wenn man die von vorher kennt Aber es kommt auch schon viel neuer Wald nach, an ganz vielen stellen stehen junge Bäume und dann eben nicht nur eine Art, sondern oft bunt gemischt.

  4. #2184
    addicted to pole Avatar von Mona K.
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    Zitat Zitat von Franziska T. Beitrag anzeigen
    es guten ÖPNV gibt als Alternative zum Auto
    Das ist bei mir ja echt ein Aufreger-Thema. Mich nervt immer unfassbar, wenn Leute/Politiker vorschlagen, z.B. Citiymauts einzuführen oder allgemein das Autofahren zu verteuern, damit die Leute auf ÖPNV umsteigen.
    Die scheinen nicht zu kapieren, dass es nicht am Preis liegt, sondern am Angebot! Wenn bei mir kein Bus fährt, kann ich ihn auch nicht nutzen! Und genau so sieht es doch leider in vielen Gegenden Deutschlands aus, selbst hier mitten im Ruhrgebiet.
    Ich bin nicht der Nabel der Welt, aber nur als Beispiel: will ich mit Öffis zur Arbeit fahren, brauche ich mindestens 1,5 Stunden für eine Strecke, und das auch nur, wenn ich nichts verpassen, weil ich natürlich 2 Busse und 1 U-Bahn nehmen muss. Die Busse komme selbstverständlich nur halbstündlich. Verpasse ich also einen, was auf dem Rückweg leider regelmäßig so ist, bin ich direkt 2 Stunden unterwegs.
    Es tut mir leid, aber das könnte dann umsonst sein, ich würde es nicht machen. Die Zeit ist mir dafür zu heilig. 3-4 Std am Tag pendeln mache ich nicht mit.

    Mit dem Auto brauche ich trotz A43 Baustelle etc. ca. 45 min für eine Strecke. Finde den Fehler.
    be a flamingo in a flock of pidgeons.

  5. #2185
    Erfahrener Benutzer Avatar von Nathanael
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    Und Fichten sind halt eigentlich Bäume, die in höhere Lagen gehören. Denen geht's hier einfach nicht so gut wie anderswo... und nun haben wir diesen Baum massenhaft gepflanzt und wundern uns, dass das gar nicht mal so gut ist...

  6. #2186
    Trauert immer noch um ihren kleinen "Merktnix"... Avatar von feiveline
    Registriert seit: 23.09.2013
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    Zitat Zitat von Mona K. Beitrag anzeigen
    nur als Beispiel: will ich mit Öffis zur Arbeit fahren, brauche ich mindestens 1,5 Stunden für eine Strecke, und das auch nur, wenn ich nichts verpassen, weil ich natürlich 2 Busse und 1 U-Bahn nehmen muss. (…) 3-4 Std am Tag pendeln mache ich nicht mit.
    Mit dem Auto brauche ich trotz A43 Baustelle etc. ca. 45 min für eine Strecke.
    So ähnlich sieht es bei mir auch aus…. ist zwar ein „Luxus“problem, aber auf Dauer macht es schon einen Unterschied ob ich 45 Minuten mit den (nicht immer zuverlässigen) Öffis benötige oder 12 Minuten mit dem Auto….

  7. #2187
    Erfahrener Benutzer Avatar von Fellfie
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    Ich glaube, das kommt stark darauf an, wie gut man abschalten kann in den Öffis. Eine Kollegin von mir pendelt z.B. jeden Tag von Bochum nach Dortmund. Sie braucht irgendwie 1.5h pro Strecke und sieht das recht entspannt. In der Zeit liest sie halt, surft oder hört Podcast. Es ist halt schon dann irgendwie doch Freizeit und Runterfahren nach der Arbeit. Nur für Termine nach der Arbeit ist es natürlich schlecht, weil man doch einfach spät zu Hause ist.

  8. #2188
    Trauert immer noch um ihren kleinen "Merktnix"... Avatar von feiveline
    Registriert seit: 23.09.2013
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    Zitat Zitat von Fellfie Beitrag anzeigen
    Ich glaube, das kommt stark darauf an, wie gut man abschalten kann in den Öffis.
    Zumindest seit Corona kann ich in Öffis nicht abschalten… trotz FFP3-Maske… dazu muss ich noch umsteigen, auf den Anschluss warten und der Fußweg zum ersten Bahnhof…. eine „gerade“ Fahrt mit der Möglichkeit gemütlich eine Zeitung o.ä. zu lesen wäre evtl. was anderes…

  9. #2189
    addicted to pole Avatar von Mona K.
    Registriert seit: 23.07.2011
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    Für mich ist Pendeln mit Öffis verlorene Zeit. Mich nerven Menschen einfach zu sehr.

    Dafür stört mich der Stau fast gar nicht (mehr) und ich kann sehr gut im Auto abschalten. Da hab ich meine Ruhe, sitze gemütlich, höre meine Musik, hab's warm.
    be a flamingo in a flock of pidgeons.

  10. #2190
    Erfahrener Benutzer Avatar von Lotta&Lenny
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    1,5 Stunden vor und nach der Arbeit in den Öffis zu sitzen hat mir für mich nichts mit Freizeit zu tun, egal ob man gut abschalten kann oder nicht, da weiß ich definitiv besseres mit meiner Zeit anzufangen….
    An alle die behaupten, sie wüssten wie der Hase läuft...
    Er hoppelt!

  11. #2191
    Erfahrener Benutzer Avatar von Fellfie
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    Na ja, ist halt auch ein bisschen eine Sache der Einstellung. Am Ende macht es keinen so großen Unterschied, ob ich zu Hause lese oder in der Bahn. Ist halt einfach ein etwas anders strukturierter Tag. Wenn man zu genervt ist von anderen oder tausend Mal umsteigen muss, ist es natürlich noch mal was anderes.

  12. #2192
    Trauert immer noch um ihren kleinen "Merktnix"... Avatar von feiveline
    Registriert seit: 23.09.2013
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    Das genau ist das „Problem“…. könnte ich friedlich in den Öffis meine Zeitung lesen wäre es vielleicht noch eine Alternative….nur durch Wege,- Umsteig- und Wartezeiten ist es das leider nicht (auch wenn ich es toll finden würde).

  13. #2193
    Franny Avatar von Franziska T.
    Registriert seit: 15.05.2009
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    Also wenn ich die Wahl hätte zwischen 30 Minuten selber Auto fahren oder 50 Minuten Öffis, würde ich definitiv die Öffis wählen. Viel entspannter, man kann eben lesen oder sonst was tun...
    Aber ich mag einfach auch absolut kein Auto fahren.

    Aber bei über 1 Stunde ist es halt absolut nachvollziehbar, dass man da keine Lust drauf hat. Wenn es dann zusätzlich auch noch teuer ist..

    Am Ende ist aus wissenschaftlicher Perspektive klar, dass es definitiv Push- und Pull-Maßnahmen braucht. Sprich: Autofahren muss unattraktiver werden (zB durch höhere Parkgebühr und weniger Plätze), aber gleichzeitig muss ÖPNV natürlich auch attraktiver werden. Und da zeigen die Untersuchungen deutlich, dass das wichtigste gute Verbindungen und hohe Taktung sind. Menschen, die die Flexibilität eines Autos schätzen, steigen um, wenn sie auch beim Bus nicht genau gucken müssen, wann er kommt, weil eh alle 5 Minuten einer kommt.

    Das Problem in der Politik ist halt bisher immer noch, dass dieses ganzheitliche Denken total schlecht klappt. Gerade in Koalitionen setzt jeder seinen Schwerpunkt. Und am Ende wird dann in jedem Bereich nur ein Teil umgesetzt, der alles nicht so umsetzt, dass es richtig viel bringt.

  14. #2194
    Erfahrener Benutzer Avatar von Simmi14
    Registriert seit: 23.02.2010
    Ort: Frankfurt a. M.
    Beiträge: 8.129

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    Ja, aber da kommen noch Sauberkeit und Sicherheit dazu. Meine letzte Bahnfahrt nach Weinheim war hinzugs mit Bettelkommando verbunden (also richtig professionell mit ausgeteiltem Brief in Englisch, der dann wieder eingesammelt wurde) und Rück mit einem (wenigstens netten) Obdachlosen, Kontrolle keine. Ich bin daran gewöhnt (in Frankfurt ist man das), aber da nehmen viele Menschen reißaus. Das Thema wird von der Politik/Bahn ungern angepackt, lieber hätte man ja kostenlosen ÖPNV für alle. Aber Emotionen spielen eine riesengroße Rolle, wie fühlt man sich im eigenen Auto und wie in der Bahn. Und das sage ich als überzeugte Nutzerin, die gut abschalten kann und selbst kurze U-Bahnfahrten zum lesen nutzt.
    Umgekehrt denke ich ja, das Autos auch versteckte Zeit kosten, Pflege - egal ob Waschanlage oder wie heute morgen (Typisch Mann) gesehen per Luffaschwamm ultravorsichtig abwaschen, aufräumen, Werkstatt + Reifenwechsel, Tanken. Das habe ich ja gar nicht und fehlt mir auch nicht.
    Geändert von Simmi14 (22.03.2022 um 16:09 Uhr)

  15. #2195
    Erfahrener Benutzer Avatar von Eva B.
    Registriert seit: 25.05.2011
    Ort: .
    Beiträge: 4.102

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    Ich fürchte "meiner" Amseldame ist etwas passiert. Sie ist verschwunden, nur noch der Papa schaut mal vorbei
    Artgerecht ist nur die Freiheit -Hilal Sezgin-


    Nichts ist beglückender, als den Menschen zu finden, den man den Rest des Lebens ärgern kann. -Agatha Christie-

  16. #2196
    Erfahrener Benutzer Avatar von Nathanael
    Registriert seit: 01.02.2013
    Ort: Hamburg
    Beiträge: 929

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    Für mich bedeuten die Öffis leider, dass ich zum Betriebsplatz 1h10min brauche statt der 35min mit dem Auto meines Freundes. Und das ist einfach Lebenszeit. Ich komme eh nicht damit klar, dass ich jetzt in der Ausbildung 40h/Woche arbeite, das ist schon echt heftig. Dann sind die Arbeitszeiten aufgrund der Stunde Pause halt auch von 7:30 bis 16:30 und joa, das ist echt lange. Dazu noch die über 2h Öffis und schwupps, bin ich 11h außer Haus. Da habe ich noch nichtmal eingekauft.

    Ich bin große Verfechterin autofreien Lebens und stolz darauf, keine Fahrerlaubnis zu haben. Aber bequemer, muss ich gestehen, ist es schon. Auch, wenn es mir nicht leicht fällt, das zuzugeben...

  17. #2197
    can't change the world, but change the facts Avatar von stjarna
    Registriert seit: 30.04.2009
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    Beiträge: 2.134

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    Zitat Zitat von Fellfie Beitrag anzeigen
    Na ja, ist halt auch ein bisschen eine Sache der Einstellung. Am Ende macht es keinen so großen Unterschied, ob ich zu Hause lese oder in der Bahn. Ist halt einfach ein etwas anders strukturierter Tag. Wenn man zu genervt ist von anderen oder tausend Mal umsteigen muss, ist es natürlich noch mal was anderes.
    3 Stunden (wie bei deiner Kollegin) täglich habe ich niemals die Zeit, um zu lesen, Podcast zu hören etc. Ist ja schön, wenn sie das genießen kann, für mich wäre das vertane Lebenszeit und würde mich in extremen Organisationsstress bringen.

    copyright Grit Rümmler 2009

  18. #2198
    foreninkompatibel Avatar von Kuragari
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    Ich hasse es mit Öffis zu fahren. Es stinkt, es ist voll, man muss stehen. Es fährt unregelmäßig weil irgendwo eine Signalstörung ist, Feuer oder sonstwas. Und dann kostet das auch nicht gerade wenig. Aber Autofahren mag ich auch nicht. Soweit es geht und weil ich keinen Führerschein habe, versuche ich alles mit Fahrrad und Öffis in Kombination zu lösen. Auch wenn es mit meinem Fahrrad manchmal etwas eng in der Bahn wird... Und besonders bescheuert finde ich es, wenn Leute vor den Türen rumstehen weil sie schnell reinwollen, aber noch nicht einer konnte aussteigen. Dann dürfen die gerne mal die Pedale und den Lenker von meinem Fahrrad spüren. Ist mir dann auch langsam egal.

  19. #2199
    addicted to pole Avatar von Mona K.
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    Beiträge: 3.345

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    Ich muss euch die geilste Geschichte erzählen, die mir wirklich so passiert ist, und zwar bei meiner letzten Dienstreise Ende 2018. Da der Arbeitgeber bezahlt hat und so weite Strecken alleine mit dem Auto doof sind, bin ich also nach München mit der Bahn gefahren. Ist eigentlich aus Bochum auch ok. Meine Verbindung war S-Bahn nach Essen (10 min), dort in den ICE und dann 5 Std bis München durchfahren. Hat irgendwas um die 200 Euro gekostet, einfache Fahrt selbstverständlich.

    Jedenfalls hatte meine S-Bahn Verspätung. Um den ICE in Essen zu bekommen, musste ich den ICE von Bochum nach Essen nehmen, für den ich aber natürlich kein Ticket hatte. Ich habe also lieb die Schaffnerin gefragt, ob ich wohl trotzdem mitfahren dürfe.

    Sie (grimmig): "Na gut, steigen Sie ein."

    Ich denke mir: biste lieber still, bevor sie es sich anders überlegt. Steige ein und stelle mich direkt dort an der Tür in den Gang, weil war ja voll und eh nur 10 min Fahrt.

    Türen schließen sich, die Schaffnerin steigt bei mir ein.

    Blafft mich an: "Da müssen Sie nächstes Mal früher los fahren!"

    Ich (verwirrt): "Äh... die S-Bahn hat Verspätung. Da hätte es doch auch nichts genutzt, wenn ich 10 min eher hier gewesen wäre."

    Sie: "Wieso haben Sie denn auch nur 5 min zum Umsteigen geplant??"

    Ich (Verwirrung immer größer, warum ich gerade angemault werde): "Naja, das hat mir Ihr Programm auf db.de so vorgeschlagen."

    Sie: "Das weiß man doch, dass das mit der Bahn nicht funktioniert! Und mit dem Auto hätten Sie auch im Stau gestanden!"

    Hat die echt gesagt. Die Fahrgäste, die das mitbekamen, haben mich nur achselzuckend angesehen und gelacht.

    Ich weiß bis heute nicht, was die Dame geritten hat. Hat wahrscheinlich auch keinen leichten Job.
    be a flamingo in a flock of pidgeons.

  20. #2200
    Erfahrener Benutzer Avatar von Feuerkind
    Registriert seit: 10.02.2011
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    Im Studium bin ich täglich 1,5 Stunden pro Strecke mit der Bahn gependelt, ging schon (als Stunden hat man ja auch Zeit und genug zu lesen), aber am Ende sind wir dann lieber umgezogen um nicht mehr zu pendeln, weil es schon nervig war. Aber früher hat man auch noch bezahlbare Wohnungen in der Stadt bekommen, mittlerweile bleibt vielen ja nur pendeln übrig.

    Seitdem bin ich gar nicht mehr mit den öffentlichen Gefahren, hier ist die Verbindung unterirdisch.
    Wir haben letztens mal geschaut ob unsere Tochter perspektivisch öffentlich zur Schule kommt. Strecke mit dem Auto: 20 minuten. Strecke mit Bus und Straßenbahn: über eine stunde

    Ich hab mir dann ein e-bike zugelegt vor 5 Jahren und einen Anhänger für die Kinder und mache alle alltäglichen Wege mit dem Rad.
    Und für die Strecke zur Schule haben wir ja jetzt unser Hybrid Auto und sie fahren wir komplett elektrisch
    Geändert von Feuerkind (22.03.2022 um 19:54 Uhr)
    Wer nichts weiß, muss alles glauben

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