Ich denke, das kann schon mal einen Weile dauern.
Lotte mußte mit 6 Jahren kastriert werden, wegen eines Tumors. Davor war sie fast ständig scheinschwanger. Sie wirkte auch sehr stark zwangsgesteuert von ihren Hormonen, war sehr gestreßt und der Streß bewirkte, daß sie unfreundlich, unzufrieden, aggressiv und sehr reizbar war. Es dauerte ca. 3 Monate, bis sie sich veränderte. Das ging sehr langsam voran. Danach wurde sie ein freundliches, sehr zufriedenes und ausgeglichenes Mädchen. Sie liebte es beschmust zu werden, war nicht mehr aggressiv und konnte endlich das tun, was ihr wirklich Spaß machte, ihre Fleecedecken zu zerfleddern. Sie hatte endlich ein glückliches Leben.
Emmi hat das gleiche Problem. Sie war von einem Tag auf den anderen, praktisch über Nacht, in der Pubertät. Seitdem wird der arme Manni bedrängt, berammelt und es wird gespritzt und überall mit dem Kinn markiert. Sie ist total unruhig und Manni will seine Ruhe haben und häufig geraten sie darüber in Streit und es fliegen die Flocken. Neuerdings schleppt sie häufig Heu durch die Gegend. Mehrere Nester hatte sie schon gebaut. Das Pfützchen hinterlassen haben wir schon etwas unter Kontrolle. Wenn sie gerade mal entspannt ist, ist sie ganz lieb und kuschelig. So, wie sie eigentlich wirklich ist. Aber ganz schnell kommt wieder die hormongesteuerte Emmi durch und es streßt sie und auch Manni wirklich ganz stark. So heftig hab ich das bei so einer jungen Maus noch nie erlebt. Sie tut mir echt leid und der Manni auch. Die Kastra ist schon geplant nach dem ersten Geburtstag. Das ist dann hier die dritte Kastra überhaupt. Hab ich so noch nie gemacht, aber es ist so echt kein Spaß für das Tier. Und für die Umgebung auch nicht.


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