Also bei meinem Hund, den wir 13 Jahre hatten, war ich nicht dabei. Das haben meine Eltern gemacht und ich war im Wartezimmer. Das war die schlimmste Entscheidung meines Lebens. Heute bereue ich es so, dass ich nicht bei ihm war. Es ist ewig her.. 10 Jahre dieses Jahr, aber ich fühle mich immer noch mies.
Danach habe ich nie wieder ein Tier ohne mich gehen lassen. Ob es Hamster, Wellensittich oder Kaninchen war. Mein Mann und ich haben es immer zusammen durchgestanden und bei unserer Tierärztin war es immer so ruhig, so liebevoll, so völlig friedlich, sodass wir immer sehr nah dabei waren. Ich kann diesen Augenblick nicht erklären, aber er ist so so wichtig auch zur Trauerbewältigung. Zu wissen, dass man bis zum Schluss da war, macht alles ein bisschen besser. Es ist einfach in meinen Augen nicht richtig, seine Tiere in fremde Hände zu geben für ihren letzten Schritt. Auch dafür, finde ich, muss man als Tierhalter einfach Verantwortung übernehmen. Das gehört eben einfach mit dazu, so schlimm die Vorstellung auch ist. Schlimmer ist doch, sie allein zu lassen. Ich habe jedes mal hemmungslos geweint.. auch wenn ich mich vorbereiten konnte. Das Wissen, es nie wieder sehen zu können, war furchtbar.




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