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Thema: Magenüberladung - Holly hat es nicht geschafft...

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Nettimaus
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    Beiträge: 3.645

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    Durch die abgestorbenen Würmer entstehen Gase und Toxine.
    Deshalb schrieb ich ja du solltest Sab geben. Hast du das gemacht?
    Deshalb sollte eben eine Wurmkur ganz vorsichtig durchgeführt werden, denn dadurch kann ein Tier auch sterben.

    Bei so vielen Würmern war eine wiederholte Aufgasung fast vorprogrammiert.
    Ich hoffe deinem Nin konnte geholfen werden.

    Hab hier noch was gefunden .. ist zwar nicht speziell für Kaninchen ..aber vielleicht um es zu verstehen.

    Wenn man sich einmal anschaut was eine chemische Wurmkur im Einzelnen bedeutet:

    • Es bilden sich immer mehr Resistenzen gegen chemische Wirkstoffe
    • Die Inhaltsstoffe belasten beim Produktionsvorgang unsere Umwelt
    • Die Inhaltsstoffe belasten die Entgiftungsorgane unserer Tiere massiv
    Tote Würmer geben im Darm Toxine ab und belasten die Entgiftungsorgane
    • Die verendeten Würmer werden nicht sofort ausgeschieden und verweilen noch einige Tage im Darm und geben, wie alle verwesenden Organismen, wiederum Verwesungsgifte im Körper des Tieres ab.
    • Die durch den Tod freigesetzten Schwermetalle ( welche durch die Würmer gebunden
    werden ) belasten das Tier zusätzlich.
    • Es werden nicht nur die schädlichen Parasiten abgetötet, sondern es wird gleichzeitig die Mikroflora des Darms massiv gestört
    http://borna-borreliose-herpes.de/al...wirkstoffe.htm
    Geändert von Nettimaus (28.08.2011 um 08:22 Uhr)
    Ihr fehlt mir so
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  2. #2
    Flöcki for President! :) Avatar von Fisch
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    Nettimaus, mal interessehalber: wie kann der Arzt denn feststellen, ob die Beschwerden nun durch eine erneute Aufgasung oder durch die Toxine entstehen?

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von Nettimaus
    Registriert seit: 16.10.2006
    Ort: Unten am Fluss
    Beiträge: 3.645

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    Ich bin nur ein Laie und versuche es mal zu erklären..

    Die Toxine sind ja Gifte und eben giftige Gase. Ich glaub es entsteht u.a. CO2. (bin mir aber nicht sicher)
    Das ist ähnlich wie bei der Behandlung von Hefen. Beim Absterben der Hefen werden massiv Toxine freigesetzt (Herxheimer Reaktion).
    Und so ist es auch beim Absterben von vielen Würmern. Die können sowohl den Darm verstopfen, als auch Toxine und giftige Gase freisetzen. Und das ist nicht nur bei Würmern so, sondern bei allen Endoparasiten.

    Ob es eine Überladung durch einen Haarballen oder durch massiven Endoparasitenbefall ist, das kann man eigentl. nur durch Kontrastmittelröntgen festestellen. Aber es war ja hier mehr eine Aufgasung und ich denke auch die 1. Aufgasung hat unmittelbar mit dem Wurmbefall zu tun.
    Der Ta hätte das eigentlich erkennen müssen.
    Und normal hätte meine TÄ Ab + Inf. gegeben um eine Sekundärinfektion zu vermeiden.
    Aber wiegesagt ich bin kein TA und das ist meine pers. Meinung was ich hier geschrieben hab.
    Geändert von Nettimaus (28.08.2011 um 10:39 Uhr)
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  4. #4
    *Missing my loved ones* Avatar von Sandra N.
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    Beiträge: 0

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    Vielen lieben Dank für die tolle Erklärung, nettimaus, ich finde das ist sehr gut verständlich so. Wäre für mich auch endlich mal eine vernüftige Erklärung, wie das beides so schnell entstehen konnte.

    Ich hatte ihr während des Päppelns die letzten Tage immer Sab mit in den Brei gemischt, habe es aber nicht explizit nochmal allein gegeben. Momentan kriegt sie jetzt alle 2h 0,5 ml. Sollte ich mehr geben? Ich habe nur Angst weil ihr Bauch schon wieder so prall ist, ihr Zustand hat sich über Nacht auch wieder verschlechtert bzw. geht es ihr jetzt genauso schlecht wie letztes mal Wir hoffen gerade so auf das selbe Wunder vom letzten mal, dass es einfach -plopp- macht und ihr Bauch wieder weich wird. Sie bekommt wieder MCP, Novalgin sowie Sab und gestern gabs eine Infusion. Ab und an trinkt sie von alleine. Kann man noch mehr machen? Das Problem momentan ist ja wohl erstmal, das Gas jetzt wieder aus ihrem Bauch zu bekommen

    Ich würde übrigens unheimlich gerne mal die wirkliche Ursache für das ganze Drama feststellen lassen, letztendlich sind ja alles bisher nur Vermutungen. Hier wird so oft Kontraströntgen erwähnt, aber ich bin bei solch medizinischen Sachen ein totaler Laie Kann mir jemand GENAU erklären wie das funktioniert und was man daran sehen kann? Ich hatte es bei der Tierärztin, die wir letztes mal hatten, ja angesprochen, aber die hat mir davon abgeraten wegen dem Risiko das Mittel in Holly zu bekommen. Andererseits frustriert es mich ungemein, da mir keiner der drei mittlerweile behandelnden Ärzte sagen konnte woran ich feststellen kann ob eigentlich ein Haarballen die Ursache sein könnte. Ich will auch einfach für die Zukunft verhindern, dass sich da noch ein drittes mal was anbahnt oder unser zweites Kaninchen auch noch betroffen wird.

    Danke nochmal für euren Beistand und die Bemühungen eine Erklärung für ihren Zustand zu finden Bitte drückt Holly auch weiterhin die Daumen, dass es ihr bald wieder besser geht, die Maus hat es gerade SEHR nötig

    Liebe Grüße
    Sandra

  5. #5
    ich bin dabei.. Avatar von Katja T.
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    Für das Kontrastmittelröntgen bekommst Du ein Kontrastmittel (Barium) mit nach Hause. Das gibst Du ihr nach Anweisung des Tierarztes. Wenn dann ein Röngenbild gemacht wird, sieht man anhand des Kontrastmittels genau, wie weit der Magen-Darminhalt transportiert wird und an welcher Stelle Verstopfungen vorliegen. Insofern ist das schon sehr sinnvoll, um ein besseres Bild von der Erkrankung zu bekommen.

    Ich würde daher immer nur dann zufüttern, wenn ich ein Kontrastmittelröntgen gemacht habe. Generell würde ich nur sehr sehr flüssig zufüttern und immer danach vorsichtig massieren, damit der Mageninhalt weitergeht. Ich würde bei einem prallen Bäuchlein jede Stunde Sab geben und anschließend eine Viertelstunde massieren. Schmerzmittel und MCP sind auch sehr wichtig.

    Ich drücke der kleinen Maus ganz fest die Daumen.

    Liebe Grüße von Katja mit Löwi, Anton, Lotta, Feli und Grimmy

  6. #6
    *Missing my loved ones* Avatar von Sandra N.
    Registriert seit: 13.05.2011
    Ort: Rostock
    Beiträge: 0

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    Danke für die Erklärung, das klingt für mich eigentlich recht unkompliziert. Ist es schwierig das Kontrastmittel zu verabreichen und gibt es dabei Risiken? Die TÄ hat uns nämlich erklärt dass es risikoreich ist das einfach so zu geben und dass das wahrscheinlich unter Narkose gemacht werden müsste. Deswegen sind wir davon abgekommen. Wie lange dauert es denn bis man ein Röntgenbild machen kann nach Eingabe des Kontrastmittels? Und kann man dann erkennen was den Bauch verstopft oder nur wo das ganze stattfindet?

    Ist es eigentlich grundsätzlich möglich eine Verstopfung durch Abtasten festzustellen? Das hat uns nämlich der gestrige TA mitgeteilt. Holly hätte keine Verstopfung weil er das gefühlt hat. Ich frag mich dabei nur was man da im prallen Bauch noch fühlen kann und wieso der Mageninhalt immernoch nicht abtransportiert wird Kriege langsam das Zweifeln an den Tierärzten hier vor Ort...

    Werde der Maus dann jetzt jede Stunde Sab geben und weiterhoffen. Bauchmassagen kriegt sie eh immer gleich danach. Von der Menge her ist das aber so ok mit den 0,5 ml?

  7. #7
    ich bin dabei.. Avatar von Katja T.
    Registriert seit: 06.08.2009
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    Beiträge: 1.397

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    Wir haben das Kontrastmittel in einer Spritze mit nach Hause bekommen und es alle paar Stunden ins Schnäuzchen gespritzt. Nach 12 Stunden wurde dann ein erneutes Röntgenbild gemacht, um zu sehen, was los ist. War eigentlich immer sehr unkompliziert. ich weiß nicht, ob es noch andere Möglichkeiten gibt, ein Kontrastmittelröntgen zu machen..

    Beim Abtasten gibt es immer Fehlerquellen. Unsere TÄ war sich einmal beim bloßen Abtasten/Abhorchen total sicher, dass es Verstopfungen im Darmbereich gibt und der Magen ok ist. Beim anschließenden Röntgen stellte es sich genau andersherum dar.

    Mit Sab kann man eigentlich nichts falsch machen, es wirkt nur mechanisch. Du kannst auch ruhig mal 1 ml geben.

    Gibt es denn noch eine andere Tierklinik/TÄ, wo Du heute hin könntest. Ich denke, ein Rö-Bild ist wirklich wichtig. Zudem ist es auch sinnvoll, MCP spritzen zu lassen, weil es dann noch besser wirkt als bei der oralen Gabe.


    Liebe Grüße von Katja mit Löwi, Anton, Lotta, Feli und Grimmy

  8. #8

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    Ein Kontrastmittel gibt man oral ein. Das geht doch gar nicht unter Narkose. Das Tier muß es ja runterschlucken. Es darf sich allerdings nicht verschlucken, daher soll man dabei vorsichtig sein, dass nichts in die Lunge gerät.

    Ein Röntgenbild kann man kurze Zeit später machen und dann in Zeitabständen von wenigen Stunden. Idealerweise gibt der TA das Kontrastmittel ein und das Tier bleibt den Tag über in der Praxis um dann in Zeitabständen geröntgt zu werden.

    Ich hatte damals auch Kontrastmittel für Zuhause mitbekommen. Später sagte man mir dann, das hätte man gleich in der TA-Praxis eingeben können und das Tier zum Röntgen da lassen sollen.



    Unvergessen: Isis, Sammy, Jonny, Luna, Lizzy und Benny hab euch lieb ❦

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Avatar von Nettimaus
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    Beiträge: 3.645

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    Das Barium hat gute aber auch gefährliche Eigenschaften.
    Die gute ist, das es entzündungshemmend wirkt und bei einer Darmentzündung sogar lebensrettend sein kann.
    Die schlechte ist, kommt auch nur ein Tropfen in die Luftröhre kann es zu einer gefährlichen Lungenentzündung kommen.
    Das Barium sollte daher sehr vorsichtig und langsam eingegeben werden. Auf keinem Fall mit Zwang und unter Zeitdruck.
    Eine Lungenentz. durch Barium hatte meine Biene und es stand haarscharf auf Messers Schneide. Allerdings hatte sie auch eine Darmentzündung und sie hatte dann beides gut überstanden.

    Was aber auch gefährlich ist, ein Kontrastmittel bei Verdacht auf kompletten Verschluss zu geben. Das Kontrastmittel wird irgendwann fest und verbleibt somit in Darm oder Magen.
    Es muß gewährleistet sein, das viel Flüssigkeit nachkommen kann und das Mittel abtransportiert werden kann.
    Von daher sind die Bedenken der TÄ schon richtig. So einfach wie es klingt ist es nicht immer.

    Sab kannst du ruhig 2-3 ml auf einmal geben in der Akutphase jede Stunde...meine TÄ meinte immer bei einer richtigen Aufgasung helfen so ein paar "Tröpfchen" nicht.
    Sab gibt man Zb. auch Kleinkindern bei Vergiftung.
    Nux Vomica wäre auch ganz gut.

    Ich pers. würde mit dem Kontrastmittel erst mal abwarten ob Böbbel kommen ...aber das mußt du mit deinem TA entscheiden.
    Wichtig ist jetzt Flüssigkeit ...oral und per Infusion.
    Fencheltee soviel du per Spritze ins Mäulchen "reinbekommen" kannst.
    Geändert von Nettimaus (28.08.2011 um 11:59 Uhr)
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