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Fellfie
Na ja, ich persönlich finde zwar auch, dass so eine Entscheidung jeden Land selbst obliegen sollte, aber Russland wirft der NATO ja (unter anderem) vor, an den Grenzen mit Drohnen zu spionieren (weswegen ich halt schon verstehen kann, dass sie einen "Speckgürtel" zwischen sich und der NATO möchten) und angeblich soll die Ukraine an Atomwaffen forschen.
Diese Drohnenfliegerei geschieht hüben wie drüben. Und die Drohne ist da allenfalls vorgeschoben. Was beide Seiten mit ihren ultrahochauflösenden Kameras aus dem Weltraum filmen, macht so eine Drohne zum Spielzeug. Und nochmal: Das machen beide Seiten. So wie sich beide Seiten gegenseitig abhören, Trojaner installieren, Spione einschleusen usw. Das sind ganz gewöhnliche Dinge, die seit Jahrzehnten, ja teilweise sogar seit Jahrhunderten so laufen.

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Fellfie
Fakt ist: Die westlichen Mächte haben Vertragsbruch begangen. Es wurde wieder und wieder und wieder von russischer Seite darauf hingewiesen und mehr als ein müdes Schulterzucken kam nicht. Das war einfach richtig dumm und eigentlich dürfte niemand ernsthaft überrascht sein, dass es jetzt doch mal eskaliert ist. Ich sehe das Versagen da eindeutig im Westen. Da dachte man sich halt, man könnte sich alles erlauben.
Moooooment. Die Verletzung der Grenzen durch den Westen, ist also der Grund für den Einmarsch in die Ukraine? Das wäre so, als wenn mir das Brötchen vom Bäcker nicht schmeckt und ich deswegen das Schlachthaus vom Schlachter anzünde.
Nein, nicht umsonst tappen selbst Wissenschaftler noch im Dunklen, wie es zu der Eskalation in diesem Konflikt kommen konnte und was Putin damit letztendlich bezweckt. Wovon derzeit die meisten Russlandkenner ausgehen ist, dass Putin das deswegen macht, weil ihm die Ordnung in Europoa ein Dorn im Auge ist. Er verliert immer mehr an Einfluss in Europa und der Wunsch der Ukraine auf Beitritt in die NATO war dann das I-Tüpfelchen. Diese Aktion war sicherlich so schon länger geplant und um den mächtigen Chiniesen nicht zu verärgern, hat man wenigstens noch das Ende der Olympiade abgewartet.
Das Problem für uns Europäer und auch für die Amerikaner ist (das wird von deutsch-russischen Stiftungen auch immer wieder betont), dass die russische Seele so komplett anders tickt als unsere. Dinge, die der Westen lange nicht mehr kennt, nämlich der nationale Stolz auf "Mütterchen Russland", sind dort unglaublich ausgeprägt. Und jede Verletzung dieses Stolzes, ist ein Schnitt in die russische Seele. Und die Angst auf Verlust des Einflusses in Europa, falls die Ukraine nun zur Nato kommt, aber auch die immer weiter zunehmende Macht der EU in der Welt tun der russischen Seele weh.

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Fellfie
Am Ende bringen Schuldzuweisungen uns aber nicht weiter.
Bis hierher passt es.

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Fellfie
Was die Lage jetzt noch retten könnte, sind Eingeständnisse eigener Fehler durch westliche Mächte, Kompromisse und kluge Diplomatie. Also... vielleicht. Und ob wir da die richtigen Leute in entscheidenden Positione haben... na ja. Ich weiß nicht.
Jetzt wird es leider etwas krude. Wenn wir von Kompromissen reden, dann darf nicht vorher stehen, dass westliche Fehler eingestanden werden müssen. Kompromissen sind beiderseitige Zugeständnisse. Diese dürfen aber nicht lauten, dass wir einen Verstoß gegen völkerrechtlche Vereinbarungen dulden. Sonst sind sie das Papier nicht wert, auf dem sie von den Staaten der Welt verabschiedet wurden. Wenn überhaupt, dann muss es seitens des Westens ein Verzicht der Ukraine auf Beitritt in die Nato sein,und ein sofortige Rückzug aller russischen Truppen aus den beiden Teilrepubliken und die Anerkennung der Souveränität des Staates Ukraine und der Grenzen der Ukraine sein.
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