Ähm *hüstel* Da muß ich jetzt doch mal was zu sagen, da da doch einiges durcheinandergeschmissen wird

Sowohl Östrogene (weibliche Sexualhormone) als auch Androgene (männliche Sexualhormone, hierzu gehört Testosteron) sind Steroidhormone und entstehen aus Cholesterin

Dieser Umbau geschieht sowohl in der Nebennierenrinde als auch in den weiblichen und männlichen Keimdrüsen - Eierstock und Hoden. In der Schwangerschaft/Trächtigkeit wird Östrogen auch von der Plazenta gebildet. Seit einigen Jahren weiß man wohl auch, daß ganz gerine Mengen Östrogen vom Gehirn produziert werden.

Zitat Zitat von lizzard Beitrag anzeigen
Es kann durchaus passieren, dass es noch zu einer Scheinschwangerschaft kommt, wenn Reste der Gebärmutter im Körper verblieben sind.
V.a. bei Katzen und manchmal bei Hunden kommt es immer mal wieder vor, daß nicht die gesamte Gebärmutter mit Eierstöcken (Ovariohysterektomie) entfernt wird, sondern nur die Eierstöcke (Ovarektomie). Dabei kann es passieren, daß nicht das ganze Eierstockgewebe entfernt wird, sondern noch ein Teil im Körper verbleibt - dieses produziert dann weiterhin Östogen und es kann zu Läufigkeit/Rolligkeit und Scheinträchtigkeit kommen.

Da bei Kaninchen aber eigentlich immer sowohl Gebärmutter als auch Eierstöcke entfernt werden, ist die Gefahr hier wesentlich geringer, daß soetwas auftritt.

Wenn Reste der GB im Tier verbleiben, kann es nicht zu einer Scheinträchtigkeit kommen, da die GB kein Östrogen produziert.

Zitat Zitat von lizzard Beitrag anzeigen
Und ich es schon von paar Hunden gehört (Foren), dass trotz Kastra (also wirklich kompletter Entfernung der Geschlechtsorgane - also nicht nur Sterilisation) eine ST beobachtet wurde.
Huh, langsam Kastration/Sterilisation bezieht sich nur auf die Keimdrüsen, nicht auf die Geschlechtsorgane

Kastration = Entfernung der Keimdrüsen (Hoden/Eierstöcke)
--> die GB kann bei einer Kastration durchaus drinbleiben
--> Ovarektomie: Entfernung nur der Eierstöcke
--> Ovariohysterektomie: Entfernung von Eierstöcken und GB

Sterilisation = Durchtrennung der "Leitungen" zu den Keimdrüsen --> das Tier ist sexuell weiterhin aktiv, kann aber nicht mehr befruchtet werden/befruchten
(wie meinte unser Prof so treffend? "Dadurch machen Sie Ihre Katze zur Hure der ganzen Nachbarschaft" --> die Katze ist weiterhin wie gewohnt rollig, kann aber nicht befruchtet (und somit trächtig) werden und wird deshalb ständig begattet

Zitat Zitat von lizzard Beitrag anzeigen
Und in fast allen Fällen kam heraus, dass nicht sauber gearbeitet wurde und Rest der GM im Körper verblieben waren, die noch Hormone erzeugten.
s.o.

Zitat Zitat von lizzard Beitrag anzeigen
wenn Östrogene wie Testosteron in der Nebenniere gebildet werden. Aber bin ja auch kein studierter Arzt.
Testosteron ist die Vorstufe von Östrogen und gehört deshalb nicht zu den Östrogenen (s.o.)

Was ich mich gerad eher frage, ist, inwieweit Progesteron bei Häsinnen eine Rolle spielt... Mal nachlesen bei Gelegenheit