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Thema: Verdacht auf Mittelohrentzündung (Otitis media)

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Zeppelinchen im Farbenrausch Avatar von Walburga
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    Mein Zeppelin hatte im CT Verdickungen am Knochen. Sowohl im Mittel- wie auch im Innenohr.

    Seine CNS-Symtome, das Rollen, drehen usw. schub man immer auf das EC. Er kam erst ins CT als er Aussetzer hatte in denen er sich das Fell vom Kopf und die Ohren blutig kratzte.
    Nach dem CT-Ergebnis fragte man mich auch ob man ihn mit all seinen Problemen nochmal aufwachen lassen sollte.
    Aber er hatte gelernt das Rollen als gegeben hinzunehmen, war in der Gruppe integriert und nahm am täglichen Ablauf teil. Ich hatte das Gefühl man sollte es versuchen.


    Pauschal in die Luft gegriffen riet meine erfahrene TÄ zu einer Kombination aus Baytril und Penicillin.
    In der Hoffnung das man die Krankheit aufhalten kann.

    Wir konnte aus dem Gehörgang jedoch einen Abstrich gewinnen, der zeigte das nur noch ganz wenige ABs gegen diese Erreger wirken konnten.
    Zeppelin half eine Kombination aus Baytril und Forthoprim das wochenlang gegeben wurden. Convenia, Tetracycline und alle Penicilline waren resistent.

    Meine TAs tendieren bei Fällen in denen der Sinn einer OP grenzwertig ist, eher dazu es mit AB und Schmerzmittel zu versuchen.
    Heilen kann man die Krankheit nicht. Aber manchmal aufhalten oder etwas Zeit gewinnen.

    Zeppelin wurde von den ZNS - Symptomen deutlich besser, der Juckreiz am Kopf verschwand und er starb schlussendlich an etwas Anderem.

    Meine TÄ meint immer das viele Patienten mit der chronischen MOE erstaunlich gut damit klar kommen.
    Es ist aber eben nicht bei jedem der Fall. Sofern man sie zeitnah in einem Zustand bekommt das sie schmerzfrei wirken und Lebensfreude zeigen. Warum sollte man so eine Tier sofort einschläfern lassen?


    In einem anderen Fall bat mich der Chirurg vor der Otitis OP bei einer sehr alten Häsin eine CT machen zu dürfen um den Sinn des Ganzen nochmal abzuwägen.
    Im Vergleich zum Röntgenbefund zeigte das CT das die Ursache des Eiters nicht im Mittelohr zu suchen war. Das war um so erfreulicher.
    Geändert von Walburga (13.01.2015 um 14:30 Uhr)

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Keks&Choco
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    Dein Beitrag Walburga ist sehr interessant. Aber warum kann man wohl eine MOE bei Kaninchen gar nicht heilen? Das ist ja schlimm. Oder liegt es eher an dem aggressiven Kanincheneiter, dem man nicht Herr wird? Muss ein Kaninchen rollen, wenn es eine MOE hat? Wenn es dem Kaninchen soweit gut geht, dann würde ich es mit Schmerzmittel, AB und ggfs. Penicillin (was auch immer) versuchen. Sollte man dann nochmal ein CT fahren, um zu schauen, wie sich die Sache entwickelt hat? Das CT wird wach gefahren, somit bekommt man wahrscheinlich keinen Abstrich für die Bestimmung.
    Schnuffelige Grüße
    Christina mit Chocolade (Bonnie-Finchen ist Umgezogen am 12.01.16)
    Bolle, Hoppel-Hoppa, Baby, "Frau" Maja, Stupsie, Smartie, Keks, Lilly "FeechenFeechen", Maya "Propeller", Socke, Hoppel und Mucki fest im Herzen

  3. #3
    Bobbe
    Gast

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    Vielen Dank für Eure Antworten!

    @Jenny G. und Walburga
    Ist es evtl. möglich mal zu telefonieren? Ich würde morgen gerne hieb und stichfeste Vorschläge vorbringen falls das Ergebnis schlecht ausfällt.
    Wenn ja bitte kurz PN an mich wann es am besten passt.

    Danke!

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von Keks&Choco
    Registriert seit: 05.07.2012
    Ort: bei Frankfurt
    Beiträge: 364

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    Telefonieren wäre ja super, dann kann man sich einfach am besten austauschen. Gute Idee, Bobbe. :-)
    Schnuffelige Grüße
    Christina mit Chocolade (Bonnie-Finchen ist Umgezogen am 12.01.16)
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  5. #5
    ...Leo, Lenny, Philo, Amadeo und Nilo im Herzen Avatar von Nadine G.
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    Beiträge: 3.746

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    Mein Schnupfer leidet auch an einer MOE. Wir haben fleißig mit Baytril+NaCl Gemisch gespült. Das half auch wirklich gut, zusätzlich haben wir bei der TÄ beide Ohren gespült und das Sekret abgesaugt. So haben wir es gut in den Griff bekommen.
    Der Befund verändert sich nun nicht mehr, egal ob mit oder ohne Gemisch. Hier stand auch das Veracin im Raum, haben uns heute aber dagegen entschieden. Unsere Zahn-Tä sprach sich gegen Veracin aus, weil es wohl nicht sonderlich gut wirkt bei Ohrengeschichten. Sie riet uns zum Veraflox.
    Veraflox beim Kaninchen kennt meine TÄ nun so gar nicht und macht sich schlau, bezüglich Dosierung etc.

    "Vielleicht bedeutet Liebe auch lernen, jemanden gehen zu lassen, wissen, wann es Abschiednehmen heißt. Nicht zulassen, daß unsere Gefühle dem im Weg stehen, was am Ende wahrscheinlich besser ist für die, die wir lieben."

  6. #6
    Bobbe
    Gast

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    Rudi hat eine Otitis media rechts und wird am Montag operiert.
    Ich hab die Bilder gesehen, das Mittelohr so wie auch die rechte Nasenseite sind komplett zu. Positiv: bisher noch keine Knochenzersetzung!
    Absaugen oder Tropfen ins Ohr sind zwecklos, weil das Mittelohr ja durch das Trommelfell verschlossen ist.
    Antibiotika-Gaben würden nichts nützen weil der Eiter, der zäh wie Zahnpasta sei, nirgends abfließen könne, was mir sehr anschaulich auch an einem Ohr-Modell gezeigt wurde.

    Es wird jetzt ein Loch von unten gebohrt und oben durch das Ohr wird ebenfalls eine Öffnung in das Mittelohr gemacht. Dann muss täglich 2 - 3 mal mit AB (welches durch ein Antibiogramm bestimmt wird) gespült werden bis kein Eiter mehr kommt.

    Zum Glück hat er die Entzündung nur rechtsseitig und damit ist die OP möglich. Bei beidseitigem Befall hätten die Ärzte eine OP abgelehnt weil sie zu heftig für das Tier wäre. Die Chancen dass er alles gut übersteht liegen 60 - 70 %.

    Also wer Montag vormittags Zeit hat - ich bin über jeden gedrückten Daumen froh!

    LG, Petra

  7. #7
    Zeppelinchen im Farbenrausch Avatar von Walburga
    Registriert seit: 01.05.2012
    Ort: Aichach
    Beiträge: 3.192

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    Dann hoffen wir das Beste für ihn.

    Der Chirurg meines Vertrauens, meinte er hatte einen Patienten der nach der Otitis - OP viele Jahre symptomfrei gelebt hat.

    Aber die OP ist kein Spaziergang und das Risiko ist sehr hoch. Nach den Schilderungen, die ich gehört habe geht es ihnen danach auch nicht schlagartig besser.
    Aber man hat eine Chance das es evtl. ausheilt. Dies ist auch viel Wert.

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