Ich war schon zweimal PS für die Laborkaninchenhilfe.
Beim ersten Mal kamen zwei Weibchen, die wir nach zwei Tagen zusammengesetzt haben, weil die eine eh immer über die Gitter zur anderen rübersprang. Es gab keine Probleme zwischen den beiden und nach kurzer Zeit haben die beiden gekuschelt. Die beiden waren mega aufgeschlossen und neugierig - haben meine ganze Wohnung unsicher gemacht und waren Null scheu. Da gab es jeden Abend wilde Sprints und ganze Serien an Bocksprüngen. Die haben ihr Leben und ihre Freiheit einfach nur gefeiert! Sie wurden getrennt vermittelt, hatten beide etwas langwierigere ZFs, aber nichts, was völlig abwegig war.
Beim zweiten Mal kam ein kastriertes Weibchen und ein frisch kastriertes Männchen. Die beiden haben wir sofort zusammen gesetzt. Auch diese ZF war völlig unspektakulär und binnen ein paar Tagen wurde gekuschelt. Die beiden waren allerdings eher scheu und ängstlich. Sie ließ sich zwar gerne kraulen und beide nahmen Leckerchen aus der Hand, aber sie mochten zB nicht wirklich aus dem Gehege raus. Die beiden wurden zusammen vermittelt und mussten daher nicht nochmal ZFt werden.
Meine Erfahrung ist daher, dass die Laboris genau so unterschiedlich reagieren wie andere Kaninchen. Meine vier sind mit minimaler Gewöhnungszeit mit Wiese/Gemüse/Kräutern a.l. ernährt worden und hatten keine Probleme damit. Gesundheitlich waren alle vier fit bis auf eine kleine Entzündung an der Kastranaht beim Männchen. Das einzige, was ich bei den Weibern beobachten konnte war, dass mit dem plötzlichen Tageslicht die Hormone ziemlich hochgepuscht wurden und alle ziemlich "buddelig" waren.
Was genau für Tests gemacht wurden, weiß ich nicht. Aber zwei der vier Tiere waren am Rücken und an den Seiten kahl geschoren. Da wurde wohl etwas an der Haut getestet.


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