Mein Zeppelin hatte im CT Verdickungen am Knochen. Sowohl im Mittel- wie auch im Innenohr.
Seine CNS-Symtome, das Rollen, drehen usw. schub man immer auf das EC. Er kam erst ins CT als er Aussetzer hatte in denen er sich das Fell vom Kopf und die Ohren blutig kratzte.
Nach dem CT-Ergebnis fragte man mich auch ob man ihn mit all seinen Problemen nochmal aufwachen lassen sollte.
Aber er hatte gelernt das Rollen als gegeben hinzunehmen, war in der Gruppe integriert und nahm am täglichen Ablauf teil. Ich hatte das Gefühl man sollte es versuchen.
Pauschal in die Luft gegriffen riet meine erfahrene TÄ zu einer Kombination aus Baytril und Penicillin.
In der Hoffnung das man die Krankheit aufhalten kann.
Wir konnte aus dem Gehörgang jedoch einen Abstrich gewinnen, der zeigte das nur noch ganz wenige ABs gegen diese Erreger wirken konnten.
Zeppelin half eine Kombination aus Baytril und Forthoprim das wochenlang gegeben wurden. Convenia, Tetracycline und alle Penicilline waren resistent.
Meine TAs tendieren bei Fällen in denen der Sinn einer OP grenzwertig ist, eher dazu es mit AB und Schmerzmittel zu versuchen.
Heilen kann man die Krankheit nicht. Aber manchmal aufhalten oder etwas Zeit gewinnen.
Zeppelin wurde von den ZNS - Symptomen deutlich besser, der Juckreiz am Kopf verschwand und er starb schlussendlich an etwas Anderem.
Meine TÄ meint immer das viele Patienten mit der chronischen MOE erstaunlich gut damit klar kommen.
Es ist aber eben nicht bei jedem der Fall. Sofern man sie zeitnah in einem Zustand bekommt das sie schmerzfrei wirken und Lebensfreude zeigen. Warum sollte man so eine Tier sofort einschläfern lassen?
In einem anderen Fall bat mich der Chirurg vor der Otitis OP bei einer sehr alten Häsin eine CT machen zu dürfen um den Sinn des Ganzen nochmal abzuwägen.
Im Vergleich zum Röntgenbefund zeigte das CT das die Ursache des Eiters nicht im Mittelohr zu suchen war. Das war um so erfreulicher.![]()


Zitieren



Lesezeichen