Hallo,
ich seh auch keinen Vorteil darin, die Bestandteile als Pellets zu geben, sondern nur jede Menge Nachteile. Gerade Blasengriespatienten sollten nämlich kein oder möglichst wenig getrocknetes Futter bekommen. Eine zu trockne Nahrung schadet ihnen.
Mit Gefühl dosiert wird die Dosis sogar vermutlich deutlich besser, als wenn man Pellets gibt!Cranberry und Heidelbeeren haben z.B. einen sehr hohen Calziumgehalt.
Ich wüßte jetzt nicht in welcher Menge ich die zusätzlich zu den anderen geben sollte.
Und auch das Vitamin C, es muss im richtigem Maß dosiert sein
Ich glaube, du überschätzt da die Pelletsmacher etwas. Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass sich diese genau ausrechnen, was die - für die Kaninchen - optimale Menge an Cranberries ist und sie genau so viel beigeben.
Das geht schon aus praktischen Gründen nicht. Denn man muss mit der Mischungen gewisse Parameter treffen, damit sich die Masse überhaupt sauber pelletieren lässt.
Und auch finanziell würd sich das nicht lohnen, so teure Zutaten wie z.B. Cranberries werden vermutlich nur in Spuren oder Kleinstmengen beigegeben, da sonst die Pellets den Futterhersteller nur "unnötig" teuer kämen. Viel Heu und wenig anderes lässt sich nämlich genauso teuer verkaufen, der Hersteller hat ausser weniger Gewinn nichts davon, wenn er viel von den teuren Zutaten beigibt.
An den Analysenwerten sieht man übrigens auch, dass einem hier vor allem mal Heu für teures Geld verkauft wird, das Futter hat 28 % Rohfasern drin, was für Kaninchen sogar viel zu viel ist.
Es gibt Untersuchungen, dass Futter, das mehr als 20 % Rohfaser enthält, Probleme geben kann. Die Fachliteratur rät daher Futterherstellern, einen Rohfasergehlat von 13 % - 20 % einzuhalten, das macht das Futter nicht.
Sprich, vermutlich ist der Gehalt an Cranberries, Leinsamen, ... sehr klein.
Mit selber Anbieten dieser Zutaten in naturbelassener Form kann man es fast nur besser machen. Denn so heikel ist das nicht, soolange du nicht grad Kiloweise Cranberries gibst, sondern eine normale Portion aus ein paar Beeren, kannst du gar nichts falsch machen. Nur Mut!
Wenn man nicht nur einfach Muskelfleisch gibt (was natürlich Mangelzustände gäbe), sondern man sich informiert und man die Zusammensetzung so wählt, dass sie die Bedüfnisse deckt z.B. in dem man auch Knochen, etwas Mageninhalt, .... gibt oder man alternativ halt dem Futter Zusätze beimischt,Und wenn wir schon bei artgerechter Ernährung für fleischfressende Haustiere sind, das Barfen:
Sollte niemals nach Rücksprache mit dem TA und ohne tierärztliche Kontrolle erfolgen (z.B. regelmäßge Blutuntersuchungen um den Mineral-und Vitaminbedarf zu ermitteln), denn auch beim barfen müßen u.U. Vitamine und Mineralien beigemischt werden.
kann man da weniger falsch machen, als mit Fertigfutter!
Denn das Fertigfutter ist leider alles andere als optimal auf die Bedürfnisse von Katz und Hund abgestimmt, sondern der Hauptgrund für die Zusammensetzung ist die Verfügbarkeit von günstigen Schlachtabfällen und andern verfügbaren und günstigen Rohstoffen.
Ich kenne einen Mann, der mal wirklich ein Futter herstellte, das auf die Bedürfnisse von Katzen abgestimmt war. Sein Versuch ging völlig in die Hose, da das Futter so teuer wurde, dass es sich kaum jemand leisten konnte oder wollte, denn mit Barfen kommt man günstiger zu guten Katzenfutter.
Bei Fertigfutter ist die Gefahr einer Fehlernährung nicht kleiner, sondern grösser, als wenn man sich informiert und man schaut, dass das Futter in etwa ausgewogen ist.
Denn leider kümmern sich sehr viele Tierfutterhersteller viel zu wenig um die wirklichen Bedürfnisse der Tiere.
das wird offensichtlich, wenn man mal schaut, was alles als Tierfutter verkauft wird.
Liebe Grüsse
Lina




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