In der Notfallgruppe bei Facebook bin ich nicht. Der Sachverhalt passt aber. Es soll sich dort aber bitte niemand mehr melden.
Leider möchte die beiden verbleibenden Tiere nun erst in zwei Wochen abgeben, weil ihr das alles zu schnell ging. Ich muss irgendwie versuchen, die Tiere dort früher rauszubekommen, weil die Zustände einfach zu kritisch sind.
Heute Abend geht es mit meinem Weibchen zum TÄ. Leider kommt Eiter aus dem Auge, auch wenn die Maus gut damit zurechtzukommen scheint. Das Auge muss meiner Auffassung nach so schnell wie möglich entnommen werden. Leider ist die Maus auch wirklich viel zu dünn.
Maike, ganz, ganz toll wie Du das machst..und den unkomplizierten spontanen Einsatz
Und an alle anderen die hier so schnell helfen
Ich hoffe ganz arg, dass Ihr alle baldmöglichst rausbekommt ..es wird nicht gut sein wenn sie auch nur ein Paar behält ..im Gegenteil![]()
Geändert von hasili (30.06.2017 um 09:57 Uhr)
Die Zustände sind schlimm, die Frau begreift das alles nicht wirklich. Sie meinte, das Auge heilt von alleine wieder, wenn man nur lange genug warten würde. Daran merkt man schon, dass sie damit völlig überfordert ist. Sie hat die Tiere vor ca. 3 Jahren in diversen Zooshops gekauft und jedesmal gegen Ende des Monats, wenn das Hartz 4 Geld knapp wurde, einfach nichts mehr zu fressen gegeben. Der Bock (unkastriert) parkt seit gestern bei mir im Keller und macht, bis auf das er völlig abgemagert ist, noch einen sehr aufgeweckten Eindruck. Er hat sich noch während der Autofahrt bereits auf das Futter gestürztVerdauung funktioniert bei ihm aber gottseidank gut.
Ich kann nur hoffen, dass die anderen beiden so schnell wie möglich da raus kommen.
@hasili: Danke. Aber auch an meine tollen Helfer, ohne die ich das hier nicht schaffen würde.
Kann mir jemand vielleicht sagen, um was für eine Verletzung es sich am Auge des Weibchens handelt? Augen sind leider mein absoluter Schwachpunkt beim Kaninchen.
Ich habe soeben mit dem Bekannten der Dame geschrieben, der sich als Betreuer ausgegeben hat und ihm die Situation und die Zustände geschildert. Auch ihm gegenüber sperrt sie sich gegen eine zeitnahe Abgabe. Er möchte er aber am Montag erneut versuchen.
Ich finde es ganz großartig, wie Ihr das bisher gemacht habt![]()
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Ich drück den Muckels ganz fest die Daumen. Es ist furchtbar traurig, dass nicht alle Mäuslein in ein besseres Leben starten konnten![]()
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Kann denn der Bekannte, der das ganze wohl zum Glück angeleiert hat, der Frau nicht noch mal ins Gewissen reden? Je schneller die armen Tiere da raus kommen, um so besser ... für alle Beteiligten!
Man hat nicht ein Herz für Menschen und eines für Tiere.
Man hat ein einziges Herz oder gar keins.
- Alphonse de Lamartine -
Der Bekannte hat wirklich gerade versucht, sie zur Abgabe zu bringen. Sie sperrt sich aber komplett und wird dann auch recht laut. Meine Sorge ist, dass sie sie gar nicht mehr abgeben wird, wenn wir weiter drängen. Ich glaube fast, dass es wirklich am besten ist, wenn man am Montag erneut anfragt. Ich hoffe, dass die Mäuse das Wochenende gut überstehen. Futter habe ich ja in ausreichenden Mengen dort gelassen.
Ach, unsere Beiträge haben sich überschnitten.
Ist ja gut, dass der Betreuer/Bekannte da dran bleibt! Er wird wohl die besten Chancen haben als direkter bzw. offizieller Ansprechpartner ... ich hoffe, sie lenkt bald ein und handelt im Sinne der Tiere.
Man hat nicht ein Herz für Menschen und eines für Tiere.
Man hat ein einziges Herz oder gar keins.
- Alphonse de Lamartine -
schrieb nicht jemand, dass sie ab August ein Tierhalteverbot hat?
Für immer im HerzenMo April 2005-29.12.2013
Mottchen Nov 2008-14.01.2015
Herr Lehmann Okt 2011-20.05.2022
Dieser Bekannte, der sich als Betreuer ausgegeben hat, ist er wirklich vom Gericht zum Betreuer bestellt?
Und falls ja, in welchen Angelegenheiten?
Das würde ich auf jeden Fall mal nachfragen. Denn je nach "Sachlage" könnte er beim Betreuungsgericht Auskunft holen, ob er die Abgabe der Tiere auch gegen den Willen der Halterin veranlassen kann.
Wo kommt denn das (angebliche) Tierhaltungs-Verbot ab 01.08. her?
Dann ginge es ja sowieso nicht mehr darum, was die Halterin will ...
Im schlimmsten Fall würde es bei der Abgabe der Tiere eben laut werden. Das muss ein Betreuer aushalten können![]()
Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut,
sondern auch für das, was man nicht tut.
-Laotse-
Ich hatte darauf gehofft, dass er vom Gericht bestellt ist, er ist aber nur ein "einfacher" Bekannter, der bei alltäglichen Dingen hilft.
Das Tierhaltungsverbot hat er gegenüber dem Vermieter durchgesetzt, weil er der Auffassung ist, dass die Tiere dort nicht bleiben können. Dem Vermieter waren die Zustände recht gleichgültig (es handelt sich um ein riesiges Hochhaus, in welchem mit Sicherheit noch einige Tiere unter unschönen Bedingungen leben). Sie weiß nichts von dieser Lüge und denkt, dass sie die Wohnung verliert, wenn die Tiere nicht bis Ende Juli verschwunden sind.
Geändert von Maike (30.06.2017 um 11:35 Uhr)
Hallo Maike!
Ich arbeite ja in Braunschweig im sozialen Bereich und werde mal schauen welche Sozialarbeiterin für den Bereich zuständig ist, in dem die Frau wohnt. Ich werde den Fall dann melden (evtl. über unsere Sozialarbeiterin) und sehen, dass evtl. eine rechtliche Betreuung angeregt wird! Ich kümmere mich am Montag darum! Ich schreibe dir per Whats App mal meine dienstliche Telefonnummer. Da kann der Bekannte mich gerne zu meiner Bürozeit kontaktieren!
Was soll ich sagen? Sie füttern was das Zeug hält. Während ich gestern bei dem Weibchen noch wirklich Sorge hatte, sehe ich sie heute Abend in meinem Beisein futtern. Wir haben heute 4x gefüttert und bis auf ein wenig ist wirklich alles weg!
Der Bock hat sich von mir heute Abend kraulen lassen und hat mir ein paar Haferflocken aus der Hand genommen.![]()
Da wir hier einen ähnlichen Fall hatten (mit sehr viel mehr Tieren) und die Frau sich ähnlich verhielt, kann ich nur sagen, dass es mit gutem Zureden nicht klappen muss, hier ging es nicht. Erst mit sehr viel Druck und Frist (in diesem Fall musste sie ihre Ställe räumen) konnten die Tiere gerettet werden. Widerstand wurde bis zuletzt aufgebaut.
Betreffend Auge Anja S. fragen, ihr Spezialgebiet!![]()
Hallo Maike,
das Auge muss bei solchen Verletzungen in der Regel nicht entnommen werden (und sollte es bei Kaninchen möglichst auch nicht!) Allerdings heilt solch eine Verletzung natürlich auch nicht von selbst, wie die Halterin das sagt.
Hier gibt es mehrere Möglichkeiten: Ist die Verletzung am Auge durch einen Fremdkörper/Gegenstand entstanden, handelt es sich meistens um - unterschiedlich tiefe - Hornhautverletzungen. Das muss beim TA abgeklärt werden (sehr einfach mittels Anfärbung durch Fluoreszein möglich). Färbt sich das Auge dabei leichtend grün, besteht weiterhin eine Verletzung der Hornhaut.
Das Auge versucht sich bei solchen Verletzungen gut selbst zu heilen - eine normale Hornhautverletzung heilt meist innerhalb von einer Woche komplett aus. Jetzt kann dabei bei einer schwereren und unbehandelten Verletzungen natürlich einiges schiefgegangen sein. Du schreibst ja, das Auge scheint oberflächlich verheilt mit einer Art "Beule". In diesen Fällen - und dafür spricht das Foto ein bißchen (auch wenn das auf den Fotos immer undeutlich zu sehen ist) - bildet sich unter der Hornhautoberfläche meist ein Ödem. Das schimmert dann ähnlich bläulich. Sind die Zellen unterhalb der Hornhaut nicht richtig verheilt, gibt das dabei oft Komplikationen.
Dazu kommt, dass jede Augenverletzung / Hornhautverletzung zwingend mit Antibiotika (Augentropfen oder Salben, ideal bei Kaninchen ohne Konservierungsmittel) behandelt werden muss! Wird sie nicht rechtzeitig behandelt, können Bakterien durch die offene Schutzschicht am Auge (die verletzte Hornhaut) tiefer in das Auge eindringen und dort größeren Schaden anrichten. Das könnte den Eiter erklären. (Übrigens kann es neben Eiter auch Fibrin - eine Art Gerinnungsprodukt bei Heilungsprozessen, das wäre harmlos - sein. Das hat dann eine etwas andere Konsistenz - aber unterscheiden kann das meist nur der TA).
Möglich ist auch, dass durch die vorgewölbte Hornhaut nach außen natürlich Lid und Wimpern permanent reiben und immer wieder die Augenoberfläche verletzen. Auch dann kann das Auge nicht vernünftig heilen.
Und letztlich können es auch verschiedene bakterielle/entzündiche Prozesse sein, da die Fremdkörperverletzung eben nicht richtig verheilt ist.
Aber alle diese Komplikationen sind für einen Augenarzt (der muss nicht zwingend kaninchenerfahren sein) wirklich gut behandelbar. Am allerwichtigsten ist es zunächst, wirklich die konkrete Ursache herauszufinden und richtige Diagnose zu stellen - danach richtet sich dann die weitere Behandlung. Pflegetropfen für das Auge (alternativ Salbe, aber häufig sind Kaninchen gegen die Wollwachs-Stoffe u.ä. Salbenprodukte allergisch - dann unbedingt auf Tropfen wechseln), wie geschrieben am besten ohne Konservierungsmittel - Konservierungsmittel reichern sich sehr schädlich in der sehr dünnen Kaninchenhornhaut an - und Antibiotika sind die Grundvoraussetzung der Behandlung. Es gibt aber viele weitere Möglichkeiten, das Auge erhaltend zu behandeln. Ein Augenarzt hat verschiedene Möglichkeiten der Wundbehandlung und -auffrischung (ambulant), auch einige minimalinvasive chirurgische Eingriffe sind möglich, um das Auge zu erhalten. Da ist ganz vieles möglich, aber dazu bedarf es in der Regel eines Augentierarztes.
Bei einer Hornhautverletzung übrigens kneifen die Tiere normalerweise die Augen stark zusammen und sind sehr blend- und lichtempfindlich (sie haben dabei auch starke Schmerzen). Das ist auf den Fotos ja nicht zu sehen; das Tier hat die Augen ja auf. Sehr wahrscheinlich ist hier die Ursache wirklich tiefer im Auge.
Abgeklärt habt ihr Dinge wie Zähne/Abszess u.ä.?
Auf jeden Fall würde ich ganz dringend empfehlen, das Auge zu erhalten! Dieser Aufwand lohnt sich bei Kaninchen wirklich sehr. Wenn du magst, schreib mal die Region, ich helfe gerne bei der Suche nach einem Augenarzt.
Ich kann dich dazu wirklich ermutigen - ich hatte selbst einen äußerst komplizierten Fall, aber letztlich haben wir es geschafft, das Auge zu erhalten und ich habe wieder ein gesundes Tier. Meine sehr gute Augenärztin sagt selbst, dass es in den allermeisten Fällen sehr gut möglich und sinnvoll ist, das Auge zu erhalten. Ein Einsatz, der sich für das Tier immer lohnt
.
Ich drücke euch ganz doll die Daumen und hoffe, dass es dem Kleinen bald besser geht!!
Liebe Grüße, Anja
Du kennst dich ja wirklich gut aus!Danke für die ausführlichen Infos! Da habe ich gleich wieder etwas gelernt!
Ich hoffe, dass du das Auge retten kannst und drücke die Daumen!
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