Wir waren am Freitag mit Benny beim TA und sein Zustand hatte sich bis dahin nicht verändert.
Nachdem die TÄ sagte, dass die Chancen 50/50 stehen,
bekamen wir jede Menge Medikamente und Dampfzusätze mit, die bis Montag gereicht hätten.
Demonstrativ aß Benny vor der TÄ direkt Löwenzahn und Karottengrün, ganz stolz !
(Es war für alle nur merkwürdig, dass die Verstopfung mit der Luftnot einherging.)
Wir waren kaum auf der Autobahn, etwa 10 Min später, da bekam Benny enorme Atemnot -
ich bin wieder nach hinten zu ihm hingesessen und habe seine Erstickungsanfälle erschüttert erlebt.
Durch einen Stau auf dem Rückweg der Autobahn (defektes Auto in Baustelle)
waren wir gezwungen, im Feierabendverkehr durch ganz Mannheim zu tingeln, während Benny so gelitten hat.
Als wir die Klinik erreichten, war er schon sehr schwach und die TÄ, die ebenso erschrocken war, gab nur eine Spritze (glücklicherweise).
Zu dritt haben wir ihn gestreichelt,
sein Köpfchen in meiner Hand ging er dorthin, wo auch CaroLino hinging, der uns drei Wochen vorher verlassen hat.
Benny ist unser Herzbube gewesen,
immer hat er sich um uns und die anderen Kaninchen gekümmert,
doch diese haben ihn irgendwie nicht akzeptiert....
Am kommenden Mittwoch sind es zwei Jahre, dass ich die Beiden (Lino und Benny) mit zwei anderen Ninchen aus "unmöglichen" Zuständen weg geholt habe;
es tut mir für immer leid, dass er danach nicht gleich zu uns kommen konnte und erst mal wieder in "andere" Umstände kam.
Ich fühle mich, als wäre ich ein Zombie und hätte 30Kg Gewichte an den Beinen,
kennt ihr das?


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