Hallo Amber,
vielen Dank für dein Mitgefühl. Ich komme leider sehr schlecht mit Sasus Tod zurecht. Theoretisch muss man bei einem 11jährigen Kaninchen natürlich jederzeit mit dem Tod rechnen, aber er war halt wirklich so fit und voller Lebensfreude, ich hätte nie gedacht, dass es dann sooo schnell geht ... er fehlt sehr.
Ich wollte nun endlich mal wieder von Mia berichten ... die Situation ist wirklich kaum auszuhalten...
Kurz zusammengefasst: Sie kann nach wie vor nicht fressen, hat aber nach wie vor einen sehr großen Lebenswillen.
Ihr wurde ja nun vorletzten Donnerstag ein Zahn gezogen, der gespalten war. Es war wohl auch schon eine Schwellung drumrum. Wir hatten so gehofft, dass das nun die Ursache war und sie wieder anfängt zu fressen. Aber leider scheint das nicht der Fall zu sein. Ich bin wirklich sehr verzweifelt und habe sehr große Angst, dass sie gar nicht mehr fressen kann und ich sie irgendwann einschläfern lassen muss wenn sie noch leben will. Sie macht Männchen, bettelt um Futter, schmeißt sich in der Sonne auf den Rücken, fordert ihre Streicheleinheiten ein, ... wenn sie nur schmerzgeplagt in der Ecke sitzen würde wäre die Entscheidung leichter. Aber aktuell kommt einschläfern für mich absolut nicht infrage.
Amber, ich kann deinen Rat mir einen anderen TA zu suchen ein Stückweit nachvollziehen, da du ja die Vorgeschichte nicht kennst und meine TÄ nicht kennst und wenn man nur diesen Thread liest klingt es natürlich erstmal logisch ... wir stochern schon ewig im Dunkeln, ich sollte lieber mal zu jemandem gehen der sich richtig auskennt ...
aber ich habe nun schon über 10 Jahre Zahnkaninchen (nehme immer wieder bewusst Zahnkaninchen auf) und war natürlich schon bei verschiedenen TÄ ... ich wüsste schlicht keinen TA, dem ich fachlich mehr vertrauen würde als meiner TÄ ...
Ich habe die Empfehlung damals übrigens von jemandem aus diesem Forum bekommen bzw wurde sie mir sogar 2mal unabhängig voneinander empfohlen. Und es gibt durchaus TÄ, die deutlich näher und günstiger sind und bei denen man einfacher Termine bekommt und die sich dennoch mit Kaninchen auskennen. Es hat schon seine Gründe warum wir immer extra nach Hassloch fahren. Kann gerne bei Interesse noch genauer drauf eingehen, aber wir haben Frau K. wirklich sehr viel zu verdanken.
Ich war am Donnerstag übrigens bei Dr. E. in Weissach um ihm die CT-Aufnahmen zu zeigen und ihn nach seiner Meinung zu fragen ... und habe danach meine TÄ noch mehr zu schätzen gewusst ... ein Wechsel kommt für mich definitiv nicht infrage.
Ich überlege allerdings einmalig woanders hinzugehen um eventuell noch intraorale Röntgenbilder machen zu lassen, da werde ich aber die Meinung von Frau Dr. Bö. (München) abwarten ... mit ihr stehe ich bereits in Kontakt (per Mail) und hoffe sehr, dass sie mir weiterhelfen kann ... ich hoffe dass sie auf dem CT irgendwas sieht das uns weiterbringt ...
Meine TÄ möchte Mia keine Zähne mehr ziehen. Sie möchte sie nicht "kaputt operieren". Es gibt keinen einzelnen Zahn, der irgendwie auffälliger wäre als ein anderer ... also keine Entzündung, kein Eiter, ... es gibt mehrere Zähne, die man theoretisch rausmachen könnte/ sollte ... aber für meine TÄ ist es keine Option ihr (fast) alle Zähne zu ziehen, zumindest nicht solange Mia keinen Brei o.ä. frisst. Sie sieht keine Chance dass sie danach anfängt zu fressen. Die Zähne links oben wackeln ja schon immer alle leicht, aber rechts wackeln nun wohl auch alle leicht ... alle ... jeder einzelne Zahn ... wenn das der Grund ist wieso sie nicht fressen kann haben wir echt ein Problem ...
Man hat wenn sie versucht zu fressen das Gefühl, dass es einfach nicht zusammenpasst und sich immer wieder verhakt ... meine TÄ meinte, dass das auch an den Lücken liegen kann und natürlich nicht besser wird wenn sie noch mehr Lücken hat ...
Mia hat jetzt ja auch quasi nur noch 3(!) Zähne mit denen sie wirklich kauen kann, also 3 Zahnpaare die aufeinander passen ... das ist schon echt heftig... das ist meine größte Angst, dass sie damit einfach nicht zurechtkommt ... also dass es gar keine zusätzliche Ursache gibt, sondern sie schlicht mit den wenigen Zähnen nicht mehr wirklich kauen kann ...
Links kann sie ja gar nicht kauen, aber ja schon über ein halbes Jahr nicht mehr und kam super zurecht ... sie hat wirklich alles ganz normal fressen können, auch Heu war kein Problem ... jetzt wurden ja rechts insgesamt 2 Zähne gezogen ... bis auf diese 2 Zähne hat sie rechts sonst noch alle, aber dennoch wirkt sich das ja sehr auf den Kauvorgang aus ...
Habt ihr eine Idee wie ich ihr das Futter noch anbieten könnte? Mia liebt Löwenzahn, Kohlrabiblätter, Karottenkraut, Dill, ... habe schon versucht im Mixer eine breiähnliche Konsistenz (mit etwas Banane) hinzubekommen, aber leider ging sie nicht ran. Hab eh nicht viel Hoffnung dass sie an was breiähnliches gehen würde. Leider frisst sie weder Cunis noch Kuller. Gestern abend war sie recht lange an der geraspelten Karotte, aber es hat leider dennoch kaum was gefehlt. Werde denke ich im Ernährungsboard noch einen seperaten Thread dazu aufmachen. Das einzige das sie regelmäßig frisst ist Banane, aber auch da immer nur wenige kleine Stückchen und ihren Blinddarmkot (hab sie nun auch ein paarmal normale Köddel fressen sehen), aber selbst damit tut sie sich oft sehr schwer. Wobei es mit der Banane gestern besser geklappt hat als die Tage davor.
Dr. E. würde übrigens noch abwarten. Er meinte, wenn das erst eine Woche her ist, dass der gespaltene Zahn gezogen wurde und das wirklich die Ursache war könnte es durchaus sein dass sie noch anfängt zu fressen. Ich glaub da ehrlich gesagt nicht so recht dran, würde mich aber natürlich sehr freuen wenn es so wäre.
Am Mittwoch wurde ja nochmal in Narkose gespült und es sah insgesamt sehr gut aus. Die Lücke rechts oben ist schon fast komplett verheilt und die aktuelle sah auch sehr gut aus, nur ganz minimal Eiter (und der Zahn wurde ja erst ne knappe Woche vorher gezogen). Nur leider nützt uns das halt alles nicht viel solange sie nicht frisst.
Das Wichtigste ist nun denke ich dass ich irgendwas finde das sie fressen kann ... egal ob aufgeweichtes Trofu, Brei, gewürfeltes Gemüse, whatever ... bin da wirklich sehr dankbar für kreative Ideen, vor allem was das Grünzeug betrifft.
Gestern hat sie nun zumindest ein paar wenige Sonnenblumenkerne gefressen ... das hat mich die ganze Zeit gewundert, dass sie auch Sonnenblumenkerne, Haferflocken, ... nicht fressen konnte ... das müsste doch normalerweise gehen, oder? Und das liebt sie normal total.
Ich hoffe nun dass es irgendwie klappt, dass Frau Dr. Bö. die CT-Aufnahmen im gewünschten Format bekommt (stehe mit Ettlingen bereits in Kontakt) und sie uns irgendwie weiterhelfen kann. Das ist nun ehrlich gesagt meine letzte Hoffnung, dass Frau Dr. Bö und Frau K. zusammen Mia irgendwie noch helfen können. Ich wüsste sonst ehrlich gesagt auch gar nicht wo ich hinsollte oder was ich noch versuchen sollte. Das einzige was mir noch einfallen würde wäre wie gesagt das intraorale Röntgen, das fände ich schon recht sinnvoll, da müsste ich dann aber halt leider woanders hin ... da ist mir nun ehrlich gesagt auch die Meinung von Frau Dr. Bö. sehr wichtig ... sie wollte sich nun erstmal die bereits vorhandenen Röntgenbilder und die CT-Aufnahmen anschauen und mir dann einen Rat zum weiteren Vorgehen geben.
Mia kann also weiterhin Daumendrücker gebrauchen!
Und ich könnte ein paar zusätzliche Nerven gebrauchen, mich macht das Ganze wirklich total fertig. Es ist sooo schlimm wenn sie männchenmachend dasteht wenn ich aus der Küche komm und generell ist es so schlimm zu sehen wie sehr sie will und ihr einfach nicht wirklich helfen zu können. Selbst meine TÄ meinte letztes Mal dass sie heulen könnte wenn sie sie so sieht als Mia nachdem sie bereits die Narkosespritze bekommen hat noch neugierig aus der Box geguckt hat und versucht hat Männchen zu machen.
Sie kann nun ja schon 4 Wochen nicht fressen und wenn wir nicht noch irgendeine Möglichkeit finden ihr zu helfen müssen wir sie ja leider früher oder später einschläfern. Und das wäre so so so unglaublich schlimm. Wenn ich überlege wie schlimm es schon ist, wenn sie ne Infusion bekommt ... ich will gar nicht wissen wie sehr sie sich gegen die Spritze wehren würde... und auch danach ... Sasu ist z.B. wirklich sehr schnell ganz friedlich eingeschlafen ... Mia würde sicherlich total dagegen ankämpfen ... erstens ist sie ne totale Kämpferin und zweitens ist sie ja quasi ein junges "gesundes" Tier ... es wäre wirklich schrecklich und ich hoffe so so sehr, dass wir einen anderen Weg finden werden ... irgendwie MUSS es einfach möglich sein ihr zu helfen.
Ich bin natürlich nach wie vor für Vorschläge offen und wirklich dankbar für weitere Möglichkeiten. Auch TA-Tipps wenn es um ne weitere Meinung geht (nicht dass das oben falsch verstanden wurde ^^ weil ich ja geschrieben habe, dass ich nicht wechseln möchte ...), gerne auch per PN.
Ganz toll wären natürlich auch Erfahrungsberichte von anderen Kaninchen, die nur noch relativ wenig Zähne haben ... wie sie damit zurechtkommen, was sie fressen (können), ... wenn ihr da Tipps habt wen ich gezielt anschreiben könnte wäre ich auch sehr dankbar. Vor allem Futtertipps wären wie gesagt gerade super hilfreich. Vielen Dank schonmal!
Liebe Grüße
Steffi


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, fordert ihre Streicheleinheiten ein, ... wenn sie nur schmerzgeplagt in der Ecke sitzen würde wäre die Entscheidung leichter. Aber aktuell kommt einschläfern für mich absolut nicht infrage.
... und auch danach ... Sasu ist z.B. wirklich sehr schnell ganz friedlich eingeschlafen ... Mia würde sicherlich total dagegen ankämpfen ... erstens ist sie ne totale Kämpferin und zweitens ist sie ja quasi ein junges "gesundes" Tier ... es wäre wirklich schrecklich und ich hoffe so so sehr, dass wir einen anderen Weg finden werden ... irgendwie MUSS es einfach möglich sein ihr zu helfen.
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