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Thema: Hilfe für Kaninchen Alice

  1. #1
    Sina
    Gast

    Standard Hilfe für Kaninchen Alice

    Hallo ihr Lieben!


    Wir sind über den Fonds für alle Felle zum Kaninchenschutzforum gekommen, da es uns in Sachen TA Kosten leider ziemlich erwischt hat dieses Jahr. Es gab bereits 2 Spendenaktionen über Facebook Gruppen für unser diesjähriges großes Sorgenhäschen Alice, welche insgesamt 783,24€ einbrachten, aber leider die entstandenen und weiterhin entstehenden Kosten nicht decken können.

    Alice ist seit März 2018 in ständiger ärztlicher Behandlung. Im März wurde ein lockerer Zahn gezogen, welcher augenscheinlich und röntgenologisch keine Entzündungszeichen aufwies. Als Ursache für die Lockerung wurde damals die falsche Herangehensweise der früheren Tierärztin bei den Zahnkorrekturen vermutet. Ende Mai hatte sich in diesem Bereich ein Abszess gebildet, welcher den nächsten Zahn infizierte und bis in die Nasenhöhle reichte und an der Tiho Hannover operiert wurde, wofür wir einen Weg von 400km eine Strecke fahren müssen. Alleine diese OP+CT und Antibiogramm hat 800€ gekostet, zzgl. die anschließende Nachsorge für mehrere Hundert Euro beim Haustierarzt sowie hohe Fahrtkosten.

    Nachdem die Abszesswunde vermeintlich abgeheilt war, bildete sich innerhalb von 5 Tagen nach Entfernung der letzten Tamponade erneut ein Abszess an dieser Stelle. Es war wieder alles wie zuvor und musste genau das gleiche noch einmal an der Tiho operiert werden. Leider gab es während dieser OP Narkosekomplikationen. Ihre Herzfrequenz begann abzusacken und so musste die OP nach Entfernung der Abszesskapsel abgebrochen werden. Ein gelockerter, und vom Abszess nun ebenfalls infizierter Zahn musste drin bleiben und konnte erst in einer weiteren OP 10 Tage später entfernt werden, die Gott sei Dank komplikationslos verlief. Kosten für CT und beide OPs (16. und 26.07.18) inkl Antibiogramm wieder 1100€. Lieder war das Antibiogramm dieses mal Ergebnislos.

    Dieses Mal verlief die Nachsorge leider anders als beim ersten Mal. Während nach der ersten OP nur die ersten beiden Tamponadenwechsel minimal Eiter in der Wunde war, haben wir jetzt den Eiter nie weg bekommen. Nachdem letzte Woche plötzlich massiv Eiter in Wunde und Nase war, haben wir das Tamponaden-Konzept von der Tiho über den Haufen geworfen und sind auf mehrfach tägliches spülen zuhause umgestiegen. Dies mache ich jetzt seit Freitag, doch gestern Abend fiel mir auf, dass wenn ich Druck auf den Bereich oberhalb der Wunde / unter dem Auge ausübe, massiv Eiter in das Auge übertritt, und zwar nicht aus dem Tränenpunkt sondern irgendwo weiter hinten ... Dieser entleert sich gleichzeitig auch wieder in die Nase. Ich vermute, dass hier irgendwo ein Abszess aufgegangen ist. Der Bereich ist für mich auch nicht spülbar, da es komplett dicht ist an dieser Stelle. Es eitert einfach immer weiter, obwohl ich mittlerweile sogar Strepdipen spritze, wonach es anfangs erst einmal gut aussah, allerdings nur für etwa 5 Tage.

    Wir fahren also Am Donnerstag wieder zu Tiho, nicht nur wegen Alice, sondern auch wegen Jamie, welcher an der Tiho aufgrund des Verdachts einer Otitis media durchs CT geschickt und, falls der Verdacht sich bestätigt, dort operiert wird. Zumindest Jamie ist, Gott sei Dank, bei der Petplan versichert, doch auch hier muss ich einiges Zuzahlen, denn bspw. das CT wird nur zu 50% übernommen. So wie die Lage derzeit aussieht, wird wohl auch Alice nochmal ins CT und, ich fürchte, auch operiert werden müssen ...

    Zudem mussten wir auch noch unser Megacolon Kaninchen Wuselinchen diesen Monat kastrieren, da ihre Gebärmutter stark vergrößert war. Summa sumarum sind wir dieses Jahr bei TA-Kosten um die 6000€ angelangt und können die Kosten einfach nicht mehr bewältigen. Alice einzuschläfern ist absolut keine Option, denn sie ist trotz ihres ganzes Dramas in diesem Jahr immernoch ein sehr lebensfrohes Kaninchen, hopps munter durch die Gegend, bettelt nach Leckerlies und futtert so viel sie kann. Vielleicht mag uns ja hier noch jemand helfen, Alice durch dieses Tal der Tränen zu begleiten? Sie ist noch keine 5 Jahre alt und so voller Lebenswillen, dass wir einfach alles versuchen müssen, um ihr zu helfen.

    TA-Rechnungen sind an den Fonds für alle Felle geschickt worden, Spenden können ebenfalls gerne über den Fonds für alle Felle laufen. Ich bin gerade sehr durch den Wind und unendlich traurig, falls ich also etwas vergessen habe bitte einfach sagen dann versuche ich das zeitnah nachzuholen. Ich habe noch einen 10 Monate alten Sohn den ich überwiegend alleine betreue da mein Mann derzeit mehr beruflich unterwegs als daheim ist, daher ist es manchmal etwas schwierig für mich zeitlich irgendwie klar zu kommen mit der ganzen Kaninchen-Pflege, Tierarzt, Kind und Haushalt. Ich wollte auch eigentlich schon viel eher schreiben, aber ich hab es nie geschafft weil immer etwas war

    Vielen Dank schon einmal im Vorraus, anbei noch ein paar Bilder von unseren Patienten <3

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  2. #2
    Sina
    Gast

    Standard

    Ich weiß gerade nicht, warum ein Teil der Bilder oben auf dem Kopf steht Dann bitte einfach auf den Kopf stellen ^^"
    Bin gerade etwas technisch überfordert ...
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken IMG_8957.jpg   IMG_9051.jpg   IMG_9065.jpg  

  3. #3
    Hoppelmama Avatar von Sarah N.
    Registriert seit: 15.05.2018
    Ort: Berlin
    Beiträge: 161

    Standard

    Ich habe Alices Geschichte schon auf Facebook mitbekommen.

    Ein CT wäre empfehlenswert zur Abklärung. Vielleicht magst du hier nochmal berichten was nach dem CT heraus kam bzw. man den Herd lokalisieren bzw. identifizieren kann?

    Ich erinnere mich, dass Alice auch AB bekommt? Welche Mitteln wurden bisher ausprobiert?

    Alles Liebe und Gute für die kleine Alice!

  4. #4
    Sina
    Gast

    Standard

    Hallo Sarah,

    ja, ich denke auch dass wohl nochmal ein CT gemacht wird. Das 4. dann jetzt ...Wäre schön, wenn sie Alice bei Jamie mit rein setzen könnten, dann kostet es nur halb so viel Aber wird wohl nicht gehen ... Ich hatte letzte Woche auch an der Tiho angerufen und gesagt sie sollen das letzte CT zu Frau Dr. B. schicken, die hatte uns ja damals zum CT geschickt. Sie hat den Abszess bereits im März im intraoral-Röntgen sehen, damals als "Verschattung im Bereich der Nasennebenhöhle" mit der Vermutung auf eine evt. Nasennebenhöhlenentzündung. 10 Tage später war sie im CT, das hier vor Ort aber leider nicht so zufriedenstellend war und Frau B. fand es ganz grottig und sagte dann gar nix dazu ...

    Sie bekam nach der ersten OP Enrofloxacin und Metronidazol nach Antibiogramm, wirkte offenbar nicht so toll. Nach der 2. OP wurde wieder ein Antibiogramm gemacht. Gefunden wurde da Streptococcus intermedius (wie beim ersten Mal), aber eine Resistenztestung war nicht möglich laut Labor, somit wurde dann mit Doxycyclin behandelt. Doxy hatte sie etwa 3 Wochen bekommen und es eiterte munter weiter. Da Frau Br. sagte, wenn wir das Medikament bekommen, können wir auch auf Strepdipen umstellen, haben wir das gemacht, was sie jetzt seit etwas mehr als 2 Wochen bekommen. Gegenüber meinem TA meinte die Tiho, man könnte ja nochmal einen Abstrich von der Wunde für ein Antibiogramm machen. Der meinte daraufhin allerdings, die 80€ kann man sich sparen, er wüsste nicht was da bei rum kommen soll. Wir spülten mit Pronto Vet, haben Leukase Kegel und Manuka in die Wunde und sie bekommt seit 3 Monaten Dauerantibiose. Das Antibiogramm war ja schon mit der Abszesskapsel nicht erfolgreich, und die kam immerhin aus der Tiefe. Hat er meiner Meinung nach Recht, bringt nix. Die Tiho hats immer so bisschen mit ihren Antibiogrammen, weil die als Uni natürlich darauf achten müssen, keine Reistenzen zu züchten. Aber in dem Fall bringts halt einfach nix ...

    Da Frau Br. letzte Woche am Telefon mal was von Chloramphenicol sagte, habe ich mal die Möglichkeiten vor Ort abgecheckt, da ran zu kommen. Reines Chloramphenicol (nicht Palmitat!) ist in der Apotheke bestellbar als Pulver. Man müsste die benötigte Menge exakt ausrechnen und von der Apotheke in kleine Drogentütchen abpacken lassen. Wäre ja aber kein Problem! Das Einzige Problem was ich sehe ist, dass wir quasi einfach mal alle ABs die es so gibt da drauf hauen ... Geben kann man ihr ja alles, sie verträgt jedes AB zum Glück super, ich sag immer Magen-Darm-Trakt wie ein Bauarbeiter Aber wenn man so keine Resistenzen züchtet, weiß ich auch nicht wie sonst ....
    Geändert von Almuth (22.08.2018 um 18:20 Uhr) Grund: TA-Namen entfernt

  5. #5
    Super-Moderator Avatar von Almuth
    Registriert seit: 28.07.2009
    Ort: Niedersachsen
    Beiträge: 2.660

    Standard

    Zitat Zitat von Sina Beitrag anzeigen
    Hallo Sarah,

    ja, ich denke auch dass wohl nochmal ein CT gemacht wird. Das 4. dann jetzt ...Wäre schön, wenn sie Alice bei Jamie mit rein setzen könnten, dann kostet es nur halb so viel Aber wird wohl nicht gehen ... Ich hatte letzte Woche auch an der Tiho angerufen und gesagt sie sollen das letzte CT zu Frau Dr. B. schicken, die hatte uns ja damals zum CT geschickt. Sie hat den Abszess bereits im März im intraoral-Röntgen sehen, damals als "Verschattung im Bereich der Nasennebenhöhle" mit der Vermutung auf eine evt. Nasennebenhöhlenentzündung. 10 Tage später war sie im CT, das hier vor Ort aber leider nicht so zufriedenstellend war und Frau B. fand es ganz grottig und sagte dann gar nix dazu ...

    Sie bekam nach der ersten OP Enrofloxacin und Metronidazol nach Antibiogramm, wirkte offenbar nicht so toll. Nach der 2. OP wurde wieder ein Antibiogramm gemacht. Gefunden wurde da Streptococcus intermedius (wie beim ersten Mal), aber eine Resistenztestung war nicht möglich laut Labor, somit wurde dann mit Doxycyclin behandelt. Doxy hatte sie etwa 3 Wochen bekommen und es eiterte munter weiter. Da Frau Br. sagte, wenn wir das Medikament bekommen, können wir auch auf Strepdipen umstellen, haben wir das gemacht, was sie jetzt seit etwas mehr als 2 Wochen bekommen. Gegenüber meinem TA meinte die Tiho, man könnte ja nochmal einen Abstrich von der Wunde für ein Antibiogramm machen. Der meinte daraufhin allerdings, die 80€ kann man sich sparen, er wüsste nicht was da bei rum kommen soll. Wir spülten mit Pronto Vet, haben Leukase Kegel und Manuka in die Wunde und sie bekommt seit 3 Monaten Dauerantibiose. Das Antibiogramm war ja schon mit der Abszesskapsel nicht erfolgreich, und die kam immerhin aus der Tiefe. Hat er meiner Meinung nach Recht, bringt nix. Die Tiho hats immer so bisschen mit ihren Antibiogrammen, weil die als Uni natürlich darauf achten müssen, keine Reistenzen zu züchten. Aber in dem Fall bringts halt einfach nix ...

    Da Frau Br. letzte Woche am Telefon mal was von Chloramphenicol sagte, habe ich mal die Möglichkeiten vor Ort abgecheckt, da ran zu kommen. Reines Chloramphenicol (nicht Palmitat!) ist in der Apotheke bestellbar als Pulver. Man müsste die benötigte Menge exakt ausrechnen und von der Apotheke in kleine Drogentütchen abpacken lassen. Wäre ja aber kein Problem! Das Einzige Problem was ich sehe ist, dass wir quasi einfach mal alle ABs die es so gibt da drauf hauen ... Geben kann man ihr ja alles, sie verträgt jedes AB zum Glück super, ich sag immer Magen-Darm-Trakt wie ein Bauarbeiter Aber wenn man so keine Resistenzen züchtet, weiß ich auch nicht wie sonst ....
    Die TiHo macht Antibiogramme, da es nach der neusten Verordnung Pflicht jedes Tierarztes ist, vor jeder Antibiotikumgabe eines zu machen. Hintergrund sind natürlich die Resistenzbildungen, aber dies geht nicht von der TiHo aus.

    Kleine Anmerkung nebenbei: Bitte die TA-Namen nicht ausschreiben. Du hast das nicht gewusst, weil du noch neu im Forum bist
    Liebe Grüße, Almuth

  6. #6
    Aktive Avatar von Claudia S.
    Registriert seit: 19.01.2014
    Ort: Ludwigsfelde
    Beiträge: 4.483

    Standard

    Mein Ottokar kam Mai 2016 zu mir und entwickelte auch kurz darauf an der gleichen Stelle einen Abszeß. Das er Zahnkaninchen ist, war mir bekannt. Die erste behandelnde TA bei mir verzichtete auf ein Röntgenbild und die aktuelle ließ das umgehend nachholen. Er hat unterhalb des Auges eine Abszeßhöhle entwickelt, die sich immer wieder mit Eiter füllt und dieser tritt mit Tränenflüssigkeit verdünnt entweder aus dem Auge oder dem dazugehörigen Nasenloch aus. Er wurde bisher einmal jährlich im Herbst operiert, da der Eiter auch die anderen Zähne angreift. Er steht dauerhaft unter Antibiose, manchmal ist weniger Eiter, manchmal wieder mehr. Die Abszeßhöhle ist ja unter Luftabschluß, was die Entwicklung bestimmter Keime begünstigt. Das ein Antibiogramm ohne Ergebnis ausfällt, hatte ich bisher noch nie, aber kann wohl mal passieren.

    Bei meinem Ottokar helfen 1x wtl. Spülungen des Tränennasenkanals. Tgl. massiere ich Eiter aus der Abszeßhöhle hoch und entferne es. Im September/ Oktober steht wohl die jährliche OP an.

    Was ich sagen will: kann auch bei deinem Tier chronisch werden.

  7. #7
    Sina
    Gast

    Standard

    Mist, ich habe gerade gesehen dass ich die Antwort letztens gar nicht abgeschickt habe und jetzt ist sie weg -_-

    Das mit dem Namen tut mir leid, ich ändere es gleich

    Also Stand der Dinge ist momentan, dass sie umgestellt wird auf Chloramphenicol. Das war im ersten Antibiogramm noch sensibel gewesen. Leider beim ersten Antibiogramm auch resistent auf Penicillin, wie sie mir am Donnerstag sagte. Ist ja schön, dass wir es dann darauf umgestellt hatten, weil das so gesagt wurde -_- Dass ein neuerliches Antibiogramm keinen Sinn macht, sah Frau B. ähnlich. Das Chloro kann ich nachher in der Apotheke holen, dann bekommt sie es ab morgen früh, damit genug Abstand zu dem Strepdipen ist, was dann ja weg muss (darf nicht mit bakterizid wirkenden ABs kombiniert werden). Der ganze Eiter, den ich ausgedrückt habe, kam GOTT SEI DANK, nicht von einem neuen Abszess, sondern einer dicken fetten Dakryozystitis. Durch ihre Bindehautentzündung ist der Tränenpunkt tlw sehr weit hinten bei ihr, vor allem wenn sie das Auge zukneift, sodass es aussah, als ob der Eiter irgendwo von ganz weit hinten kam. Ich spüle jetzt jeden Tag selbst zusätzlich den TNK, macht sie auch meistens gut mit. Heute morgen war Madame allerdings etwas motzig, ich wurde schwer bebuddelt und gezwickt Zusätzlich wird 2-4 mal die Wunde gespült. Aktuell großes Problem ist eine starke Fibrinbildung in der kompletten Wunde, welches so fest angehaftet ist, dass es auch mit dem scharfen Löffel beim TA nicht weg geht. ch habe eben mit Frau B. telefoniert und sie ruft auch gleich nochmal meinen Tierarzt an ... sie meint, am besten Narkose und wegschneiden. Von sämtlichen Gels oder Salben (Nu-gel, Nekrolytsalbe etc) rät sie ab, da diese auch gesundes Gewebe auflösen und wir diesen verdammten Zugang zur Nase haben, wo das Zeug partout nicht hin soll. Das ist eigentlich unser Hauptproblem bei dem ganzen: man kann nahezu NICHTS in die Wunde machen, weil alles in die Nase kommen könnte und dort reizt / schädigt / aspiriert werden könnte. Wir hatten vorher mit Pronto Vet gespült, da war diese Fibrinbildung nicht ganz so extrem gewesen. Kann ich aber aktuell nicht mehr machen, weil sie sich daran verschluckt und mir die Aspirationsgefahr einfach zu hoch ist. Haben wir einmal ganz am Anfang gehabt, nie wieder ... als ich gestern nur ganz bischen in der Wunde mit Prontovet nachgespült habe, hat sie wieder geniest ohne Ende und ich musste absaugen. Nicht so dramatisch wie beim ersten mal, aber es war ja auch nur ein ganz ganz bisschen. Spülen mit etwas anderem als NaCL kommt daher nicht in Frage (das mag sie gern und schlecht es direkt weg so wie es aus der Nase läuft), Leukasekegel dürfen auch nicht mehr rein, Honig dürfte sie, scheint es aber nicht zu vertragen. Also gibt es wohl die Tage ne Narkose mit Ausschabung der Wunde :/
    Immmerhin das Auge sieht derzeit sehr gut aus, da kommt nahezu kein Eiter mehr raus und die Dakryozystis scheint weg zu gehen. Nachdem ich den ganzen Eiter da raus massiert habe, scheint das Ofloxacin auch mal greifen zu können.

    Achso, es gab an AB bereits nach Antibiogramm: Enrofloxacin und Metronidazol. War in der Praxis dann leider nicht so super. Danach Doxycyclin, es eiterte munter weiter. Abgesetzt und umgestellt auf Strepdipen (Benzylpenicillin + Streptomycin), sah die ersten Tage gut aus, dann kam ganz viel Tamponade rein und dann wurds ganz schlimm (vermute die Tamponade als Ursache). Danach haben wir keine Tamponaden mehr rein gemacht und nur gespült, es wurde merklich besser. MMn, auch wenn in der MBU nicht nachgewiesen, sind da Anaerobier am Werk, denn anders ist es nicht zu erklären dass sich innerhalb von 2 Tagen, wenn ganz viel Tamponade drin ist, Murmelgroß der Eiter da drin gebildet hat. Das wird ja hinterher zugenäht, dann ist das ganz schnell Kruste drauf und dann ist das ganze nämlich dicht. Zusätzlich zur systemischen Antibiose gab es noch Gentamicin und Ofloxacin Augentropfen und Leukasekegel. Also ich setze jetzt alle meinen Hoffnungen auf das Chloramphenicol

    Mag denn keiner was spenden?

  8. #8
    Sina
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Claudia S. Beitrag anzeigen
    Mein Ottokar kam Mai 2016 zu mir und entwickelte auch kurz darauf an der gleichen Stelle einen Abszeß. Das er Zahnkaninchen ist, war mir bekannt. Die erste behandelnde TA bei mir verzichtete auf ein Röntgenbild und die aktuelle ließ das umgehend nachholen. Er hat unterhalb des Auges eine Abszeßhöhle entwickelt, die sich immer wieder mit Eiter füllt und dieser tritt mit Tränenflüssigkeit verdünnt entweder aus dem Auge oder dem dazugehörigen Nasenloch aus. Er wurde bisher einmal jährlich im Herbst operiert, da der Eiter auch die anderen Zähne angreift. Er steht dauerhaft unter Antibiose, manchmal ist weniger Eiter, manchmal wieder mehr. Die Abszeßhöhle ist ja unter Luftabschluß, was die Entwicklung bestimmter Keime begünstigt. Das ein Antibiogramm ohne Ergebnis ausfällt, hatte ich bisher noch nie, aber kann wohl mal passieren.

    Bei meinem Ottokar helfen 1x wtl. Spülungen des Tränennasenkanals. Tgl. massiere ich Eiter aus der Abszeßhöhle hoch und entferne es. Im September/ Oktober steht wohl die jährliche OP an.

    Was ich sagen will: kann auch bei deinem Tier chronisch werden.
    Ich hoffe doch nicht, dass es chronisch wird Sie kann ja auch nicht ihr Leben lang mit nem Loch in der Backe rumhoppeln

    Zitat Zitat von Almuth Beitrag anzeigen
    Die TiHo macht Antibiogramme, da es nach der neusten Verordnung Pflicht jedes Tierarztes ist, vor jeder Antibiotikumgabe eines zu machen. Hintergrund sind natürlich die Resistenzbildungen, aber dies geht nicht von der TiHo aus.

    Kleine Anmerkung nebenbei: Bitte die TA-Namen nicht ausschreiben. Du hast das nicht gewusst, weil du noch neu im Forum bist
    Kann man diese Verordnung mal irgendwo nachlesen? Denn so wirklich praxisnah ist das ja nicht. Ein Antibiogramm zu machen dauert ja ca 1 Woche, in den meisten Fällen kann so lange aber gar nicht gewartet werden und es wird ein AB auf Verdacht gegeben. Selbiges hat die Tiho ja auch gemacht, war halt zufällig beim ersten Mal das Richtige gewesen, jedenfalls in der Theorie.
    Ich finde Antibiogramme ja auch genrell ne tolle Sache, aber wenn ein Tier seit 3 Monaten mit den verschiedensten ABs behandelt wurde, einfach rausgeschmissenes Geld. Ich hab vor 2 Monaten ein Tier in die Pathologie in Gießen gegeben. Da ging es um die Frage, mikrobiologische Untersuchung des Darms ja oder nein. Er hat vor seinem Tod 5 Tage Enro bekommen und die Ärztin meinte zu mir, sparen Sie sich das Geld, wenn er AB bekommen hat, kommt da eh nicht bei raus. Und das war nur ein AB und nur für 5 Tage. Bei Alice reden wir von 5 verschiedenen systemischen Antibiosen, sowie 3 Lokal-Antibiotika, antiseptischer Wundspüllösung und Manuka-Honig und das über 3 Monate. Da kann man doch jedes Antibiogramm in die Tonne kloppen ^^"
    Geändert von Sina (28.08.2018 um 14:48 Uhr)

  9. #9
    Hoppywood und Fonds für alle Felle Avatar von Katharina
    Registriert seit: 15.08.2006
    Ort: Kölsche Toskana
    Beiträge: 19.152

    Standard

    Meines Wissen gilt diese Verordnung nur für Hunde und Katzen, aber nicht für Kaninchen. Ich habe sie schon gelesen, aber wo habe ich sie abgespeichert?
    Liebe Grüße von Kathi und ihren Kaninchenfellen, erreichbar unter kathis-kaninchenfelle@posteo.de


    Hoppywood Teil 1: https://www.kaninchenschutzforum.de/...ad.php?t=48411

  10. #10
    Hoppywood und Fonds für alle Felle Avatar von Katharina
    Registriert seit: 15.08.2006
    Ort: Kölsche Toskana
    Beiträge: 19.152

    Standard

    Das hier habe ich mir abgespeichert: http://www.tierarzt-rueckert.de/blog...dul=3&ID=20330

    Darin finden sich weitere Infos.
    Liebe Grüße von Kathi und ihren Kaninchenfellen, erreichbar unter kathis-kaninchenfelle@posteo.de


    Hoppywood Teil 1: https://www.kaninchenschutzforum.de/...ad.php?t=48411

  11. #11
    Sina
    Gast

    Standard

    Zitat Zitat von Katharina Beitrag anzeigen
    Das hier habe ich mir abgespeichert: http://www.tierarzt-rueckert.de/blog...dul=3&ID=20330

    Darin finden sich weitere Infos.
    Ach der Herr Rückert, den lese ich doch so gerne

    Ja gut, also das betrifft aber nur Hunde und Katzen (schade, einen Kater haben wir aber auch).
    Und dennoch, wie er schon schreibt, absoluter Humbug ... zumal ja sowieso bereits mit einem Antibiotikum angefangen wird, bevor das Ergebnis da ist, weil man das Tier ja nicht bis dahin seinem Schicksal überlassen kann ...

    Alive kommt am Dienstag wieder unters Messer. Die Wunde hat sehr viel gelbe Nekrosen gebildet, das muss alles weggeschnitten werden
    Seit Mittwoch bekommt sie jetzt Chloramphenicol.

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