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Thema: Madenmittel

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    nach müde kommt blöd Avatar von Rabea
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    Ort: Brandenburg, Yeaha!
    Beiträge: 2.543

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    Zitat Zitat von arundlecastle Beitrag anzeigen
    Mein schwerst arthrotischer Stalli geht in seine letzte Phase, er robbt schon länger, pieschert seit kurzem völlig unkontrolliert und hat seit 2 Wochen zunehmend flächige Wunden, ich vermute durch Madenbefall, aber auch durch wundscheuern. Er liegt schon auf Vetbed, ist jetzt eingehegt, aber frisst noch ganz gut, lässt sich von seiner Madame bekuscheln, bekommt Schmerzmittel, Wundcreme etc., kommt zur Begrüssung hervorgerobbt und knuspert beim geknuddeltwerden. Nur baden und föhnen bei ihm hassen wir beide..

    Eine TÄ hat bei ihm letzte Woche eine einzelne Made gefunden und etwas gegeben, dass auch gegen Würmer sei, eine bräunliche Flüssigkeit zum Einflössen. Ich kann mich leider nicht erinnern, wie das hiess. Weiss das vielleicht jemand? Ich würde nämlich jetzt gerne zu meinem anderen TA gehen und ihn drum bitten, es noch mal zu geben. Die andere ist zwar nett und kaninchenkompetenter, aber ich hatte den Eindruck, dass sie ihn eigentlich lieber gehen liesse, und so weit sind wir beide gerade noch nicht. Auch wenn mir klar ist, dass es jetzt nicht mehr lange so weiter gehen kann. Ausserdem ist die Fahrerei etwas zu weit, toleriert er nicht gut (er versucht immer Kehrtwendungen in der TB und kriegt sie nicht hin und regt sich dann total auf, ich musste ein paar Mal warnblinkend rechts ran fahren.

    Könntet Ihr mal erzählen, wer schon mal Maden bei Kaninchen hatte, was dagegen gegeben wurde?
    Ich verstehe es nicht so ganz und muss mal doof nachfragen: Er hat flächige Wunden, von denen du vermutest, dass sie von Maden stammen, jedoch wurde darauf/darin keine Maden gefunden? Wo wurde die einzelne Made gefunden?
    „Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.“

  2. #2
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    Die Made wurde auf einer der Wunden gefunden, inzwischen haben die sich weiter ausgebreitet, also die wunden Stellen. Ich creme sie ein und dusche ihn gelegentlich ab, bisher habe ich noch keine weiteren krabbeln sehen. Liest man aber nach, sind solche Wunden und flächige Haarausfälle durchaus typisch dafür, dass es darunter krabbelt. Und umgekehrt, locken solche Wunden (die auch Eigenbiss wegen Jucken sein können) Fliegen an (wobei ich drinnen noch keine bei ihm gesehen hatte, und nach ersten heftigem Gefliegen den Draussenauslauf seit 2 Wochen penibel und erfolgreich abgedichtet habe). Von daher denke ich, dass eventuell jetzt schon viele da sind, oder es ist eine Frage der Zeit. Mich ekelt es zu sehr, dort zu prökeln, und zum TA will ich ihn nicht karren, oder nur wenns notwendig ist.

    Zunächst hatte ich ihn ganz gerne ins Aussengehege getan, weil er auf Gras mit dem lahmen Beinen deutlich besseren Griff hat als auf Teppich, und auch zufrieden war, weil ihm das Fressi um die Nase wuchs. Nur jetzt mit den zunehmenden Wunden war mir das zu unhygienisch, er blieb auch dauerfeucht, somit hat er jetzt seit letztem Wochenende Stubenarrest.

    Aber jedenfalls: es ist zwar nicht unwahrscheinlich, dass er Madenbefall hat oder bekommt, aber durchaus nicht klar. Der TA findet, dass er frisst und einigermassen gut zurecht ist, spricht eher für was anderes, weil Madenfall ihenen wohl unbehandelt recht rasch den Garaus macht, und Madenbehandlung bei kranken Kaninchen dann möglicherweise zwar erst die Maden tötet, einige Tage später aber möglicherweise auch den Wirt...
    Geändert von *Gast* (28.07.2016 um 18:06 Uhr)

  3. #3
    nach müde kommt blöd Avatar von Rabea
    Registriert seit: 06.11.2007
    Ort: Brandenburg, Yeaha!
    Beiträge: 2.543

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    Hm. Also als mein Kaninchen Madenbefall hatte, musste sofortt gehandelt werden. Ich habe alle Maden abgeduscht, Rivanol ins Wasser getan und gespült, gespült, gespült. Und dann abgesucht und rausgepopelt. Und es kamen immer neue zum Vorschein. Die fressen sich rasend schnell tief ins Gewebe. Und ja, sie gehen auch unter die Haut und fressen sich da durch. Dann allerdings könnte man nicht abwarten ob die irgendwann zum Vorschein kommen, sondern müsste aktiv vorgehen.
    Und ich meine mich zu erinnern, dass man sie auch dann entfernen muss, wenn man sie im Körper abtötet. Zumindest so gut es geht.
    Also auch wenn der Ekel noch so groß ist: bei Fliegenmadenbefall muss man sofort etwas machen, da regelt sich nichts von alleine. (naja, zumindest nicht so, dass das Tier überleben kann). Ein krankens Kaninchen kann zwar auch bei der Behandlung mitsterben, aber ohne Behandlung stirbt es so oder so.
    Das Kaninchen ist dem ganzen ja auch total ausgeliefert...
    „Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.“

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von Astrid
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    Mia hatte mehrmals Maden. Ich habe alles oberflächlich abgesucht, wobei es immens wichtig ist, dass man am Anfang halbstündlich schaut und nachsammelt. Man erwischt die in der Regel nicht alle gleich. Gerade in den Geschlechtsecken kamen immer noch welche nach. Sie hatte dann noch Ivermectin als systemisches Mittel gespritzt bekommen. Es wurde nicht lokal behandelt, da der Befall immer nur initial war und nur kleinere Erosionen vorhanden waren.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es mit solchen Wunden nur eine Frage der Zeit ist, bis der nächste Madenbefall da ist. Gerade wenn man Vollzeit berufstätig ist hat man keine Chance. Dann wäre es wohl besser, das Tier einzuschläfern.
    Es ist immer anders wenn man denkt.

  5. #5
    Trauert immer noch um ihren kleinen "Merktnix"... Avatar von feiveline
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    Ort: Nordlicht
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    Ein Kaninchen mit begründetem Verdacht auf Madenbefall könnte ich keine halbe Stunde alleine lassen.... zumal man weiß, dass ein großer Teil häufig schon unter der Haut ist und das Nin von innen auffrisst....
    Tierschutz ist kein Anlass zur Freude, sondern eine Aufforderung sich zu schämen, dass wir ihn überhaupt brauchen. (Prof. Dr. theol. Erich Gräßer, Theologe und Politiker)

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von Öli
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    Ich bin so traurig. Das hat er wirklich nicht verdient. Vielen Dank, dass du dich so solle kümmerst. Aber bitte lass ihn auch gehen, wenn es Zeit ist. Ich weiss, wie schwer das ist. Aber das bist du ihm dann schuldig.

  7. #7
    *Gast*
    Gast

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    Die Situation ist ja die, dass er eine sehr schwere Arthrose hat mit verkippten Wirbelkörpern und seit ich ihn habe (2 Jahre) sehr kontinuierlich schlechter wird. Seit Wochen kann er nicht mehr laufen, seit 2 Wochen ist er inkontinent. Seine Lebensqualität ist auch aus anderen Gründen fraglich. D.h. die TÄ sprach von Einschläfern, bevor Wunden und Maden überhaupt ein Thema waren. Ich habe ihn gelegentlich mit zur Arbeit genommen, aber er fühlt sich einfach zuhaus am wohlsten. Wir werden das also realistisch angehen, er wird demnächst sterben, ob mit oder ohne Maden. Und nein, er wird nicht mehrfach täglich an seiner Wunde traktiert oder dauernd gesäubert, sondern wir machen Kompromisse, zumal er Stunden braucht, um sich wieder abzuregen.

    Die Einzelmade ist eine Woche her (war letzte Woche Freitag), von daher auch meine Eingangsfrage, da verschiedene Mittel nach 1-2 Wochen noch mal nachgegeben werden müssen. Ich fände es komisch, wenn eine Fliege nur eine Made hinterlässt aber in der Tat ist er für eine Woche lang Madenbefall noch ganz gut drauf..

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Avatar von Astrid
    Registriert seit: 04.12.2004
    Ort: Leipzig
    Beiträge: 3.940

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    Wenn das ne Woche her ist hat er keinen Madenbefall.
    Es ist immer anders wenn man denkt.

  9. #9
    foreninkompatibel Avatar von Kuragari
    Registriert seit: 27.01.2011
    Ort: 15344 Strausberg :)
    Beiträge: 2.775

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    Hallo,

    ich weiß, ich bin grad wieder etwas sehr direkt.

    Zitat Zitat von arundlecastle Beitrag anzeigen
    Die Situation ist ja die, dass er eine sehr schwere Arthrose hat mit verkippten Wirbelkörpern und seit ich ihn habe (2 Jahre) sehr kontinuierlich schlechter wird. Seit Wochen kann er nicht mehr laufen, seit 2 Wochen ist er inkontinent. Seine Lebensqualität ist auch aus anderen Gründen fraglich. D.h. die TÄ sprach von Einschläfern, bevor Wunden und Maden überhaupt ein Thema waren.
    Warum wird es nicht gemacht? Arthrose tut weh und ein Fluchttier was nicht wegrennen kann hat doch auch Angst. Dazu kommen dann die Risiken von Inkontinenz und Außenhaltung. Wunde Haut durch Urin tut auch weh. Was spricht denn noch für eine gute Lebensqualität? Und verzeih wenn ich so direkt frage. Mich beschäftigt der Thread schon ein paar Tage

    Ich wünsch euch natürlich viel Kraft für so eine schwere Zeit und alles Gute.

    LG

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