Liebe Martina,
ich habe das gerade gelesen und auch die Antworten zu deinem Thema und ich muss sagen, dass ich es ganz toll von dir finde, dass du das hier mal ansprichst und sagst, wie du dich derzeit fühlst, dass es dir sehr schlecht geht und mit welchen Gedanken du kämpfst.
Ich kenne diese Situation aus eigener Erfahrung und weiß, wie schwer das ist, wenn das ganze Leben nur noch aus Sorge um ein (oder mehrere) Kaninchen zu bestehen scheint. Manchmal kann man einfach nicht mehr, man will nicht mehr obwohl oder gerade weil man die Tiere so sehr liebt. Dann kommen Gedanken auf, dass man am liebsten gar keine Kannchen mehr halten möchte und gleichzeitig schämt man sich für diesen Gedanken der aber nur aufkommt, weil man einfach am Ende ist.
Ich halte jetzt seit 1998 immer mindestens 4 Kaninchen derzeit sind es 5 (zeitweise waren es aber auch deutlich mehr) und es gab immer wieder Zeiten in denen es mir so ging wie dir jetzt. Manchmal ging es mehreren Tieren gleichzeitig schlecht und es war wie verhext, immer war irgendwas anderes und manchmal wollte ich aussteigen; die Kaninchenhaltung aufgeben weil ich dachte, ich schaff´ das alles auch emotional nicht mehr .....
Urlaub musste ausfallen und auch die Freizeitgestaltung ist extrem eingeschränkt wenn ein Tier krank ist und man ist froh, wenn man wieder zu Hause ist.
Man kennt seine Kaninchen ja doch ziemlich gut (bis ganz genau) kennt jeden Gesichtsausdruck und erkennt sofort wenn etwas nicht stimmt. Oftmals zeigen unsere Tiere dann noch gar keine Krankheitssymptome und selbst viele "normale" Tierärzte erkennen erstmal nichts und das ist schon eine Situation in der man denkt "nicht schon wieder - oder ist es nur blinder Alarm?". Aber "blinder Alarm" ist äußerst selten und meistens ist es nur eine Frage von ein, zwei Tagen dann zeigen die Tiere dass sie doch krank sind und man fährt doch wieder "den weiten Weg zum kaninchenerfahrendsten TA den man kennt".
Wir haben auch gerade mal wieder eine Krankheit überstanden, habe aber eine Woche lang kaum geschlafen weil Melissa eine Blinddarmaufgasung und eine beginnende Haarballenbildung im Magen hatte (Röntgen, Infusion, Novalgin, MCP, Colosan, Dimecticon Albrecht) aber seit gestern braucht sie keine Medis mehr und es geht es ihr wieder gut.
Ich drücke dir ganz ganz feste die Daumen, dass es bald wieder aufwärts geht.
Ich bin ganz sicher, dass du mit deinem Thread vielen Gleichgesinnten Mut machst mal anzusprechen wie schlecht es einem geht, wenn ein Tier krank ist und welche Gedanken einen plagen und du zeigst uns allen die wir uns betroffen fühlen, dass wir mit diesen Gedanken auch nicht alleine sind. Hier im KS gibt es immer Leute die uns wieder Mut machen, die uns weiterhelfen und das finde ich ganz toll
Alles Liebe
Birgit




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