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Thema: Adoption eines Kaninchens

  1. #1
    Neuer Benutzer
    Registriert seit: 02.06.2026
    Ort: Schwerin
    Beiträge: 3

    Standard Adoption eines Kaninchens

    Hallo,

    ich wollte mal eure Meinung hören. Ich halte ein Kaninchenpärchen. Das Weibchen ist 10 Jahre alt und sehr krank (mehrere Tumore, eitrige Gebärmutterentzündung). Seit ca. 4 Wochen bekommt sie täglich mehrmals Schmerzmittel, derzeit auch Antibiotika und Hormone. Sie hält sich für die schlechte Diagnose wacker. Sie ruht viel aber kommt regelmäßig zum fressen raus. Ich mache mir trotzdem Gedanken, weil das Männchen danach natürlich nicht lange alleine bleiben soll.
    Nun habe ich die Möglichkeit ein 5,5 Jahre altes Kaninchen aus Käfighaltung aufzunehmen… Es ist derzeit alleine, bekommt Trockenfutter und sieht nicht gepflegt aus.. Ich frage mich nur, ob es nicht makaber wäre und weiß nicht ob es die richtige Entscheidung wäre.
    Die Tierärztin kann nicht sagen , wieviel Zeit meinem Weibchen noch bleibt, ich soll mich über jeden Tag , an dem es ihr gut geht freuen…
    Was meint ihr? Was würdet ihr machen?
    Standet ihr auxh schon vor der Situation, dass ihr ein sehr krankes Tier hattet und habt ihr euch dann vorher schon um ein neues Partnertier gekümmert? Der Vorteil wäre, dass sie ihre Quarantäne in Ruhe absitzen könnte und die medizinische Versorgung erstmal durchgeführt werden könnte.

    Vg

  2. #2
    PS-Versager
    Registriert seit: 10.08.2009
    Ort: nördlich Hamburg
    Beiträge: 17.182

    Standard

    Ich finde es super das Du Dich mit dem Thema befasst.

    Ohne Dir zu nahe treten zu wollen aber die Behandlung und die Baustellen klingen für mich nicht nach einem lebenswerten Leben. Eine Pyo (vereiterte Gebärmutter) muss zwingend operiert werden was natürlich bei bereits vorliegenden Tumoren keine Option mehr ist....
    Wurde die Eutha da schon einmal besprochen?

    Eine VG würde ich so einem Tier nicht zumuten sondern eher überlegen sie zu erlösen und dann das andere Mädel aufzunehmen.

  3. #3
    Neuer Benutzer
    Registriert seit: 02.06.2026
    Ort: Schwerin
    Beiträge: 3

    Standard

    Danke für deine Antwort. Eine VG möchte ich ihr keineswegs zumuten, so war das nicht gemeint. Sie wird engmaschig betreut und untersucht. Da eine Op nicht mehr in Frage kam, haben wir uns dafür entschieden, sie mit Schmerzmitteln etc einzustellen , so lange bis es nicht mehr geht und sie eingeschläfert werden muss. Ich habe bei ihr nicht das Gefühl, dass der Moment schon gekommen ist. Das Kaninchen würde ich daher aufnehmen und in Quarantäne setzen und erst mit dem Männchen vergesellschaften, wenn sie nicht mehr da ist…. Und da liegt mein Problem. Das ist ja derzeit nicht genau abschätzbar.

  4. #4
    Ehrenmitglied Avatar von Jacqueline
    Registriert seit: 21.06.2010
    Ort: 52134 Herzogenrath bei Aachen (NRW)
    Beiträge: 19.663

    Standard

    Ich kann mich Alex nur anschließen, eine eintrige Gebärmutterentzündung ist nicht ohne, und wird eigentlich immer sofort operiert, mit Antibiotika wird das auch sicher nicht wirklich besser.
    Frisst sie denn noch?Kaninchen leiden so still und leise.

    Ich denke das ihr wahrscheinlich nicht mehr viel Zeit haben werdet.
    Das andere Weibchen muss ja sowieso erstmal eine Ernährungsumstellung machen und die Quarantäne mit Kotprobeabgabe etc hinter sich bringen, von daher, wenn du die Möglichkeit hast, nimm es doch auf.

  5. #5
    Neuer Benutzer
    Registriert seit: 02.06.2026
    Ort: Schwerin
    Beiträge: 3

    Standard

    Natürlich frisst sie noch, sonst hätte ich sie schon erlöst. Ich quäle mein Tier nicht unnötig. Aber ich schläfere ein Tier, was noch Lebenswillen zeigt, auch noch nicht ein. Ich glaube wir Tierbesitzer (verantwortlich handelnde) merken bei unseren eigenen Tieren sehr genau, wann der Zeitpunkt gekommen ist.

  6. #6
    Super-Moderator Avatar von Almuth
    Registriert seit: 28.07.2009
    Ort: Niedersachsen
    Beiträge: 2.658

    Standard

    Zitat Zitat von SabLeh90 Beitrag anzeigen
    Natürlich frisst sie noch, sonst hätte ich sie schon erlöst. Ich quäle mein Tier nicht unnötig. Aber ich schläfere ein Tier, was noch Lebenswillen zeigt, auch noch nicht ein. Ich glaube wir Tierbesitzer (verantwortlich handelnde) merken bei unseren eigenen Tieren sehr genau, wann der Zeitpunkt gekommen ist.


    Das sehe ich auch so
    Liebe Grüße, Almuth

  7. #7
    Mitgliederbetreuung im Vorstand Avatar von Carmen Z.
    Registriert seit: 07.07.2014
    Ort: Waldstetten
    Beiträge: 13.455

    Standard

    Ich kann mich da dem zweiten Absatz von Jacqueline nur anschließen. Das Tier würde sich sicher über ein schönes Zuhause freuen und sitzt jetzt sowieso auch alleine, noch dazu zu denkbar ungünstigsten Bedingungen.

    Wahrscheinlich ist das Tier auch nicht geimpft, so dass du das in der Quarantäne schon machen lassen kannst. Zudem kannst du dir überlegen, ob du es vor der Vergesellschaftung mit deinem Männchen dann vielleicht sogar auch schon kastrieren lässt, damit ihr das Schicksal einer Gebärmutterproblematik mal erspart bleibt. Ich gehe mal davon aus, es ist ein unkastriertes Weibchen.

    Für dein Mädel wünsche ich dir noch ein bisschen schöne Zeit, die ihr gemeinsam genießen könnt. Ich bin mir sicher, du findest den richtigen Zeitpunkt, um Abschied zu nehmen.


    Liebe Grüße
    Carmen Z.
    und die Langohren Marie und Leon

    Für immer im Herzen Chipsi, Kara, Phini, Emma, Audrey, Cyrus, Luna und Mira sowie Mr. Snow, der nun ein tolles Leben bei Astrid N. hat.

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