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Thema: Die Suche nach dem Heiligen Gral - oder die perfekte Kaninchenhaltung?!

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Hoppywood und Fonds für alle Felle Avatar von Katharina
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    Beiträge: 19.152

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    Zum Thema Schnupfen: Hast du mein Beispiel von Maria gelesen? Keine Symptome und doch Bordetella? Und sie ist nicht die Einzige hier wo nur ein prophylaktischer Abstrich einen Befund ergab.

    Die Meinung zur Häsinnenkastration teilen meine TÄ. Sie haben schon sehr viele Häsinnen kastriert und ab dem Alter von 3 Jahren hatten alle Befunde, bei den etwas älteren bösartig. Meine Häsinnen sind bis auf eine alle kastriert, bei ihr wird es in Kürze in Angriff genommen. Aber zum Thema gibt es einen Extra-Thread unter Krankheiten.
    Liebe Grüße von Kathi und ihren Kaninchenfellen, erreichbar unter kathis-kaninchenfelle@posteo.de


    Hoppywood Teil 1: https://www.kaninchenschutzforum.de/...ad.php?t=48411

  2. #2
    Benutzer
    Registriert seit: 08.02.2011
    Ort: Bayern
    Beiträge: 69

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    Schnupfer/Nichtschnupfer ist in der Tat ein großes Problem. Wissentlich würde ich sie nicht zusammensetzen, wenn ich ein extrem schnupfendes Tier habe zu einem offensichtlich gesundem. Dennoch wissen wir doch in den meisten Fällen nie von unseren Tieren, ob sie nicht schon einmal mit Schnupfern in Kontakt gekommen sind. Die Tierheime, die ich kenne, haben keinen separaten Raum, wo Schnupfer untergebracht sind. Da sitzen doch alle zusammen, Käfig an Käfig oder Box an Box und niesen durch die Gegend.
    Vieles ist wohl tatsächlich auch eine Frage der Abwehrkräfte. Hab hier einen Kandidaten, der ständig Kokzidien, Würmer, e-coli hat. Seine Mädel und auch das vorhergehende dagegen null, obwohl sie natürlich die gleiche Toilette teilen etc. Impffrage hat sich somit für mich auch erledigt.
    Zur prophylaktischen Weibchenkastra gab es schon viele Diskussion. Für mich ist das keine Option und widerspricht auch dem Tierschutzgedanken, ein gesundes Organ zu entnehmen. Bei Auffälligkeiten/Erkrankungen sollte es natürlich gemacht werden! Doch ich lass mir auch nicht die Brust vorsorglich abnehmen, wenn meine Mutter an Brustkrebs gestorben ist. Die OP ist nicht leicht! Ich hab bisher zwei Kastras vornehmen lassen, bei einer davon ist das Weibchen gestorben, was sicher sehr selten vorkommt, doch auch damit muss gerechnet werden, es ist nun einmal eine OP.
    Für immer im Herzen: Krümel † 1999, Thea-Franzi † 2007, Nelly † 2008, Marie und Maxi † 2009, Tommy † 2009, Leo † 2011, Amy † 2011, Luna † 2011, Winnie † 2012, Emily † 2015

  3. #3
    Diene
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    Was die Weibchenkastration betrifft habe ich auch schon viel nach gedacht und sehe es letzendlich so, dass die Weibchenkastration nicht nur den "Vorteil" bringt, dass Risko für das Tier zu minimieren, dass es erkrankt, sondern vorallem auch, das Wohlbefinden des Kaninchens. Männliche Kaninchen leiden ja auch unter ihren "Trieben", die sie nicht ausleben können und im Prinzip sehe ich das für die weiblichen Tiere ähnlich. Die männlichen Kaninchen möchten sich von Natur aus vermehren und die Weibchen möchten von Natur aus ihre Jungen gross ziehen. ( die sie lange erwarten und nie bekommen) Wenn es nur um die Vermehrung an sich ginge, könnte man ja theoretisch auch grundsätzlich die Weibchen kastrieren lassen und die Männchen nicht. Aber es geht ja auch darum, dass die Tiere so unter Dauerstress stehen würden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit zumindest. Eine rollige Katze ist auch ein gutes Beispiel dafür, dass auch weibliche Tiere unter ihren "Trieben" leiden. Wie stark das für jedes einzelne Tier zutrifft, weiss ich nicht, aber ich denke, im Grunde ist der "Trieb" da.

    Viele liebe Grüsse

  4. #4
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit: 09.04.2012
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    Beiträge: 3.984

    Standard

    Zitat Zitat von Ali Beitrag anzeigen
    Doch ich lass mir auch nicht die Brust vorsorglich abnehmen, wenn meine Mutter an Brustkrebs gestorben ist.
    85% der weiblichen Kaninchen unter 5 Jahren entwickeln Krebs in den Reproduktionsorganen; das ist einfach nicht zu vergleichen mit "Brust abnehmen, weil meine Mutter ist an Brustkrebs gestorben". Wer so argumentiert, kennt die Fakten ganz offensichtlich nicht.
    Ausgezeichnete Information inklusive Bilder der Operation finden sich hier. Nix für schwache Nerven, aber danach ist klar, warum die Kastration so ein schwieriger Eingriff ist.
    Zwei Franzosen, zwei Schweizer, zwei Holländer, ein Japaner, zwei Loh, zwei Fürsorgefelle und ein "Weideunfall"

  5. #5
    Benutzer
    Registriert seit: 08.02.2011
    Ort: Bayern
    Beiträge: 69

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    Auf Zahlen gebe ich in diesem Fall nicht so viel. Da gibt es einfach zu viele widersprüchliche Statistiken. Jeder soll das mit der Kastra machen, wie er es für sein Tier richtig hält. Für mich ist es keine Option ohne Indikation gesunde Organe zu entnehmen, vorausgesetzt es ist nicht wirklich so, dass sie extrem unter ihrem Trieb leiden oder Probleme haben.
    Für immer im Herzen: Krümel † 1999, Thea-Franzi † 2007, Nelly † 2008, Marie und Maxi † 2009, Tommy † 2009, Leo † 2011, Amy † 2011, Luna † 2011, Winnie † 2012, Emily † 2015

  6. #6
    Pflückliesel Avatar von Keks3006
    Registriert seit: 25.01.2012
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    Beiträge: 5.533

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    Zitat Zitat von SteffiSB77 Beitrag anzeigen
    Ihr Lieben,

    Und kurz wegen dem waschen Wiese. Ich finde das gar nicht so unnötig, ich weis nicht wie es euch da geht, aber ich finde es ist eigentlich nicht möglich, Wiese zu finden, wo nicht auch andere Tiere Pipi machen und es gibt doch auch noch diesen Fuchsbandwurm....hmm, wäre da aber weter interessiert, was andere denken, ich reise mich nicht um die Arbeit, zumal es immer ne ziemliche Sauerei ist...

    [...]

    Mhh...ich bleibe dabei...so riskierts du dann am Ende dass deine alle zu Schnupfern werden, auch wenn sie es vorher nicht waren, genau sowas wolltest du doch bei Aufnahme von Kaninchen vermeiden, warum das Risiko dann bei dein eigenen? Irgendwie dreht sich das im Kreis...

    Und wieder der Kreis...
    Wie soll ich gezielt nach Schnufern "suchen", wenn sie "nur" Erregerträger sind? Und soll ich nun immer potentiell davon ausgehen, dass meine eigenen Schnupfer sind, weil es ja evtl. sein könnte und gleiches dann für Pflegetiere...?? mhhh....konfus
    Ich habe langsam den Gedanken es ist sicherer zu sagen, im grunde sind alle Schnupfer und nur die bei denen es ganz sicher auszuschließen ist, und das werden die wenigesten sein, die kommen in "gesicherte nicht schnupfer Gruppen! ....

    [...]
    1. Ich wasche keine Wiese. Mit Sicherheit habe ich schon vollgepieselte Wiese gepflückt. Wenn die richtigen Pflanzen in der Mischung sind, können die Kaninchen sich damit selbst gegen Parasiten behandeln. Und wenn mal trotzdem eins verwurmt ist, dann wird es eben behandelt. Wobei das in meinen Augen, wie hier auch schon gesagt wurde, mitunter eine Sache der Abwehrkräfte ist.

    2. Wenn ich einen erfolgreichen Abstrich habe, sind meine Kaninchen Schnupfer und ich riskiere überhaupt nichts, wenn noch ein Schnupfer dazu kommt. Wenn ich in fünf Jahren immer noch keinen erfolgreichen Abstrich habe, aber die Kaninchen immer noch feuchte Nasen, dann habe ich immerhin mit so großer Wahrscheinlichkeit Schnupfer, dass ich kein gesundes Kaninchen dazusetzen kann.

    Und nein, wieso sollte man prinzipiell davon ausgehen, dass die eigenen Tiere Schnupfer sind? Und wieso ist es sicherer, zu sagen, alle Kaninchen sind Schnupfer? Und wo ist der Unterschied zwischen Schnupfer und Erregerträger? Ich kann dir nicht so richtig folgen...

    Zitat Zitat von april Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von Ali Beitrag anzeigen
    Doch ich lass mir auch nicht die Brust vorsorglich abnehmen, wenn meine Mutter an Brustkrebs gestorben ist.
    85% der weiblichen Kaninchen unter 5 Jahren entwickeln Krebs in den Reproduktionsorganen; das ist einfach nicht zu vergleichen mit "Brust abnehmen, weil meine Mutter ist an Brustkrebs gestorben". Wer so argumentiert, kennt die Fakten ganz offensichtlich nicht.
    Ausgezeichnete Information inklusive Bilder der Operation finden sich hier. Nix für schwache Nerven, aber danach ist klar, warum die Kastration so ein schwieriger Eingriff ist.
    Es gibt tatsächlich Menschen, die sich aufgrund ihrer erhöhten Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu erkranken, die Brüste prophylaktisch entfernen lassen. Oder die Gebärmutter nach den Wechseljahren. Wenn mir jemand sagen würde, dass ich mit einer Wahrscheinlichkeit von 85% Gebärmutterkrebs o.ä. bekomme, dann würde ich persönlich auch sagen, raus damit, wenn ich sie nicht mehr brauche...


  7. #7
    Erfahrener Benutzer
    Registriert seit: 11.03.2010
    Ort: Frankfurt
    Beiträge: 9.029

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    Kann auch jeder je nach Befinden des Tieres entscheiden.
    Sicherlich.
    Dennoch verstehe ich dei Argumentation "widerspricht dem TS-Gedanken" gar nicht. Dann dürften wir gar nicht kastrieren, denn Tiere wollen sich ihrer Natur gemäß vermehren.

    Ich denke aber, es spricht einfach mehr FÜR dei Weibchenkastra.

  8. #8
    Diene
    Gast

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    Bei einer Weibchenkastration würde ich letzendlich auch nach Einzelfall entscheiden. Als ideale Bedingung, hinsichtlich Kastration, scheint wohl die Voraussetzung, dass das Tier jung und gesund ist. Aber das ist ja nicht in allen Fällen gegeben und da würde ich die Risiken und Situation dann doch abwegen (z. B. Narkoserisiko, Wundheilung, Alter des Tieres, Verhalten etc. ). Im Grunde kann man nicht immer die richtige Entscheidung treffen, auch, wenn man alle kastrieren lässt oder alle nicht kastrieren lässt, denn ein Risiko bleibt bei allen beiden Varianten. Darum ziehe ich hier den Einzelfall auch vor im Gedanken die Risiken somit zu minimieren und die "Beste" Entscheidung für das einzelne Tier zu treffen.
    Beispiel: weibliches Kaninchen, Alter: ab 5 aufwärts geschätzt, herzkrank, ausgegliechenes Tier = nicht kastrieren
    Beispiel: weibliches Kaninchen, Alter: 1 Jahr, augenscheinlich gesund, eher unausgegliechen, häufige Scheinträchtigkeiten = Kastrieren


    Viele liebe Grüsse
    Geändert von Diene (05.02.2013 um 01:13 Uhr)

  9. #9
    Benutzer
    Registriert seit: 08.02.2011
    Ort: Bayern
    Beiträge: 69

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    Zitat Zitat von Diene Beitrag anzeigen
    Bei einer Weibchenkastration würde ich letzendlich auch nach Einzelfall entscheiden. Als ideale Bedingung, hinsichtlich Kastration, scheint wohl die Voraussetzung, dass das Tier jung und gesund ist. Aber das ist ja nicht in allen Fällen gegeben und da würde ich die Risiken und Situation dann doch abwegen (z. B. Narkoserisiko, Wundheilung, Alter des Tieres, Verhalten etc. ). Im Grunde kann man nicht immer die richtige Entscheidung treffen, auch, wenn man alle kastrieren lässt oder alle nicht kastrieren lässt, denn ein Risiko bleibt bei allen beiden Varianten. Darum ziehe ich hier den Einzelfall auch vor im Gedanken die Risiken somit zu minimieren und die "Beste" Entscheidung für das einzelne Tier zu treffen.
    Beispiel: weibliches Kaninchen, Alter: ab 5 aufwärts geschätzt, herzkrank, ausgegliechenes Tier = nicht kastrieren
    Beispiel: weibliches Kaninchen, Alter: 1 Jahr, augenscheinlich gesund, eher unausgegliechen, häufige Scheinträchtigkeiten = Kastrieren


    Viele liebe Grüsse
    Sehe ich genauso! Man kann einfach nicht pauschalisieren. Trotzdem bleibe ich dabei, ein absolut unauffälliges junges Tier würde ich ohne Indikation nicht kastrieren lassen, einfach nur der Prophylaxe wegen, nein! Und natürlich wegen der Vermehrung die Männchen kastrieren, doch dieser Eingriff kann mit einer Weiberkastra nicht verglichen werden. Bei diebrain sind auch noch einige kritische Gedanken geäußert: Bei falsche Infos/Fakten: http://www.diebrain.de/k-schein.html
    Für immer im Herzen: Krümel † 1999, Thea-Franzi † 2007, Nelly † 2008, Marie und Maxi † 2009, Tommy † 2009, Leo † 2011, Amy † 2011, Luna † 2011, Winnie † 2012, Emily † 2015

  10. #10
    Erfahrener Benutzer
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    Ort: Zürich
    Beiträge: 3.984

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    Die 85% sind keineswegs widersprüchlich. Die Schlussfolgerung, auf eine 15% Chance nicht zu reagieren, die beweist Mut vor Gefahren, die andere dann ausbaden dürfen. Es wäre ja schon Prophylaxe ein grosser Gewinn, aber wer betreibt den Aufwand, seine Häsin ab dem 18. Monat zweimal im Jahr schallen oder röntgen zu lassen?
    Zwei Franzosen, zwei Schweizer, zwei Holländer, ein Japaner, zwei Loh, zwei Fürsorgefelle und ein "Weideunfall"

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