@Torelynn: Ich hab wegen Schmerzmittel heute morgen nochmal telefoniert und es sieht so aus: Er hat einen Cortisonpaket bekommen, also eines, dass nach und nach ins Blut geht, aber das verträgt sich nicht gut mit Metacam. Novalgin ginge, aber solange er nicht wirklich starke Schmerzen hat, will sie das Risiko lieber nicht eingehen, weil es so stark auf den Magen schlägt. Kusko hat auch grad andere Probleme als Schmerzen. Der Urin läuft Intervallweise von allein raus...
Aber nicht Tröpfchenweise. Also ein bisschen einhalten kann er wohl noch ._.

Übrigens ist uns noch eingefallen: Wir haben ihn ja jeden tag in der Küche laufen lassen und da ist uns wirklich kein blutiger Urin aufgefallen! Ganz klar und normal eben waren seine Pfützen auf dem PVC. Blutig wurde es erst nach dem Kampf, ich vermute mal, dass der Stein dann "gerieben" hat...

>Übrigens ist die Bestimmung von EC über den Urin veraltet und nicht sehr sicher, besser wäre eine Blutabnahme.

Ja, ich glaub aber, das wissen um EC ist im Osten noch begrenzt, niemand dort wusste damals, als ich dort noch lebte, was das ist .___.


@Möhrchen: Ich denke schon, dass das hilft, danke :)
Ob das Leben später für ihn lebenswert ist, ist allein Kuskos Entscheidung. Wenn er nicht mehr frisst, zeigt er deutlich, was er wil. Frisst er und hat keine zu starken Schmerzen und freut sich über Kleinigkeiten, will er noch- so haben wirs immer gehalten.
Unsere Susi-Mausi, ein Meeri, hat eine Herzinsuffizienz. Zweimal täglich braucht sie Entwässerungsmittel gespritzt, weil sies oral nicht verträgt. Aber sie freut sich und obwohl sie nur noch kriecht und nicht mehr so herumhüpft, kann sie immer noch toll betteln und quietschen. Und solange es ihr so gut geht, machen wir das auch weiter.
Bei Kusko... ich kann wirklich nur hoffen, dass es in der Woche wenigstens ein bisschen besser wird.

Wegen Massagen: Ich habe eben Sorge, dass ich damit das Rückenmark verletzen oder die Bandscheibe weiter reizen könnte...
Ich schiebe ihm ab und an die Beine in die richtige Position, da freut er sich immer... So kanns aber nicht bleiben.


@Jasmin F.: Danke.
Wegen Massagen gilt selbiges wie direkt darüber .___.
Ich weiß nicht, wo ich anpacken kann, ohne etwas kaputt zu machen. Kusko ist ja auch noch sehr klein und dick und ich weiß ja nicht, wo genau die Bandscheibe ist, die kaputt ist. Und wo es dann sinnvoll wäre.
Machen würden wir es gerne, aber wir bräuchten eine genaue Einweisung.


@ChristinaR: In Ordnung, danke!
Werde ich machen!

@veganinchen:
>Bloß nicht gleich einschläfern!

Nein, keine Sorge. Wir warten immer so lange wie möglich...

>Es kann sich viel verbessern, man muss es m. E. erstmal ein paar Wochen aushalten, bis man wirklich sagen kann, wie gut die Bewegungen wieder werden und ob das Tierchen stabil ist etc.

Wochen? Okay, dann mus ich mit der TÄ reden.
Muss man immer wieder Cortison geben?
Wie habt ihr medikamentös therapiert? Wie hast du den Therapeuten für Puck gefunden?

>Sein Gehege ist weich gepolstert mit Vetbeds, Handtüchern etc.

Wie oft müsst ihr sauber machen? Ich hab ein Handtuch drin und dann Küchentücher (Zewa) drauf, dass kann ich besser wechseln. Das mache ich alle paar Stunden. Komtm drauf an, wie viel er macht.

>1. Keine Schmerzen
>2. Kein Wundliegen über einen längeren Zeitraum mit offenen Stellen
>3. Gewicht halten

>4. sicher individuell erweiterbar

Das sind gute Kriterien. Die würde ich auch vertreten...
Kusko muss nur anfangen wieder richtig zu essen und zu trinken. Im Moment ist Gewichthalten noch nicht das wichtigste, er ist, wie gesagt, recht dick.

>Gut, er kann nicht hoppeln, nur vorne laufen und flitzt so durchs Gehege.

Das klingt doch super, hauptsache er ist glücklich!
Kusko hat nicht viel Kraft in den Vorderbeinen. Aber er gibt nicht auf und stemmt sich wieder hoch. Momentan sieht das aber alles noch sehr erbärmlich aus.
Wichtig ist mir, dass er bald nicht mehr in seinem Urin liegt. Also, er kriecht zwar raus, aber besser wäre, er hat die Blase wieder ganz im Griff. Aber es ist ja erst einen Tag her...

>Nun bekommt er auch bald Gesellschaft (auch ein "behindertes" Kaninchen, zu normal hoppelnden würde ich ihn nicht setzen).

Versteh schon, ist natürlich besser.

>Es ist toll zu sehen, wenn ein gelähmtes Füßchen plötzlich zuckt...

Das stimmt. Darauf hoffe ich jedes Mal, wenn ich hingehe.

>Man muss sich selbst auch dran gewöhnen, das stimmt. Aber man sieht auch, ob das Tier, gerade wenn man es kennt, sich quält oder einfach am Leben teilnimmt. Insofern kann man wirklich nicht pauschal sagen, Kaninchenleben mit Querschnittslähmung sei nicht verantwortbar, jedenfalls sehe ich es so, seit ich Puck kenne. Klar ist er eingeschränkt, aber quälen tut er sich definitiv nicht.

Da stimme ich dir voll und ganz zu.

Danke!

Erschwerend kommt aber hinzu, dass die TÄ die Blasenstein-OP davon abhängig macht, ob er in einer Woche wieder fitter ist.
Deswegen stehen wir sehr unter Druck. Der Stein muss raus!


@Frasim:
>Das kommt immer darauf an ob das Rückenmark durch ist oder eben nicht.

Und das kann man eben leider ohne MRT nicht sagen ._.
Der Nerventierarzt hat mir allerdings gesagt, dass es Unterschiede gibt. Wenn nur die Nervenstränge kaputt sind, die können sich regenerieren, die Nervenzellen sind da krittischer, das sind die Übergänge von Rückenmark zu den Beinen.
Und die Blase ist leicht kontrollierbar und er schleift die Beine NICHT hinterher! Er kann sie nur nicht kontrollieren. Er streckt sie immer nach vorn und sitzt auf seinem Hintern. Sind aber bisher nicht steif.

>Ist noch Tiefenschmerz vorhanden? Mit der Klemme prüfen. Wenn nicht, ich würde den kleinen Kerl nicht quälen sondern gehen lassen

Was ist eine Klemme?
Und Tiefenschmerz?

>Es ist auch ein Unterschied ob die Beine noch ein wenig Gefühl haben, oder eben gar keins mehr. Schlimmstenfalls kommt eine Streckspastik der Beine hinzu. Sprich sie werden steif, egal wie man sich bemüht.

Bisher zum Glück nicht der Fall. Sind gut bewegbar. Das rechte Bein hat auch noch leicht Muskeltätigkeit. Das Linke ist schlaff.

Danke!


@Julia: >So eine Wirbelsäulengeschichte ist in den seltensten Fällen eine spontane Sache. Meist liegen schon verengte Wirbelzwischenräume, Spondylosen oder eine Abknickung in der Cauda Equina vor.

Verstehe,
Kann es auch an mangelnden Muskeln liegen?

>Ich könnte mir gut vorstellen, dass Euer Kleiner schon ein bestehendes Problem hatte und dieses durch die vermehrte Aktivität während der ZF verstärkt wurde. Dann hat er bei der Keilerei vielleicht nur noch eine letzte falsche Bewegung gemacht.

Hätten wir das irgendwie absehen können?
Im Handling mit uns war er echt lieb und kuschlig...

>Wie stark eine Einengung/Abknickung/Schädigung genau ist, sieht man eigentlich sehr gut in einer Röntgenaufnahme nach Einstritzen von Kontrastmittel in den Spinalgang (nur vom TA machen lassen, der das schon oft gemacht hat!).

Okay, ich frag mal in der Praxis nach, ob die das dort können!
Oder kannst du uns eine per PN empfehlen?

>Ich kenne einige Hunde und eine Kaninchendame bei einer Freundin, die nach ähnlichen Verläufen unter Cortison/VitB und nach Abklingen der ersten Reizung KG wieder sehr gut wurden. Ist nach einigen Tagen Therapie aber keinerlei Verbesserung zu sehen und ist das Tiefenschmerzempfinden vollkommen dahin, solltet ihr ihn nicht mehr lange quälen.

Wir hoffen noch.
Danke, für die Hoffnung.

>Hunde kommen ja mit Wägelchen sehr gut klar. Seit ich das bei einigen erleben durfte, stehe ich dem sehr positiv gegenüber.

Ja, die meisten sind damit echt glücklich.

>Aber ein Hund ist auch kein Fluchttier. Beim Kaninchen fände ich diesen Schritt glaube ich nicht gut.

Stimmt allerdings.
Wie gesagt, mein größtes Kriterium ist eben auch, dass er sich sonst wohl fühlt.


Danke bis hierhin an alle!