Ich habe mehrmlas Wildkaninchen mit der Flasche aufgezogen, welche dann bei mir im Haus frei lebten und Zugang zum Garten hatten. Sie hatten maximale Bewegungsfreiheit. Sie kamen aber auch als Säuglinge zu mir und wurden daher auf Menschen geprägt. Sie waren zutraulich, nahmen am Leben teil und fühlten sich heimisch. Weibliche Tiere ließen sich ungern anfassen. Eines aber war bereits größer und schon selbständig und wurde nie richtig zutraulich.
Eddie und Tommi sind ebenfalls Halbwildies, die noch blind mit der Flasche aufgezogen wurden. Aus Zeitmangel erhielten sie aber sonst keine Zuwendung und waren extrem scheu. Eddie wurde mit der Zeit zutraulich und aufgeschlossen, Tommi ist weiterhin sehr scheu, zeigt sich nur abends und nachts und läßt sich nicht berühren. Eddie lebt nicht mehr, aber er ließ sich auch nur für ein Leckerli mal kurz über den Rücken streichen.
Je früher die Tiere in Menschenobhut kommen, bevorzugt, ehe sie selbstständig sind, umso leichter werden sie sich einfügen in die Menschenumgebung.
Das Tier, um das es hier geht, ist inzwischen fast 4 Wochen älter geworden. Das heißt, es ist selbständig, nahezu geschlechtsreif bzw. in der Pubertät und an das Leben in Freiheit angepaßt. Da wird es sehr schwer, sie umzugewöhnen und in beengter Umgebung unterzubringen, fraglich ist, ob sie in Gefangenschaft überhaupt noch zurecht kommen und die Frage ist, warum auch?


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