Hallo RaBu,
es ist nicht leicht, die richtigen Worte zu finden, denn jeder Mensch geht mit Krankheit, Tod und Trauer unterschiedlich um.
Ein paar Gedanken, die vielleicht ein wenig helfen könnten...
Das geliebte Tier ist eine eigenständige Persönlichkeit, es gehört dir nicht, doch du hast die Aufgabe und auch Chance, diesem dir anvertrauten Tier das Leben so schön und lebenswert wie möglich zu machen, ihm Schmerzen weitgehend zu ersparen oder zu lindern, ihm das Sterben gegebenenfalls zu erleichtern.
Das ist ein großes Glück für dieses Tier, für das du die Verantwortung übernommen hast.
Bedenke, wie viele Tiere nicht dieses große Glück der liebevollen Betreuung und Begleitung haben, wie vielen nicht die Schmerzen genommen werden, wie viele sich grausam und einsam zu Tode quälen müssen.
Nimmt man Tiere auf, vor allem auch alte und kranke, lernt man, mit dem Tod vor Augen zu leben.
Seit vielen Jahren lebe ich täglich mit der Angst, für eins meiner schwerkranken Tiere könnte dies der letzte Tag sein.
Monat für Monat, Woche für Woche, Tag für Tag, manchmal Stunde für Stunde muss ich abwägen, ob es noch okay so ist für das kranke oder alte Tier. Muss ich jetzt sofort eine Entscheidung treffen, oder können wir getrost bis morgen oder übermorgen warten?
Hündin Bessi war 12 Jahre alt und hatte einen inoperablen bösartigen nasalen Tumor, als wir sie übernahmen.
Viele meiner Kaninchen und Meerschweinchen hatten oder haben infauste Diagnosen, sei es Tumorerkrankungen, Niereninsuffizienz oder andere unheilbare Krankheiten.
Immer hält man die Luft an, wenn man nur nach kurzer Zeit das Zimmer / Gehege wieder betritt, immer ist man erleichtet, wenn es doch noch nicht so weit ist, und wenn dann der gefürchtete Tag, die gefürchtete Stunde kommt, merkt man das sofort, doch man hält das alles aus und bleibt handlungsfähig für das Tier, wenn man sich selbst hintenan stellt mit seinen Gefühlen, mit der Trauer, mit der großen Angst vor dem Leben ohne das geliebte Tier.....man hält das Unausweichliche aus, wenn man nur das Tier sieht und genau so handelt, wie es für dieses Tier im Moment richtig ist.
Jedes Leben endet, und nicht der Tod an sich ist schlimm, wenn wir es schaffen, dem geliebten Tier das Sterben so angenehm wie möglich zu machen.
Alles Gute für deinen Pablo!![]()




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